Endlich wieder Kanada

Kurz und knackig: Toronto und Ontario

Mein Niedersachsen

Unterwegs in meiner Heimat

Italien Wochen!

Mailand, die Lombardei und Emilia Romagna

Sommer in London

Sonniger, günstiger und schöner als gedacht

Mein Neuseeland

Meine Abenteuer am schönsten Ende der Welt

New York: Die besten Tipps von Locals

Schön, wenn man Freunde hat, die sich auskennen

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Die coolste Kleinstadt Amerikas

Berlin in Maryland

Zum Meer, zum Meer ....

Auf dem zur Küste von Virginia

4,3,2,1... mein Geburtstag im Camper

Party auf vier Rädern, durch drei US-Staaten, mit zwei Freunden und einer Erkenntnis

Sweet home Alabama?

Abseits von Bluebell - kein Hart of Dixie

Buntes Mississippi

Roadtrip Südstaaten - auf den Spuren der Natchez Indianer

Das schwere Erbe der Südstaaten

Erste Einblicke hinter die schönen Kulissen

Mein Amerikanischer Traum

Roadtrip durch die Südstaaten der USA

Das Essen auf den Philippinen

Eine kulinarische Rundreise mit Reisefreunde

Von Delfing-Babies und Zicklein

Meine Tour ins Paradies nach Pamilacan

Ein perfekter Tag auf Bohol

Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen

Warum ich auf Palawan im Knast gelandet bin

Und was PSY damit zu tun hat

Banaue: Der Schatz von Tan An

Reisen macht glücklich

"Don't be instant tourists"

Meine magische Begegnung mit Virginia, einer Reisbäuerin in den Philippinen

Betrübt nach Banaue

Unglück und Glück liegen manchmal nah beieinander

Sagada - wo die Särge hängen

Beste Aussicht für freie Seelen

Vigan, alte Stadt mit jundem Herz

Der Ort, an dem die Menschen mein Herz im Sturm eroberten

Die Philippinen - endlich!!!

Erster Stop: Tanz auf dem Vulkan Pinatubo

Reise durch Jordanien

Am Toten Meer und durch die Ruinen von Petra

Shanghai - eine erste Annäherung

Auf der Suche nach dem alten Shanghai

Inselhopping auf den Malediven

Und warum in meinem neuen Domizil ein Sofa im Sand steht

Kapstadt: Unterwegs mit der Condor Crew

Ihre besten Tipps für die Metropole Südafrikas

Mein Tag als Flugbegleiterin bei Condor

Nenn mich bloß nicht Saftschubse

Curacao: Ich mach dann mal blau

Auftakt zu einer bunten Reise

Mein Wochenende in Brügge

Eine überraschend schöne und ruhige Stadt

Unendliche Weiten

Mein Bilderbuch Amerika - aus der Windschutzscheibe

Hit the road, Gigi

Zum ersten Mal in meinem USA Road Trip Wohnmobil

Heartland USA: Start ins Abenteuer

Und am liebsten gleich alles nochmal...

Singapur - im Streetfood Himmel

Einen ganzen Tag lang nichts als bestes Essen...

Schatzsuche im Bretonischen Meer

Und man denkt, man ist in einem Film gelandet

Ein Sommer-Wochenende in Glasgow

Das coolste Hotel und die besten Locations in der schottischen Metropole

Restaurants in Toronto: Lecker! (Und eine Horrorstory)

Toronto. Punkt Mitternacht. Gerade habe ich mein Hotel-Zimmer betreten, ich suche noch den Lichtschalter, da klopft es an der Tür. Ich reiße sie beherzt auf. Ein gellener Schrei kommt aus einem weitaufgerissenen Mund, zwei Augen starren mich entsetzt für den Bruchteil einer Sekunde an.

Ich hatte kurz vergessen, dass ich diese fiese Vampir-Schminke trage, dass Kunstblut an meinen Lippen klebt, dass sicherlich der Jetlag sein übriges dazugetan hat. Und erst nach einer ewig lang erscheinenden Sekunde entspannt sich das Gesicht des Hotelangestellten wieder. Auch er hatte vergessen, dass ja eben noch Halloween war und reicht mir das wonach ich an der Rezeption gefragt hatte: Make-Up Entferner.
 
Nur wenige Stunden später bin ich schon wieder hellwach. Das ist er wieder, mein Freund der Jetlag. Um Punkt sieben öffnet die Club Lounge des Ritz Carlton, in dem ich für die kommenden drei Tage einquartiert bin, und mein Kaffeedurst lässt mich der erste Gast hier oben sein. Mit Blick auf das Wahrzeichen der Stadt - den CN Tower. Vor gut eineinhalb Jahren stand ich schon mal da oben. Und war an zwei starken Seilen befestigt um einmal in schwindelerregender Höhe drumherum zu laufen. In wenigen Tagen darf ich wieder nach oben, dieses Mal mit Helmkamera. Aber dazu erst später mehr!

Denn zunächst geht es für mich quer durch Toronto. Gemeinsam mit meinen Begleitern mache ich mich auf kulinarische Entdeckungsjagd. Dass hier ungemein viel los ist in Sachen "Lecker" weiß ich schon seit meinem letzten Besuch. Außerdem ist eine Bekannte von mir genau hierfür Expterin. Amy Rosen, die ich vor fast zwei Jahren auf einer Reise kennengelernt habe, hat ein Buch über Torontos Küche geschrieben - und in wirklich jedem Restaurant, dass ich besuche steht es stolz im Regal. Einmal ist sie sogar selber mit dabei - also beim Essen und nicht im Regal ;-)

Hier meine Highlights für gutes Essen in Toronto:


1/ GLAS WINE BAR

Winzig ist das feine Restaurant von Danny Pantano hier an der Queen Street im coolen Stadtteil Leslieville. Nur wenige Tische passen in den Raum. Er hat extra nur für uns zum Mittag geöffnet, normalerweise wird hier nur Dinner serviert.  

Danny und seine Helfer in der offenen Küche bereiten vor allem Gerichte aus saisonalen und regionalen Zutaten zu. Das ist nicht die einfachste Herangehensweise, aber mit Sicherheit die ehrlichste und auch kreativste. Er serviert uns drei köstliche Gerichte, angefangen mit einer Pastinaken-Fenchel-Apfel Suppe, danach einen Mix aus Rüben und als Hauptgang einen zarten Lachs. Danny hat zudem noch ein enormes Weinwissen  - das merkt man bei jedem Tropfen, den er uns einschenkt. Natürlich gab es hierfür meine Auszeichnung: "Kiss the Chef."
 
2/ Farmhouse Tavern
Im auf den ersten Blick Rock'n'Roll-Style und doch recht abseits vom Schuss liegt dieses Restaurant, das wahrlich an ein alten Bauernhaus erinnert. Besteck und Geschirr sind bunt zusammengewürfelt und ebenso gemischt kommen hier die Gerichte auf den Tisch.
 
Unsere Vorspeisenplatte hätte auch locker als Hauptgericht durchgehen können. Saftiger Porkbelly befand sich unter anderem darauf.


Trotzdem ich hier am ersten Abend mit meinen müden Augen kämpfe, konnte ich gerade noch einen Blick in die ebenfalls offene Küche werfen, als Chef Tom eine Ente zubereitete. Geniales Bild, finde ich zumindest! Auch hier habe ich gern meine Auszeichnung "Kiss the Chef" verteilt.

3/ Barque Smokehouse
So muss BBQ schmecken. Sorry, USA - aber hier gibt es gutes Fleisch in allen erdenklichen Varianten, dass ich in so einer Qualität nur hier bekommen habe. Ob große und saftgie Ribs, Rind oder Hühnchen, die Jungs hier wissen wie man die guten Stücke behandelt und sie auf den Punkt zubereitet. Amy ist mit dabei und ich bemerke, wie der Chef Augen macht, als er sie sieht. Ein hoher Besuch!


Die Beilagen allein sind der Knaller und dazu gibt es für mich als flüssige Beilage sozusagen den Barque Caesar, einem herzhaften Cocktail mit Wodka, Muschel-Tomatensaft, Bacon und und und. Hört sich jetzt erstmal irgendwie fies an, ist aber lecker. Ach, ja - Hände weg vom kostenlosen BBQ-Popcorn, dass hier vom überfreundlichen Personal auf den Tisch gestellt wird. Es ist zwar superlecker, aber die Portionen der eigentlichen Gerichte sind riesig, nachher habt ihr kein Hunger mehr!

4/ Hopgoods Foodliner
Wir waren nur sehr kurz für ein Dessert hier, eigentlich... aber irgendwie mussten wir dann doch noch mehr probieren. Der Laden ist der Hammer! Ich bin in den ersten zehn Minuten gar nicht über die Freundlichkeit des Personals hinweggekommen, das ist sehr typisch Kanadisch.
 

Wenn die hier lächeln, dann meinen sie es auch so. Es wird maritim gekocht, das heißt es der Chef hat wohl die besten Beziehungen zu Seafood- und Fischlieferanten der Ostküste Kanadas und geht sehr kreativ mit den Zutaten um. Am besten von allen ein paar Kleinigkeiten bestellen und teilen. Und ja, wie in allen genannten Restaurants: man sollte vorher auf jeden Fall reservieren!

5/ Gilead Café & Bistro
Zugegeben, die Wartzeit auf unser Brunch war recht lang. Der kleine Laden war aber auch komplett voll besetzt und hatte durch die an diesem Tag zu kleine Mannschaft in der Küche Schwierigkeiten, mit den Bestellungen hinterherzukommen. Das kommt eben auch davon, wenn man alles frisch zubereitet. Dennoch: der Service war gut und aufmerksam - und das Essen wirlich köstlich. Also: reservieren, genügend Zeit mitbringen und dann schlemmen!
 

Wenn ihr jetzt Hunger bekommen habt, dann ist eine Reise nach Kanada übrigens gar nicht so weit weg, wie ihr vielleicht denkt. Denn ich wurde von Entdecke Kanada eingeladen, um auf ein Gewinnspiel aufmerksam zu machen. Es heißt "Selfie wechsel dich" und ihr könnt dabei einen ordentlichen Batzen Geld gewinnen um damit einen coolen Urlaub in Kanada zu machen. Das geht alles sehr unkompliziert - hier geht es zum Gewinnspiel!

Mit Leib und Seele

"Moin!" sagt er zu Begrüssung. Einer der sich -wie im Norden üblich- zuerst mit Nachnamen dann mit Vornamen vorstellt: "Evers Dieter". Eine Statur von einem Mann. So groß wie sein Gardemaß ist auch sein Humor. Dieter Evers ist Koch. Mit Leib und Seele.

Seit Jahrzehnten führt den Gasthof Evers in Lüsche im Oldenburger Münsterland. Die Liebe zum Kochen wird er wohl von seiner Mutter haben. Ihren Rezepten ist er treu geblieben "sie bringt gern eine Süße in die Wildgerichte, das mag ich auch besonders gern" verrät er mir, während er gerade einen Rehrücken bearbeitet. Wir stehen mit ein paar Kochbegeisterten um ihn herum, sein Charisma erfüllt die ganze Küche. Ohne viel Brimborium und Tüdelü zeigt er uns, wie man mit Wild umgeht. Eigentlich spricht man hier Platt - auch beim Kochkurs. Das verstehe ich auch zum großen Teil, aber für mein Video kramt Evers Diter sein bestes Hochdeutsch hervor - oder eben auch hier vor Ort für Gäste, die ihn sonst nicht verstehen würden:


Mit Leib und Seele from Angie Reisefreunde on Vimeo.

Aus dem Handgelenkt schüttet er hier und da die leckeren Dickmacher in seine cremigen Soßen, denn "mit Sahne und Butter schmeckt einfach alles noch besser" erzählt er und lacht kräftig hinterher. Sympathischer Kerl. Und während in der Küche immer mehr Gerichte schmurgeln, braten und blubbern holt er schnell noch einen Kochwein raus, wir Kochkursteilnehmer sollen ja bloß nicht verdursten.
 

Aber nicht nur deshalb wird unsere kleine Runde recht schnell familiär und kuschelig. Es ist Dieter Evers simpler Charme, der die Gäste der Runde wie ein Löffelchen Senf im Dressing zusammenhält. Nach vier Stunden kochen, lachen und lernen steht dann auch das Essen auf dem großen Tisch.

Evers sitzt mit allen zusammen, die Gerichte hätten auch noch für zehn weitere Besucher gereicht. Alles schmeckt lecker wie bei Muttern. Und genauso geht es hier auch zu. Die Reste können sich die Gäste einfach mit nach Hause nehmen. Nur ich verzichte dankend, nach all den guten Sachen muss ich jetzt erstmal wieder auf Diät.

Danke Evers Dieter, das war großartig und verdient meine Auszeichnung "Kiss the Chef", Bis hoffentlich bald mal wieder! Deine Schwaff, Angelika. Meine Reise ist Teil einer Kampagne zwischen Niedersachsen Tourismus und unserem Reiseblogger Kollektiv. Mehr Eindrücke aus meiner schönen Heimatregion findet ihr auch bei ReisedepeschenSmaracujaKöln Format, JustTravelous und bei Escape Town sowie natürlich auf den Social Media Kanälen unter dem Hashtag #meinNiedersachen. Den Hashtag kann und sollte jeder nutzen, dessen Herz für Niedersachen schlägt!

16 Uhr 50 ab Vechta

Die Vorgärten sind gepflegt, die Backsteinhäuser dahinter sehen urig aus. Felder so weit das Auge reicht, kleine Straßen schlängeln sich stur durch die Dörfer hin zum Moor über dem sich gerade die letzten Nebelschwaden verzogen haben.


Ich könnte schwören, dass mir gleich quietschend Miss Marple auf ihrem Dreirad entgegen kommt und mit krächzender Stimme nach Mister Stringer ruft. Um vielleicht ein Verbrechen auf einem Gutshof aufzuklären? Ein deutscher Traktor holt mich aus meinen Gedanken. Ich bin ja gar nicht in England, ich bin im Oldenburger Münsterland.


Aber die Ähnlichkeit liegt auf der Hand. Schön ist es hier, idyllisch. Ländlich. Und obwohl die Region weg will vom bäuerlichen Image - finde ich gerade das so schön und einen echten Reisegrund. Raus aus der Stadt.


Meine Landliebe wird hier auf jeden Fall bedient. Auch wenn Vechta eine Universitätsstadt ist – und man der Stadt das anmerkt: es gibt etliche Restaurants, wie die Tapas Bar, in der ich abends leckerste Tapas esse, von deren Auswahl und Qualität sich Berliner Tapas Restaurants gut und gerne mal inspirieren lassen sollten. Vieles ist hier anders. Zum Beispiel die Bäckerei Meyers Mühle, die jeden Tag noch frisch backt – und zwar ohne Backmischungen – in fünfter Generation. Ich kann kurz mitkommen in die Backstube und fühle mich beim Gespräch mit dem Bäcker verstanden und angekommen. Er will nur gutes in die Tresen legen. Selbstgemacht. Mit Wissen und Verstand. Das ist heute eine Seltenheit – aber hier noch recht verständlich.


Auch seine Bäckerei gehört zum Konzept Boxenstopp. Das hört sich jetzt erst mal nach Autorennen an, hat aber nur im entferntesten Sinne damit zu tun. Boxenstopps sind Orte im Oldenburger Münsterland, die es lohnt angefahren zu werden. Das sind zum Beispiel Bauernhöfe, wie der von Elmar Preut. Von außen ein idyllischer Hof – dahinter liegt modernste Technik. Biogas wird hier hergestellt und ich scherze mit dem netten Bauern, er würde aus –vornehm ausgedrückt –„Mist“ Geld machen. Er lacht und meint: ja so ähnlich. Erneuerbare Energien sind hier ein großes Thema – und jeder kann hier bei einem Besuch etwas lernen. Landwirtschaft zum Anfassen. Ganz „old school“ kommt zum Schluss noch ein Katzenbaby auf mich zu. Nicht alles ist hat sich auf einem Großbetrieb verändert.



Ich fahre weiter – mit dem Fahrrad – und zwar mit einem E-Bike, das kommt mir faulem Stück sehr gelegen, denn es windet aus entgegenkommender Richtung und ich bin froh für ein wenig Trittunterstützung. Vorbei an der Thülsfelder Talsperre, die eher wie ein idyllischer See ausschaut, fahre ich zu einem urgemütlichen und doch sehr schicken Landgasthof. Hier im Heidegrund wird vornehmlich regional gekocht Die Zutaten kommen von Herstellern aus der Region. Ich entscheide mich für lokalen Käse und das Salzwiesen-Lamm.

Eine Köstlichkeit. Und schon wieder muss ich bei der Einrichtung an England denken. Gemütlich und wohnlich ist es hier, vielleicht fährt sie ja Miss Marple später doch mit dem Fahrrad an mit vorbei.


Es geht weiter auf einen Hof, der nun wirklich alle Register zieht. Der Ferienhof Meyer ist ein wahres Schmuckstück. Ich werde vom Hausherren begrüßt. Mit Schiefermütze, Reiterhose und Gummistiefeln steht er da und lächelt mich freundlich an. Und ganz in Miss Marple Manier (sie war ja schließlich mal Profi-Reiterin) überwinde ich hier meine jahrelange Pferde-Phobie und wage mich mal wieder hoch zu Ross.


Oldenburger Münsterland-Liebe from Angie Reisefreunde on Vimeo.

Das letzte Mal saß ich mit 12 auf einem Pferd, nein auf einem Pony. Und bin böse gestürzt. Nun wage ich es mal wieder. Die Pferdezucht des Hofes ist beeindruckend und man gibt mir einen besonders zahmen Gesellen, der mich geduldig trotz meiner schlechten Haltung und meiner mangelnden Führung erträgt.


Ich bleibe oben, auch dank der Führung der jungen Nachbarin Britta, die hier schon Teil der Familie geworden ist. Überhaupt: Familie: es sieht so aus, als hielten die hier noch zusammen. Nach meinem Reitausflug werde ich auf Kaffee und hausgemachten Kuchen eingeladen. Ich bin wahrlich gerührt von so viel Gastfreundschaft. Ein schöner Hof, eine tolle Familie – und ich muss wohl noch einmal irgendwann vorbei schauen.

Aber mein nächster Boxenstopp wartet schon. „Unter Ziegen“ könnte dieser kleine Ausflug heißen. Mittlerweile sind es mehr als „Sieben Ziegen“, die Frau Michelbrand und ihr Sohn hier im Stall haben. Obwohl: eigentlich sind die Ziegen kaum in Stall. Wie es sich gehört grasen sie auf den Weiden. Von Hand stellen die Michelbrands köstlichen Ziegenkäse her, vor allem Frischkäse – in unterschiedlichen Varianten. Nachdem mir der Hof gezeigt wird, besteht die liebe Frau Michelbrand auf eine Verköstigung bei ihr in der Küche. So ist das hier. Es gibt frisches Brot, den eigenen Käse und frisch per Hand aufgebrühten Kaffee. Eine Kaffeemaschine, so die Dame des Hauses, die bräuchte sie nicht. Das sei alles moderner Krams. Und das ist auch alles gut so, liebes Oldenburger Münsterland. Verändert euch nicht zu stark. Landliebe währt ewig. Nur über die Sichtung der echten Miss Marple hätte ich mich noch gefreut.

Meine Reise ist Teil einer Kampagne zwischen Niedersachsen Tourismus und unserem Reiseblogger Kollektiv. Mehr Eindrücke aus meiner schönen Heimatregion findet ihr auch bei ReisedepeschenSmaracujaKöln Format, JustTravelous und bei Escape Town sowie natürlich auf den Social Media Kanälen unter dem Hashtag #meinNiedersachen. Den Hashtag kann und sollte jeder nutzen, dessen Herz für Niedersachen schlägt!

Mini Road Trip durch das Weserbergland


Ich weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aber MEIN WESERBERGLAND ist einfach der schönste Ort der Welt. So. Ätsch. Wir haben nämlich saftige grüne Felder (ja gut, nur vom Frühling bis Spätherbst), wir haben entzückende kleine Berge und hübsche Täler, eine Natur wie sie im Bilderbuch steht und niedliche kleine Dörfer und Städte mit schmucken Fachwerkhäusern. Und natürlich haben wir die schöne Weser, die sich durch unsere Region schlängelt. 



Zentrum des Weserberglandes ist Hameln, über meine Stadt habe ich ja schon geschrieben. Aber ganz nah bei Hameln gibt es noch viel mehr zu erleben – und ich mache mich fast schon in allerbester Sonntagsausflugs-Manier auf den Weg gemacht um euch ein bisschen mehr aus meiner Heimat zu zeigen.


Die Autofreaks unter euch werden staunen wenn ich euch erzähle, dass es in Stadtoldendorf einen echten Mammut Offroad Park gibt, in dem man entweder mit seinem eigenen (unbedingt notwendigen) Allradwagen herumcruisen kann oder aber sogar in einem vor Ort mietbaren Wagen. Ich habe mich für letzteres entscheiden und da gerade durch einen Feiertag enormer Andrang drohte, auch nur als Beifahrerin. Und ich muss mich zugegebenermaßen ordentlich festhalten, sonst hätten mich wohl die enormen Schlaglöcher und Pfützen vom Sitzplatz gefegt. Mein Glück: am Steuer sitzt der Chef des Offroadparks und der kennt natürlich jede Biegung, Steigung und jedes Gefälle wie aus seiner eigenen Westentasche. Ganz hartgesottene campen hier sogar, manche mit Zelt, andere mit Wohnwagen. Abenteuerurlaub in Niedersachen, wer hätte das gedacht. 



Aber auch wenn ihr nichts weiter vorhabt, dann macht es euch doch ganz einfach, schnappt euch einen Picknickkorb und fahrt ein wenig durch die Gegend. Vielleicht macht ihr in einen kleinen Stopp in der Aschenputtel Burg in Polle. Niedersachsen ist ja eine Märchenhochburg!



Hier gibt es nicht nur in der Adventszeit einen wunderschönen, märchenhaften kleinen Weihnachtsmarkt, sondern im Sommer auch ein Freilichttheater  - und jeden Tag einen ehrlichen Ausblick auf den Weserbogen. Und manchmal trifft man wie ich das Aschenputtel höchst persönlich. 



Da die meisten von euch Reisefreunden nicht so viel Glück habt wie ich und Verwandtschaft und damit auch eine Schlafplatz im Weserbergland habt, gibt es wenige Kilometer weiter zwei wirklich eigenartige und abgefahrene Unterkunftsmöglichkeiten – zum einen im Baumhaushotel, das einfache aber gemütliche kleine Hüttchen aus Holz in den Baumkronen hoch über dem ErlebnisWald bei Solang anbietet. 






Oder das urige Zirkuswagenhotel in Holzminden, wobei aber eher eine gemütliche Pension ist.  Die beiden Besitzer sind auch noch Brüder, das Gen für außergewöhnliche Unterkünfte scheint also irgendwie in der Familie zu liegen. 



Apropos Familie - ich zähle schon die Tage bis zu meinem nächsten Besuch im Weserbergland, ab heute sind es nur noch etwa vier Wochen, dann bin ich endlich wieder zu Hause!


Meine Reise ist Teil einer Kampagne zwischen Niedersachsen Tourismus und unserem Reiseblogger Kollektiv. Mehr Eindrücke aus meiner schönen Heimatregion findet ihr auch bei ReisedepeschenSmaracuja, Köln Format JustTravelous und bei Escape Town sowie natürlich auf den Social Media Kanälen unter dem Hashtag #meinNiedersachen. Den Hashtag kann und sollte jeder nutzen, dessen Herz für Niedersachen schlägt!




Mein Niedersachsen kulinarisch: im Landgasthaus Specht


Egge, ein kleines Nest in der Nähe von Hameln, das so winzig ist, dass die Adresse zu der ich möchte nicht mal einen Straßennamen hat. Die Adresse lautet einfach nur Egge 8. Hier liegt das Landgasthaus Specht, ganz idyllisch mit Blick hoch in Wälder und hinab auf die Wiesen.  Aber macht euch einfach selbst ein Bild (...und ja, das am Schluss ist meine Zwillingsschwester) in diesem ganz kurzen Video:


Ich bin hier weil ich einfach weiß, wie gut die Küche ist. Denn ich kenne die Spechts, insbesondere Stephan Specht. Wir haben uns recht spät in meiner Hamelner Zeit über Freude kennengelernt und sind dann selber zu Freunden geworden. Stephan zog wie ich in den 90ern nach Berlin, und hier haben wir etliche Nachmittage und Abende zusammen verbracht, haben gekocht und sind um die Häuser gezogen. Und obwohl mir Stephan so am Herzen liegt sehen wir uns leider kaum noch. Er führt eine unfassbar erfolgreiche Goldschmiede in Berlin - und ich bin ja auch ständig unterwegs. Aber als ich ihm erzählte, dass ich über meine Heimat schreiben möchte und auch zu seiner Familie ins Landgasthaus fahren will um dort zu essen, lies Stephan alles stehen und liegen, setzte sich ins Auto und fuhr nach Hause, um mit meiner Schwester Tine samt ihrem Mann Ole und mir zu essen.


Seit Generationen ist das Landgasthaus DIE Adresse im Weserbergland für regionale, saisonale und hervorragende Küche. Mittlerweile steht Stephans Bruder Heino hinter dem Herd. Er kocht wie ein Gott und ist dennoch so unglaublich bescheiden, dass ich ihm am liebsten die Lobeshymnen auf die Hand tättowieren will, damit er es immer liest und irgendwann selber kapiert, was er da in Egge jeden Abend so wunderbares zaubert. 









Vier Gänge serviert er uns, zunächst eine köstliche Vorspeise mit Linsen und einer Wildschwein-Terrine danach und eine leichte Kürbissuppe mit hausgemachtem Wildschweinschinken. Eine Wucht. Und dann kommt ein frisches, kurz angebratenes zartes Reh auf den Tisch, mit schier unzählbaren Beilagen wie frischen Pfifferlingen, einem cremigem Kartoffelgratin, handverlesenen, kurz geschwenkten Gemüsen und einer fein gezogenen Sauce, die mir am liebsten in großen Literfässern mitgenommen hätte.






Tine und Ole sind so angetan und können  - als absolute Foodies – ihr nahes Glück kaum fassen und reservieren nach unserem letzten Gang direkt für die darauffolgende Woche wieder einen Tisch. Ich glaube die werden jetzt Stammgäste. Ach ja und ich selber fahre kurz vor Weihnachten wieder hin. Und ich hoffe, dass Stephan dann auch zu Hause ist. Wenn wir uns doch schon kaum in Berlin sehen können -  dann ja vielleicht dort, wo wir eigentlich hingehören. Auf’s Land oder besser: in unser schönes Weserbergland.

Meine Reise ist Teil einer Kampagne zwischen Niedersachsen Tourismus und unserem Reiseblogger Kollektiv. Mehr Eindrücke aus meiner schönen Heimatregion findet ihr auch bei Reisedepeschen, bei Smaracuja, bei JustTravelous und bei Escape Town sowie natürlich auf den Social Media Kanälen unter dem Hashtag #meinNiedersachen. Den Hashtag kann und sollte jeder nutzen, dessen Herz für Niedersachen schlägt!