Mein Herz für Rotterdam

Kleines Bilderbuch über die quirlige Stadt an der Nieuwe Maas

Mit dem Greyhound durch die USA

Volker in den USA: Leg dich nicht mit dem Busfahrer an!

Spontaner Surfkurs in der Bretagne

Und dann auch noch mit einem Vize Europameister, Alter!!!

Gourmet-Segeltrip an der Smaragdküste

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch....

In einer Stunde zum Crêpe Diplom

Und ein Video, wie ich kläglich versage ist auch noch mit dabei....

Schön und eigen - die Bretagne

Wie dumm ich war, diese französische Region erst jetzt zu bereisen

Per Instagram durch die Bretagne

Bildreicher Auftakt zu einer mir vorher unbekannten Schönheit

Seychellen - meine Ein-Tag-Trauminsel

Und warum ich mit meinem schönen Kleid und der schönen Kristin an der Hand ins Meer gesprungen bin

Seychellen - Ankunft im Paradies

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Dubai im Schnelldurchlauf

Fünf Tage, vier Nächte: Über Dubai auf die Seychellen... Teil 1

Volker in den USA: The Sound of the suburbs

Punkrock in West Philadelphia

In St. Moritz sah ich nur die Berge glitzern

Kurztrip ins schöne Nira Alpina in der Schweiz

Abschiedsbrief an den Urlaub

Wie mich das Reisen als Bloggerin verändert hat

Machst du eigentlich auch mal Urlaub?

Und die Antwort lautet: ja, ganz bald. Aber offline!

Im Land der Elefantenbäume

Und warum die Dickhäuter sich nicht an Früchten betrinken können

Kim hat keine Angst

Portrait einer bewunderswerten Frau

Auf Safari in Südafrika

Die Big Five in drei Tagen - mit Video

Lecker in Berlin: Burger de Ville

Eine einmalige Diät-Ausnahme nach meiner französischen Gourmetreise...

Tipps für Alleinreisende Frauen

Wie man auch allein sicher unterwegs ist...

Lyon mal ganz ohne Sterne

Aber dennoch ausgezeichnet....

Sieben Michelin Sterne in fünf Tagen

Und warum ich etliche Köche geküsst habe....

Rhône-Alpes... im Französischen Schlaraffenland

Auftakt zu einer Reise zu den Sternen

Wo die Welt in Ordnung ist

So schön kann nur ein nachhaltiger Stern sein

Best of: Meine Mini-Weltreise

Mit Video und kleiner Statistik à la Reisefreunde....

Abschied aus Asien

Seufzend beim schönsten Sonnenuntergang überhaupt....

Auf Fototour durch Angkor Wat

Wer lernen will, muss früh aufstehen....

Letzte Etappe Kambodscha

Wiedersehen mit zwei Freundinnen und Schock in Siem Reap....

Saigon: Mein herzensguter Abschied aus Vietnam

Und was ein Polizist und eine alte Frau damit zu tun haben....

Bäuerin für einen Tag

Und warum ich in ein Korianderbeet gesprungen bin...

Angekommen in Hoi An

Wo es in der UNESCO-Weltkulturerbe Stadt das weltbeste Banh Mi der Welt gibt

Trottel-Ich

Wenn romamtische Träume nicht wahr werden. Oder: die schrecklichste Zugfahrt meines Lebens.

My little Schlaraffenland

Zwei Tage bestes Street Food in Hanoi

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Erste berührende Begegnung mit Hanoi in Vietnam

Reifenpanne beim Besuch einer Legende in Chiang Mai

Und was Wissenschaftler von wenigen Jahren zwei Meter unter einer Obstplantage entdeckt haben

Als ungeahnter Ehrengast einer buddhistischen Zeremonie

Yee Peng oder warum ich zum ersten Mal ernsthaft versucht habe zu meditieren.....

Die Elefanten-Flüsterin

Unterwegs mit den Dickhäutern im Goldenen Dreieck von Thailand

Chiang Mai: Ein Traum wird wahr

Oder wieso ich morgens als verschwitzter Dreckspatz im schönen Spa stand

Der Himmel auf Erden

Im Goldenen Dreieck in Thailand im märchenhaften Luxus-Camp

Warum ich auf Phuket vor Freude gehüpft bin

Jott sei Dank hat das niemand gesehen.....

Meine Asienreise: Ich bin da!

Angekommen auf Phuket ... Teil Eins

Schnappatmung... Meine Mini-Weltreise

Ab morgen durch Thailand, Vietnam und Kambodscha und mir geht die Flatter

Offener Brief an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und den lieben Reisegott

Meine Bucketlist: 50 Momente, die ich unbedingt erleben möchte

Lecker: Koch-Samstag mit Gian Luca

Neue Rubrik bei Reisefreunde: Lecker! Ein Toskanischer Koch nimmt mich mit zum Einkaufen und verrät seine Rezepte

Locanda al Colle... ti amo!

EIn Kleinod in der schönen Toskana. Ein wahrer Charming Place...

Mein Herz für Rotterdam

Vergangenes Wochenende war ich auf der Bloggerkonferenz TBU in Rotterdam. Neben den wunderbaren Menschen, die ich neu kennengelent und denen, die wiedergetroffen habe, neben den vielen spannenden Gesprächen wohin die Reise für Blogger wie mich geht und langen Partynächten hat Rotterdamm zumindest zeitweise mal die Sonne rausgelassen und sich von seiner besten Seite gezeigt. Und das will ich euch nicht vorenthalten. Mitkommen!
Von Amsterdam Airport in nur 25 Minuten mit dem Zug über's platte Land
Der Hafen vor meiner Unterkunft: dem brandneuen Mainport Hotel
Danach gab es ein Upgrade im wahrsten Sinne des Wortes: in eine Suite in den 10. Stock. Samt Sauna und Jacuzzi. Seeexy!
Fetter Sonnenuntergang am ersten Abend vorm Café LaBru - sehr netter Laden mit unfassbar guten & hübschen Barkeepern
Und weil es im LaBru zu nett und die Nacht zu kurz war, half am nächsten Tag nur noch ein oppulenter Brunch in der Bagel Bakery
Oh lala! Die Niederländer können auch Französisch! Wie hier im Rodin. Köstlich!
Architekten-Traum
Und zum Abschluss-Abend noch einmal dies hier. Nice!
Hafen-Impressionen
Überall in der Stadt kleben diese Herzen. 6000 bisher. Ich hab auch ein paar abbekommen. Von wem? Verrat ich nicht! Geheim!

Als Sprecherin auf der TBU wurde ich von der selbigen und von den Sponsoren der Konferenz sowie dem Niederländischen Tourismusverband auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank dafür!



Endlich Kanada!

Irgendwie komisch, wie einen manches Land verfolgt. Kanada hier, Kanada da... seit Jahren liegen mir viele Freunde in den Ohren, die unbedingt nach Kanada wollen oder schon dorthin reisten. Ich hörte von wilden Bächen, dichten Wäldern, Bären, die man unterwegs trifft, einsamen Landstraßen, lauten Meeresbrandungen, fantastischem Essen, lange Fahrten ohne auch nur einer einzigen Menschenseele zu begegnen. Und beim Blättern durch Reisemagazine bleibt mein Blick seit kurzem immer wieder bei schönen Bildenr des Nordamerikanischen Landes hängen. 

Und dann traf ich erst vor kurzem gleich drei Kanadier auf einer gemeinsamen Reise in Frankreich. Alle drei sind dem guten Essen verschrieben und berichten darüber. Amy, Arlene und Thierry waren wohl die besten Botschafter ihres Landes, denn sie haben mir recht schnell ihre Freundschaft angeboten und mir viel von ihrer Heimat erzählt. Und nun mache ich mich selber auf die Reise nach Kanada. Ich bin gespannt. 


Vorfreude auf Kanada / Looking forward to see Canada from Angie Reisefreunde on Vimeo.

Es geht an die Ostküste des Landes, über die Prince Edward Islands werde ich nach Neufundland reisen und schließlich nach Toronto. Der erste Teil meiner Reise wird ein kulinarsicher Trip sein. Ich gehe unter anderem in ein Culinary Bootcamp. Mal schauen, ob die es schaffen, mich zum echten Gourmet zu drillen. Der letzte Teil ist gleich ein doppeltes Vergnügen. In Toronto werde ich zur Weiterbildung an der Reiseblogger Konferenz TBEX teilnehmen und natürlich auch hoffentlich Amy wiedertreffen, von der ich eben schon erzählt habe. Dass die Stadt von ihren Einwohnern übrigens "Toronno" ausgesprochen wird, das weiß ich schon. Der Rest wird wie immer das Reiseleben zeigen. Ich freue mich drauf. Endlich Kananda!


Ihr könnt wie immer auch live dabei sein, natürlich auf Facebook oder Twitter und auch recht bildhaft bei Instagram. Und dann hat das Kanadische Fremdenverkehrsamt, die mich auch diese Reise einladen auch noch einen Tumblr aufgeschaltet. Am 23. Mai fliege ich los! Seid dabei!

Fotocredit:
Foto 1:
© Copyright Barrett & MacKay Photo & Newfoundland and Labrador Tourism
Foto 2: © Copyright Newfoundland and Labrador Tourism


Volker in den USA: Leg dich nicht mit dem Busfahrer an

Von VOLKER WINKEL.
„Turn the fucking radio down...It drives me fucking crazy.“ Greyhound-Busfahrer sind sehr direkt zu Fahrgästen. Auch wenn man seine Beine im Gang ausstreckt, gibts direkt 'nen Rüffel.

Man sieht dann immer, wie der Busfahrer unter seiner großen Schirmmütze kritisch prüfend in den Rückspiegel schaut und als nächstes sein Mikro aus der Seite raus kramt. Dann kommt immer was.
 


Als ich vor meiner Tour verschiedenen Leuten erzählt habe, dass ich große Strecken durch die Staaten mit dem Greyhound  zurücklegen wollte, gabs meistens einen skeptischen Blick und hochgezogene Augenbrauen „Ich bin auch mal mit dem Greyhound gefahren, aber beim nächsten Mal würd ich mir definitiv einen Inlandsflug buchen“, „du weißt aber schon, wer da so mitfährt“, so oder ähnlich die Kommentare. 

 Das hat natürlich meine Neugierde geweckt und genau das war ja auch die Idee: Land und Leute  kennenlernen, nicht nur die touristischen Hotspots abfahren. Und man kommt wirklich durch die ödesten Käffer, die aber um so authentischer sind. Wir halten in Natchez, Tunica Junction oder in so klangvollen Örtchen wie Paso Robles und King City. Wenn der Fahrer gut drauf ist, gibts auch eine Erklärung, wie lange man anhält, ob man eine Rauchen kann und ob Zeit genug ist, die Toilette aufzusuchen - oder ob es es sich sogar um einen „Mealstop“ handelt und es lohnt die Snackbar anzusteuern. Ansagen wie „Don't go to the restrooms, you will be left behind, I tell you men, don't go the restrooms“, machen unmissverständlich klar, dass man vielleicht besser direkt im Bus bleibt.
 

Und dass man nicht unbedingt zurückgelassen werden möchte in der Einöde, durfte ich in Vicksburg, Mississippi, erfahren. Völlig fasziniert von der Kargheit der Steppenlandschaft und der Tatsache,dass ich gerade an so einem abgefahrenen Ort mitten in den USA bin, schaue ich verträumt vorbeirauschenden Trucks auf dem Highway hinterher, als unser Bus auf dem Parkplatz hinter mir auf einmal den Motor anlässt und ohne Warten oder einem wie sonst üblich kurzem Hupen zur Abfahrt einfach losfährt. Das darf nicht wahr sein und ich renne erst zögernd, dann immer schneller und mit den Armen rudernd hinter dem Bus her. Im Bus mein Rucksack und einiges mehr und der Angstschweiß bricht seine Bahnen. Dann kommt plötzlich eine freundlich schauende Frau in Uniform hinter dem Stations-Häuschen hervor und erklärt mir, dass ich mich abregen könnte. Der Bus würde nur um die Ecke auf den Hof fahren, um dort kurz gewaschen zu werden. Ich sollte doch noch einen Sandwich essen gehen. Die anderen seien auch noch drinnen. Danke für den Adrenalinstoß. 

Das Beste am Greyhound fahren aber sind die Mitreisenden. Und je weiter südlich man kommt, um so spezieller die Passagiere. Zwischen New York und Washington eher junges, normal aussehendes Publikum, meistens mit Ipad oder sonstwas für einem Tablet ausgestattet und ziemlich desinteressiert am Thema Busreise. Tage später, kurz hinter Memphis steigt ein stämmiger, volltätowierter Mann ein, setzt sich zwei Reihen hinter mich und erzählt zwei kleinen, freundlich lächelnden, weißhaarigen Omis, dass seine Tante gestern Abend gestorben sei und er jetzt nach Baton Rouge zur Beerdigung müsse. Ich lausche natürlich sehr aufmerksam – zunächst eine sehr herzerweichende Story. Er glaubt seit heute Morgen auch an Gott und möchte davon umgehend seiner Motorradgang erzählen. Darüber hätten sie noch gar nicht gesprochen -  bisher hätte der Fokus mehr auf Alkohol, Gewalt und Frauen gelegen. Nach einer weiteren Stunde Lebensgeschichte schalte ich ab und genieße die Monotonie des Busfahrens und die immer wilder werdende Landschaft Louisianas. 


Neun Stunden später Stopp in Baton Rouge. Kurz vor New Orleans steigen noch einmal viele Passagiere ein. Neben einer Frau im künstlichen Tigerfell-Hausanzug fällt mir ein Typ auf. Er ist wie der Joker aus dem Film „Batman“ über beide Augen tätowiert und hat blaue Badelatschen mit Tennissocken bis zu den Knien zu einer kurzen Hose an. Dazu trägt er einen Leinensack über der Schulter. In New Orleans angekommen überlege ich immer noch, was ich von Gesichtstattoos im Allgemeinen und weißen Tennissocken zu blauen Badelatschen im Besonderen halten soll, als ich von meiner Gastgeberin erfahre, dass dies üblicherweise das Outfit ist, wenn Leute gerade aus dem Knast kommen. Aha. Dann macht die Tätowierung auch wieder Sinn. „The happy sad Clown“ – ein Gefängnis-Tattoo in den Staaten:


"The Joker is always smilling no matter if the card is faced down, when your cards are played and it looks as though u are losing the game remember this. Laugh now cry later."

(unglaublich gerne würde ich hier ein Originalfoto von dem Herrn präsentieren, aber irgendwas hat mir geflüstert, besser kein Foto zu machen) 


Am allercoolsten im Greyhound sind jedoch die Fahrer, die richtig fürsorglich sind. Neben ihrem Job als Fahrer sind sie die gute Seele des Busses. Meistens jedenfalls. Sie tun zwar immer recht genervt und schwer beschäftigt, aber sie passen auf, dass keiner seine Station verpennt. Passagiere mit Handicap werden persönlich aus dem Bus begleitet, verplanten Mitfahrern wird auch beim dritten Mal nochmal ganz genau erklärt, wo sie umsteigen müssen und wann sie in welchen Anschlussbus einsteigen müssen. Bei den Gepäckgrenzen sind sie auch schon mal recht großzügig, wenn zusätzlich zum Reisegepäck noch einiges an Hausrat verladen werden muss. Während einer Greyhound-Tour fährt man am Tag oft 10 Stunden zusammen, alle wollen das Beste draus machen. Selbst Fragen von Touristen aus Germany werden da beantwortet. 

Wobei die Fahrer allerdings keinen Spaß Verstehen, ist Mobiltelefonie an Bord. Wenn jemand nur kurz in sein Handy spricht, es öfters als zwei Mal klingelt oder piepsende SMS ankommen, wird man sofort freundlich aber bestimmt per Bordmikro angewiesen, das Handy auszumachen oder nach ganz hinten in den Bus zu verschwinden. Egal ob Geschäftsmann, blonder Engel, Tourist, Knasti oder Gansterrapper. Da verstehen die überhaupt keinen Spaß. Und während ich mein Handy schnell auf lautlos stelle, fänd ich das auch eine gute Maßnahme für die MVV-Busse in München. Da sollten die mal einen Greyhound-Fahrer einsetzen. Der würde da sofort für Ruhe im Bus sorgen. Herrlich – kein: „Schatzi, heute Abend Pasta oder Pizza, Kino oder Kuscheln?“, kein: „ich bin in 2 Minuten im Büro, aber wollt schon jetzt fragen, ob was Wichtiges aufgelaufen ist“. Einfach nur fahren.


Fazit: Greyhound fahren in den USA rockt. Wenn man sich drauf einlässt, ist es die Entdeckung der Langsamkeit. Nach ausgedehnten Städtetouren ist das Busfahren ein echter Segen und nicht nur für die Füße Entspannung pur. Die gleichmäßigen Bewegungen, das sanfte Schaukeln und die Möglichkeit, einfach nur den Gedanken nachzuhängen, zu dösen, zu lauschen und zu gucken – selbst die entlegensten Industriegebiete und Vororte entfalten dabei eine ganz besondere Faszination (ich muss ja diesmal nicht zu Fuß durch  http://ichweisswo.blogspot.de/2013/04/volker-in-den-usa-sound-of-suburbs.html) – ganz abgesehen von den grandiosen Landschaften, die wir durchquert haben.


Wenn einem langweilig wird, kommt man auch schnell mit den Mitreisenden ins Gespräch und man kann berichten, dass man aus Munich, Germany, ist und wo man schon überall war auf der Reise und wie toll das doch alles ist, so unterwegs zu sein. Knistern im Bordmikrofon: „It's far too loud, you drive me fucking crazy. Calm down“. Schon gut, Mister Busfahrer, bin ja ganz leise. Nächstes Mal sitze ich wieder weiter hinten. Fotos & Text: Volker Winkel

Über den Autor: Volker ist ein ein Freund von mir aus München. Er hat sich eine kleine Auszeit genommen und seinen Traum verwirklicht: einen Monat lang quer durch die USA reisen. Vom Erspartem. Für Reisefreunde berichtet er von seinen spannensten Erlebnissen. Wenn ihr Kontakt zu Volker haben wollt, dann gern einfach über mich.

Spontaner Surfkurs mit einem Vize-Europameister, Alter!

Ach, heute verliere ich mal keine großen Worte. Nur so viel: aus dem geplanten "gemütlichen" Stand Up Paddeling wurde unerwartet Surfen. Mein allererstes Mal. Und Dank der Panik, mich vor diesem gutaussehenden Mann hier (Alexis Deniel, Vize-Europameister im Longboard) komplett lächerlich zu machen, habe ich es tatsächlich geschafft, nach 25 Minuten Training für wenige Sekunden auf einem Surfbrett zu stehen. Aber seht selbst (ach ja - bitte bis gaaaaanz zum Schluß schauen!):


Surfing mit Alexis Deniel from Angie Reisefreunde on Vimeo.

Merci Alexis von 7Islandsurfclub, ich will jetzt ein Surferbabe werden! Danke an Christine vom Bretonischen Fremdenverkehrsamt für die Unterstützung und natürlich auch für die Kamerahilfe!

Gourmet-Segeltrip an der Smaragdküste

Die Kinder freuen sich. Sie jauchzen und sitzen in ihren kleinen Segelbooten der Segelschule und lassen sich auf's Wasser ziehen. Christine von Fans der Bretagne und ich schauen neidisch rüber, denn wir sind uns noch nicht sicher, ob wir gleich auch jauchzen werden. Angsthäsig wie wir sind haben wir eben gleich mal zwei Tabletten gegen Seekrankheit eingeworfen. Wer weiß...

Aber es kommt dann doch ganz anders. Die Crew, die wir treffen ist sympathisch und beruhigt uns. Den Gourmet-Segeltrip, den wir bei Cuisine Corsaire gebucht haben, hat noch jeder gesund überstanden, sagen sie. Aha. Das Team besteht aus dem Chefkoch Emmanuel Tessier und dem Kapitän Jérôme Foyer. Heute ist noch ein weiteres Crewmitglied dabei: ein Freund und passenderweise Sommelier, der ebenfalls Jérôme heißt. 

Sie sind schwer bepackt. Große Taschen voller Köstlichkeiten verkünden einen vielversprechenden Turn. Hunger hab ich auch schon, wie immer. 


Gourmetsegeln in der Bretagne / Gourmet Sailing in Brittany from Angie Reisefreunde on Vimeo.

Die Sonne knallt und färbt das Meer in ein helles grün. Darum wird die Ecke hier auch Smaragd Küste genannt. Der Anblick erinnert mich an die Seychellen. Wunderschön. 


Wir klettern auf das kleine Beiboot und der Kapitän schaut etwas mürrisch, als ich meine Kamera zücke um Bilder für mein Video einzufangen. An Publicity ist er nicht gewöhnt, aber schnell ändere ich das. Emmanuel hingegen kennt das schon. Schließlich stand er jahrelang als Souschef in der Küche eine 3-Michelin-Sterne Restaurants. Da kommt auch schon mal die Presse vorbei. 

 Wir erreichen unser Segelboot. Es ist ein wunderschönes Holzboot, betagt aber sehr gut in Schuss. Schnell weißt der Kapitän die Mitreisenden an mit an zu packen um das Boot startklar zu machen. Meine Kamera im Anschlag werde ich verschont - ich habe eh null Ahnung vom Segeln und kann kaum Backbord von Steuerbord unterscheiden. Glück gehabt! 




Per Kanu kommt dann noch ein weiterer Gast an Bord, auch er scheint ein Freund des Hauses zu sein. Er heißt Gaël. Und als wir feststellen, dass unser anderer weiblicher Gast auch Christine heißt, ist die Verwirrung komplett. Der Kapitän nennt die beiden Christinen an Bord fortan nur noch "Christine bleue" und "Christine jaune" - nach den Farben ihrer Jacken - blau und gelb.


Das wird eine lustige Runde, bin ich mir sicher. Die Segel werden gehisst, der Wind ist stetig und gleichmäßig und wir ziehen los. Emmanuel macht sich sofort an die Arbeit, bereitet seien Arbeitsplatz am Bug des Bootes vor während uns Jérôme aus der Bucht steuert. Wir nehmen richtig Fahrt auf und halten schon wenige Minuten später an einer Boje, die mir gar nicht aufgefallen war. Gaël und der Sommelier Jérôme ziehen an dem Seil - gefühlte Ewigkeiten dauert es, bis endlich ein Korb sichtbar wird, den sie an Bord hieven. Ein "geil" schießt sich aus meinem Mund hervor, als ich sehe, was sich darin befindet: ein blauer Bretonischer Hummer. Wahnsinn. Es ist zwar nur einer, Emmanuel erzählt er hätte auf zwei gehofft, aber wir sind zufrieden. 

Aber wir beginnen unseren kulinarischen Ausflug mit einem frischen Tomatensalat. Schon hier weiß ich, dass Emmanuel einen liebenswerten Gourmetfetisch hat: es steht auf Gewürze und kombiniert diese so geschickt, dass ich bei jedem Bissen der folgenden Gänge laut seufzen muss. Es folgen frische Austern, kleine Süppchen, ein Jakobsmuschel Carpaccio und und und... Ich kann kaum noch mitzählen. 



 Dazu reicht uns der Sommelier passende Weine und die Natur der Küste formt die schönste Kulisse. Wie im Traum. Zum krönenden Abschluss an Bord wird der Grill angeschmissen und Emmanuel bereitet den Hummer vor. Ich kann nicht hinschauen, zugegeben ist Genuss ja oft - wie auch hier - mit Grausamkeit verbunden. Ich weiß, dass das schlecht ist, auch für mein Karma  - und wie immer nach so einer Reise werde ich „raw vegan“ leben. 

Wir laufen in den Hafen von Cancale ein und können sprichwörtlich zusehen, wie sich das Meer schnell zurückzieht. Ebenso hurtig müssen nun wir das Boot fertig machen und zusehen, dass wir Land gewinnen. Gaelle zaubert irgendwo ein kleines Gummiboot hervor und bringt uns zügig an die Treppe der Kaimauer. Innerhalb von wenigen Minuten sind wir alle oben, der Kapitän verlässt natürlich das Boot als letzter.

Aber ein echtes Gourmetessen ist kein richtiges Gourmetessen, wenn nicht noch ein Dessert gereicht werden würde. Emmanuel hat dies für die Kaimauer vorbreitet. 

Frische Erdbeeren, süß und saftig, wie sie sein müssen und dann auch noch ein Curry Macaron, der mir die Sprache verschlägt. Dafür, finde ich, hat er sich einen Platz in meine "Kiss a Chef" - Galerie verdient. 

Und wie schafft man es, mit sieben Personen wieder zurück zur ersten Anlegestelle zukommen? In einem ganz normalen Auto? Auf die bretonische Art. Ungewöhnlich. Aber seht selbst. Ein perfekter Abschluss für einen perfekten Ausflug - nur die Tabletten hätte ich sicherlich nicht gebraucht.

Merci an meine Mitreisenden, dem Team von Cuisine Corsaire und natürlich dem Bretonischen Fremdenverkehrsamt für die Unterstützung. 


In einer Stunde zum Crêpe Diplom

Géraldine strahlt mich mit ihren leuchtenden Knopfaugen an. Sie trägt ein Tuch im Haar. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern bändigt auch noch ihre wilden Locken. Eine Schürze mit ein paar Mehlflecken darauf verrät, dass sie just eine neue Portion Teig zubereitet hat. Sie ist die Inhaberin der Crêperie du Port in Saint-Quay-Portieux. Schnuckelig ist das Örtchen. Ein kleiner Hafen, bunte Häuschen, in der Bucht spielen Kinder Fußball. Jetzt bei Ebbe liegen die kleinen Boote auf der Seite. Es sieht aus als halten sie ein Nickerchen. 

Géraldines Crêperie befindet sich genau an der Hafenpromenade. Ein einfaches und ganz typisches Lokal. Karierte Tischdecken, hübsche Dekoration und ein verlockender Duft, der im Raum schwebt. Es gibt natürlich vor allem Crêpes und deren herzhafte Schwestern aus der Bretagne: Galettes. Auch gern Farine au Sarrasin genannt. Die werden aus Buchweizenmehl hergestellt und fast ausnahmslos mit allerlei Salzigem belegt. Das erfahre ich alles von der zauberhaften Géraldine, die mir nach einer servierten Breizh Cola eine Schürze umbindet und mich mit hinter ihre Herdplatten zieht.



Der Galette-Teig, erklärt sie mir, muss zwei Tage im Kühlschrank gehen. Dann gärt der Teig leicht und quillt auf. Und dann entstehen auch beim Backen die typischen kleinen Luftlöcher im Galette. Der Crêpe Teig hingegen muss frisch zubereitet werden. Sie ist schon ganz in ihrem Element, Teigschüssel vor der Brust, Holzlöffel in der Hand. Sie schlägt den Teig noch einmal kräftig durch. 




Die Platten vor denen wir stehen sind schon heiß, das kann ich fühlen. Sie nimmt ein Küchenpapier, tränkt es in eine Schüssel mit Speiseöl und bestreicht damit schnell eine Platte. Mit der linken Hand, verrät sie mir, hält man die mit Teig gefüllte Kelle, mit der rechten hält man den Rateau (oder Rozell in bretonisch), das typische T-förmige Holzstöckchen um den Teig auf der Platte zu verteilen. Sie macht es mir einmal vor. Galant sieht das bei ihr aus. Kurz den Teig verstreichen, zack zack. Ein paar Sekunden warten, dann mit dem Spachteln lockern und schwupp die wupp wenden. 


„Einfaches Ding“ denke ich in meinem nicht mehr jugendlichen Leichtsinn und versuche es. Und scheitere schon in den ersten Sekunden kläglich. Ich bin zu lahm oder zu doof, den Teig ordentlich zu verstreichen. Es ist ein Desaster. Ich habe den hässlichsten Galette der Welt gebacken. Géraldine beömmelt sich. „Die ersten Galettes bekommt in der Bretagne immer der Hund“ sagt sie. Auch mein zweiter Versuch ist eine vollkommende Katastrophe. Um nicht noch mehr Teig zu vergeuden, bitte ich meine Crêpe Lehrerin, mir die rechte Hand zu führen.



Bis ich dabei endlich kapiere, dass man den Teig in schnellen zackigen Bewegungen verstreichen muss. Dritter Versuch allein: schon besser. Der vierte klappt dann endlich und wird als „Galette complette“ zunächst einmal gewendet, dann mit einem frischen Ei, darum Käse und Schinken belegt, serviert. Und natürlich weil ja bretonisch noch mal ordentlich mit gesalzener Butter bestrichen. Es schmeckt köstlich. Die Crêpes dagegen sind ein Kinderspiel. Der Teig ist viel elastischer und lässt sich besser verteilen. Ich toppe ihn mit gesalzener Butter und Zucker und einmal mit caramal au beurre salé, der überall erhältlichen Süßkram-Droge der Bretagne.


Ich bin zu Recht stolz. Um ein echter Profi zu werden, braucht man allerdings einen ganzen Monat. Immerhin habe es in einer Stunde zu einem Diplom geschafft, dass mir Géraldine feierlich überreicht. Dennoch will sie nicht mitessen. Im Frühling, am Anfang der Saison, wenn sie ihren Laden öffnet, hat sie noch den Jieper und isst jeden Tag ihre eigenen Galettes und Crêpes. Später in der Saison muss sie zwangspausieren, denn die Madame Galette und der Monsieur Crêpe sind nun mal nichts Leichtes. Ach ja, und wie das Rezept für die Galettes lautet, will ich noch zu Verabschiedung wissen. Sie lacht herzlich. „Ganz einfach“: Buchweizenmehl, Eier, Salz und Wasser und dann zwei Tage stehen lassen. Es ist eben eigentlich ein Arme-Leute-Essen. Voilà.

Merci Géraldine &
"ar c'hentañ (das heißt bis bald und ich habe es von einem Fan der Bretagne gelernt! Und Danke an das Bretonische Fremdenverkehrsamt für die Einladung zu diesem großen Spaß!