Mein Niedersachsen

Unterwegs in meiner Heimat

Italien Wochen!

Mailand, die Lombardei und Emilia Romagna

Sommer in London

Sonniger, günstiger und schöner als gedacht

Mein Neuseeland

Meine Abenteuer am schönsten Ende der Welt

New York: Die besten Tipps von Locals

Schön, wenn man Freunde hat, die sich auskennen

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Die coolste Kleinstadt Amerikas

Berlin in Maryland

Zum Meer, zum Meer ....

Auf dem zur Küste von Virginia

4,3,2,1... mein Geburtstag im Camper

Party auf vier Rädern, durch drei US-Staaten, mit zwei Freunden und einer Erkenntnis

Sweet home Alabama?

Abseits von Bluebell - kein Hart of Dixie

Buntes Mississippi

Roadtrip Südstaaten - auf den Spuren der Natchez Indianer

Das schwere Erbe der Südstaaten

Erste Einblicke hinter die schönen Kulissen

Mein Amerikanischer Traum

Roadtrip durch die Südstaaten der USA

Das Essen auf den Philippinen

Eine kulinarische Rundreise mit Reisefreunde

Von Delfing-Babies und Zicklein

Meine Tour ins Paradies nach Pamilacan

Ein perfekter Tag auf Bohol

Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen

Warum ich auf Palawan im Knast gelandet bin

Und was PSY damit zu tun hat

Banaue: Der Schatz von Tan An

Reisen macht glücklich

"Don't be instant tourists"

Meine magische Begegnung mit Virginia, einer Reisbäuerin in den Philippinen

Betrübt nach Banaue

Unglück und Glück liegen manchmal nah beieinander

Sagada - wo die Särge hängen

Beste Aussicht für freie Seelen

Vigan, alte Stadt mit jundem Herz

Der Ort, an dem die Menschen mein Herz im Sturm eroberten

Die Philippinen - endlich!!!

Erster Stop: Tanz auf dem Vulkan Pinatubo

Reise durch Jordanien

Am Toten Meer und durch die Ruinen von Petra

Shanghai - eine erste Annäherung

Auf der Suche nach dem alten Shanghai

Inselhopping auf den Malediven

Und warum in meinem neuen Domizil ein Sofa im Sand steht

Kapstadt: Unterwegs mit der Condor Crew

Ihre besten Tipps für die Metropole Südafrikas

Mein Tag als Flugbegleiterin bei Condor

Nenn mich bloß nicht Saftschubse

Curacao: Ich mach dann mal blau

Auftakt zu einer bunten Reise

Mein Wochenende in Brügge

Eine überraschend schöne und ruhige Stadt

Unendliche Weiten

Mein Bilderbuch Amerika - aus der Windschutzscheibe

Hit the road, Gigi

Zum ersten Mal in meinem USA Road Trip Wohnmobil

Heartland USA: Start ins Abenteuer

Und am liebsten gleich alles nochmal...

Singapur - im Streetfood Himmel

Einen ganzen Tag lang nichts als bestes Essen...

Schatzsuche im Bretonischen Meer

Und man denkt, man ist in einem Film gelandet

Ein Sommer-Wochenende in Glasgow

Das coolste Hotel und die besten Locations in der schottischen Metropole

Lissabon

Die letzten Regentage haben mal wieder bewiesen: man sollte möglichst oft den Längen- und Breitengrad verlassen und sich ein wärmeres Plätzchen suchen. Zumindest für ein paar Tage. Lissabon eignet sich hervorragend dazu. Die milden Winter machen aus der Stadt eine Ganzjahresdestination, die restlichen Annehmlichkeiten sind sozusagen nur noch der Schlagobers: Weltschmerz, wirklich coole und sehr ausgefallene Shoppingmöglichkeiten, die süße ruckelnde olle Tram - und wie später unten eingehend beschrieben - einer der Reisegründe schlechthin: Pasteis de Nata.




Schlafen:
Casa do Bairro B&B and Apartments
Das schöne Bed & Breakfast liegt im Bezirk Santa Catarina, nur fünf Minuten vom touristischen Bairro Alto entfernt. Sieben Gästezimmer gibt es, allesamt liebevoll renoviert und eingerichtet, alle mit Klimaanlagen. Zum Frühstück gibt es selbstgemachte Marmeladen, hausgebackene Kuchen und alles was das Herz begehrt. Serviert wird entweder im Hof oder auf der Terrasse. Die netten Besitzer des B&B sind oft dabei und verraten gern die besten Tipps für ihre Heimatstadt. Man fühlt sich wie zu Hause.


Hertiage Av Liberade
Ein sehr schönes, hübsch dekoriertes Hotel in Top Lage mitten in Lissabon. Die Mitarbeiter sind umwerfend freundlich und hilfsbereit, der Service stimmt. Natürlich sind hier die Preise höher als im kleinen  B&B weiter oben, aber dafür gibt es auch ein bißchen mehr Luxus. Von einigen Zimmern schaut man auf die berühmte Tram 28, die sich den steilen Berg hinaufkämpft. Wer für sein Wohlbefinden auf einen Pool nicht verzichten kann: das Hertiage Av Liberade hat einen im Keller.




Essen:
Portugiesen sind ja nicht so sehr für die Qualität ihres Essens gekannt. Aber natürlich gibt es, wie immer auf der Welt, ein paar Ausnahmen und diese findet ihr hier.


Alma-Henrique Sa Pessoa
Henrique Sa Pessoa ist wohl einer der vielversprechensten Köche Portugals. Als er sich 2009 entschied, sein eigenes Lokal aufzumachen, wusste er noch nicht, wie sehr seine kulinarische Bombe einschlagen würde. Das Design ist für Lissabon einzigartig, ganz in Weiß, elegant, puristisch. In seiner Küche wird, trotz allen und auch unseren Unkenrufen, portugiesisch gekocht - und das perfekt. Das Probiermenü mit Gerichten aus der modernen portugiesischen Küche lohnt sich besonders. Tolle Atmosphäre, netter Service, gute Weine - was braucht man mehr für einen gelungenen Abend?


Casa Pasteis De Belem

Kein Restaurant, aber ein echtes Muss während eines jeden Lissabon Besuchs. Aber nicht, dass ihr sagt, wir hätten euch nicht vorher gewarnt: Hier ist die pure Sünde zuhause. Die  ist süß, klebrig, macht süchtig und dick. Name: Pasteis de Nata. Ein kleines, unschuldig daherkommendes und völlig harmlose aussehendes Puddingteilchen, dass es faustdick hinter den Ohren hat. Lecker, lecker, lecker! Das lange Anstehen lohnt sich - und bitte keine falsche Bescheidenheit, jeder kauft hier mehr als drei Teilchen.


Solar dos Presuntos
Ihr wisst ja mittlerweile, dass ihr es hier mit echten Fischfreunden zu tun habt (hey, das könnte ja unser neuer Blog werden: FISCHFREUNDE, wo es die besten Fischbörtchen gibt).  Diesen Laden hier gibt es seit Mitte der Siebziger. Auf drei Stockwerken wird bester Fisch und die leckersten Meerestierchen serviert. Alles in ausgezeichneter Qualität, immer frisch. Die Atmosphäre ist lebhaft, der Service sehr freundlich. Einziges Manko: die Aussicht fehlt, aber die kann man bei den guten Gerichten auch getrost vergessen. Rechtzeitig reservieren!!!

Cornwall Food & Drink Festival

Cornwall, am äußersten südwestlichen Ende von Groß Britannien, war jahrzehntelang vor allem für zwei Dinge bekannt: 1. Rosamunde Pilcher Schmonzetten und 2. für Cornish Pastry. Letztere kann übrigens wirklich sehr lecker sein, aber dazu später. Ansonsten war Land's End einfach nur schöner, wärmer und sonniger als die sonstigen Ecken des Königreichs. Kulinarische Höhepunkte suchte man hier vergebens. 


Dann kann die "Food Gentrification", also die kulinarische Flutwelle, die die ganze Insel dank Jamie Oliver und Co vor einigen Jahren überschwemmte. Mittlerweile findet man hier, wo sich die Reichen des Landes niedergelassen haben, einige der besten Restaurants, und Foodies aus der ganzen Welt pilgern in diese Ecke. Statt wie früher (ich weiß es aus eigener Erfahrung) gehen die wohlhabenden Damen dieses Landstrichs heute eher zu exquisiten Kochkursen, als am Nachmittag zur "French Class". 


Einmal im Jahr feiert Cornwall in Truro sein kulinarisches Erwachen in dem "Cornwall Food and Drink Festival". Es gibt lokale Schmankerl, zum Beispiel Burger mit Fleisch von Rindern, die ausschließlich die saftig bewachsenen Klippen im Nachbarort St. Ives abgegrast haben oder Crabby Jacks' delikate Krebssandwiches, die Tierchen direkt vor der Küste gefangen. Natürlich dürfen auch die berühmten Cornish Pastrys nicht fehlen. Wer diese nicht kennt: das sind wie in diesem Fall süchtig machende Teigtaschen, gefüllt mit allem, was das Herz begehrt. Früher triefend vor Fett, wie von einem schlechten Weihnachtsmarkt-gefüllte-Pizza-Stand, heute ein Gedicht. Die besten kommen von der Bäckerei Rowes, die natürlich in Truro auch sonst eine Filiale haben. Bestens zu erkennen an der langen Schlange um die Mittagszeit, Victoria Square mitten in der Stadt.


Auf keinen Fall auslassen sollte man Cream Tea. Noch nicht in UK gewesen und nur davon gehört? Alles dies ist schon ein Grund, sich die Insel genauer anzuschauen. Im besten Fall (wie während dieses Festivals zum Beispiel) sind das noch leicht warme Scones, weiche, krustenlose, süße Brötchen, getoppt mit einem dicken Schlag Clotted Cream (dicker Rahm) und Erdbeerkonfitüre. In Cornwall selbst kommt zuerst die Marmelade aus die Scones und oben drauf die Clotted Cream. Natürlich trinkt man dazu Tee. Auf dem Festival serviert von Tregothnan, Gründungsjahr 1335. Nur mal so zur Info.


Das volle Programm ist in wenigen Tagen HIER zu finden. Eine wirklich nette Hotelauswahl wurde aber schon online gestellt, also nichts wie ran an die Tasten und ab nach UK.

Marseille

Marseille war einst der Bad Boy unter den fanzösischen Städten. Das ist längst nicht mehr. Dennoch ist die Stadt eher arabisch als französisch, so elegant wie Bordeaux oder Paris wird Marseille nie sein. Aber.... wenn die Sonne scheint, eine Brise vom Meer rüberzieht, die ganze Stadt am alten Hafen in den Cafés hockt, Pastis schlürft, den Fischern beim Verkaufen zuschaut, dann ist das Leben schön.  


Bonne nuit:
Radisson Blu Hotel
Wie ihr wisst, sind wir kein großen Fans von Kettenhotels. Aber: in diesem Haus habe ich schon mehrfach während meiner Dienstreisen nach Marseille übernachtet - und hey, ich fand's hier wirklich okay. Vor allem die Lage direkt am Hafen ist toll. Die Zimmer sind groß und der Service wirklich freundlich. Wie gesagt: Charme gibt es woanders, aber für einen Wochenendtrip ist das Haus eine gute Lösung.


Au Vieux Panier
Ein solches Quartier der ungewöhnlichen Art findet man hier: Ein schönes, eigenwilliges, neues Bed and Breakfast. Die fünf verschiedenen Zimmer sind von fünf verschiedenen Künstlern gestaltet. Alle acht Monate werden sämtliche Räume umgestaltet. Kein Stillstand. Eine tolle Idee. Die Räume sind unterschiedlich groß und haben unterschiedliche Ausstattungen.  Das Frühstück gibt es bei schönem Wetter auf der Dachterrasse.



Essen:

Denkt man an Marseille, denkt man an die berühmte Bouillabaisse. Früher eine einfache Suppe mit Fischresten, heute eine teils extrem teure Delikatesse, weil nur das Beste aus dem Meer verwendet wird, bzw. verwendet werden sollte. Bitte nicht den Fehler machen und einer der billigen Bouillabaisse rund um den Vieux Port bestellen, die manchmal für unter zwanzig Euro angepriesen werden. Es lohnt sich nicht. Wer noch nie Bouillabaisse gegessen hat, wird sich wundern, wenn zunächst die verschiedenen Bestandteile der Bouillabaisse getrennt aufgetischt werden: auf der einen Seite der Fisch, die Bouillon bleibt auf einer separaten Heizplatte. So kann jeder nach seinem ganz persönlichen Geschmack Fisch und Bouillon zusammen, oder von getrennten Tellern genießen. Der Fisch sollte stets vor den Gästen filetiert werden, dazu werden die Sauce/n (Rouille und/oder Aïoli) serviert. Über die Frage, wo es die Besten gibt, streiten sich seit Jahren die Geister,wirklich hervorragende Bouillabaisse aber gibt es mit Sicherheit hier:
l'Epuisette
Chez Fonfon
Miramar


Andere Restaurant-Empfehlung:
Chez Toinou
Austern, Hummer, Krebse, Seeigel und sonstige Meeresfrüchte kommen hier frisch, von hoher Qualität und recht günstig auf den Tisch. Das Restaurant liegt nur wenige Schritte vom Vieux Port entfernt, und bietet jedem Fischfreund eine große und herrliche Auswahl. Das Lokal wird von Einheimischen aber auch von Touristen frequentiert. Daher ist es hier immer brechend voll. Ohne eine Reservierung kann es abend schwierig sein, einen Tisch zu bekommen.






La Cote de Boeuf
Ja, Reisefreunde wissen, dass ihr nicht alle solche Fischfans seid, wie wir. Darum hier natürlich der ultimative Fleischesser-Glücklichmachtipp. Ob natürlich ein Cote de Boeuf, deftige Fleischpasteten, auf der Zunge schmelzende Fois Gras, würziges Frikasse, knusprige Rippchen, saftige Steaks, getrüffeltes Filet oder Nierchen. You name it, hier werden Vegetarier weinen und Fleischesser glücklich sein. Dazu sehr freundliche Kellner, die - man höre und stauen - selbst Touristen, die kaum ein Wort französisch reden, die Karte geduldig übersetzen. Ein Traum in Madeirasoße! In Vieux Port Nähe. Unbedingt reservieren. Adresse: 35 Cours Honoré d'Estienne d'Orves, 13001 Marseille Telefon: 0033 -4 91 33 00 25


Caravelle
Zum Frühstücken, zum Lunchen, zum kostenlos Tapas knabbern. Hier muss man Glück haben: denn es gibt nur wenige Top-Plätze und die sind auf dem Balkon direkt mit Blick auf den schönen Vieux Port. Abend läuft hier Jazz und man fühlt sich très bohemian, wenn man sich hier ein Plätzchen gesichert hat. Der Laden liegt im oberen Stockwerk, man muss durch das Hotel Bellevue gehen, um den Eingang zu finden. Oder natürlich fragen. Keine eigene Website, nur eine Facebook Seite. Adresse: 34 quai du Port, Marseille

Mailand

Shoppingsüchtige, Foodies, Fussballfans, Opernfreunde - alle treffen sich in einer Stadt: Mailand. Das unternehmerische Herz Italiens ist ein Mix aus neuesten Trends und Klassik in Sachen Kunst, Musik und Architektur und natürlich tonangebend in Modefragen. Mailand ist "moralische Hauptstadt" Italiens, hier fliesst das Geld, hier sitzen die Querdenker und die einflussreichsten Unternehmen des ganzen Landes. Nur Silvio B. will hier nicht sein, vielleicht ja genau deshalb oder weil die Donne südlich von Mailand einfach più belle sind und weniger anhaben?

Kommen wir erst einmal zum Shoppen: In Mailand sind die besten Adressen um den Dom zu finden. Direkt hier liegt die wundervolle Galleria Vittorio Emanuele II, wohl die bekannteste Einkaufsmeile ganz Italiens, in der übrigens der Campari erfunden wurde. Gigantisch, prachtvoll, teuer oder auch billig. Hier gibt es alles. Aber auch Richtung Piazza Duomo, der Piazza Cavour und der Piazza San Babila kann man gut Geld ausgeben. Die Kreditkarte sollte besonders in der Via della Spiga nicht gezückt werden: gefährlicher Luxus-Alarm.

Viel weniger Geld gibt man daher am besten in den Outlets der Stadt aus. Hier ein paar Adressen:
Via Fratelli Brozetti 16

Via Monte Napoleone 26

Via Vittor Pisani 12/A

Gucci Outlet

Piazza della Dalle 9



Wo ist denn sonst noch was los?
Beliebt sind die Viertel Brera, Naviglio und Isola.

Brera ist klasse, wenn man Barhopping, schöne Menschen und schöne Drinks mag. Brera ist einer der exklusivsten Viertel von Mailand, mit einer Atmosphäre, die leicht an Paris erinnert, mit ausgefallenen Boutiquen und kleinen Designern. Navigli ist das Viertel der Kanäle. An der Ripa die Porta Ticinese gibt es jede Menge Restaurants und Märkte. Direkt am Wasser an der Via Ascano Sforsz entlang gibt es auch unzählige Bars und Kneipen.

Das aufstrebenden Viertel Isola, das sich seit drei Jahren seinen Ruf als trendy erkämpft, liegt im Norden der Stadt. Ein Ort voller Künstler, die hier Fuss gefasst haben, hat den gesamten ehemaligen Arbeiterstadtteil einmal umgekrempelt - und das in nur zehn Jahren. Isola wird als der nächster Mode- und Möbelhotspotsgehandelt. Tolle Bars und Kneipen. Wenig Touristen.

Schlafen:
Bed & Breakfast Porta Garibaldi ist ein kleines privates Apartment, im vergangenen Jahr renoviert und neu eingerichtet und liegt mitten drin in Mailand. Nur wenige Schritte entfernt von den angesagten Kunstgalerien in Brera und nah an dem modischen Epizentrum vom Corso Como und dem Bezirk Isola. Das B&B ist voll ausgestattet (Schlafzimmer, Küche, Bad, kleiner Wohnbereich) und es gibt neben kostenlosem Wifi sogar Fahrräder, falls es jemanden gibt, der sich damit durch Mailand traut.

Enterprise Hotel: Die Einrichtung ist modern und elegant. Ideal für einen Citytrip. Das Personal ist freundlich und sehr hilfsbereit. Das Haus liegt zwar nicht direkt im Zentrum aber mit Straßenbahnlinien sehr leicht erreichbar. Die Zimmer sind groß und hübsch eingerichtet, das Frühstück ist untypisch für Italien: die Auswahl ist wirklich riesig und hervorragend. Aber wie immer unsere Meinung dazu: draußen in irgendeiner Bar schmeckt ein einfaches Cornetto mit Café von Guiseppe, Pepe oder Claudio trotzdem tausendmal besser. Apropos....

Essen:
Wie die meisten Küchen im Norden eines Landes ist auch die lombardische Küche eher deftig und bodenständig. Eintöpfe sind beliebt, zum Beispiel die Zuppa Pavese (eine Art Brotsuppe). Auch mögen die Lombarden gerne paniertes Fleisch, eine Tradition aus österreichischen Herrschaftszeiten (Sissi?). Einige der auch bei uns bekanntesten Gerichte der Region sind das Ossobuco,die typische Polenta, verschiedenen Käsesorten, wie Mascarpone und natürlich das gelbe Risotto. Wobei der Reis teilweise sogar aus der Region stammt.

Luini
Italienische Bäckerei mit Fastfood-Versorgung: hier gibt es für den kleinen Hunger zwischendurch die beliebten Panzerotti, eine Hefeteigtasche gefüllt mit allerlei italienischen Schweinereien wie Mozzarella, Parmaschinken, Spinaci, Funghi oder watt weiß ich. Es gibt über dreißig verschiedene Sorten. Gegen Mittag (13:00h) ist die Schlange und damit die Wartzeit länger. Luini findet man links vom Dom beim Kaufhaus Rinascente in einer kleinen Gasse hinter dem Kino.



Brellin
Regionale Küche mit Aussicht. Das Restaurant liegt im oben beschriebenen Viertel Naviglio direkt am Canal Grande, in einem ehemalien Waschhaus aus dem 18. Jahrhundert. Hier gibt es die lange verschmähte lombardische Küche: Cremiges Risotto Milanese, grandioses Ossobuco, politisch unkorrektes Kalbsschnitzel und wirklich hervorragende Desserts der Region. Alles köstlich und netter Service.



Trattoria del pescatore

Ja, man ist ja nicht am Meer, aber natürlich wird die Metropole dennoch nicht mit Fisch unterversorgt. Hier in der Trattoria del Pescatore im Südosten der Stadt auf jeden Fall gibt es den besten Hummersalat weit und breit. Wer da auch immer in der Küche steht: die Jungs können was. Nur die frischeste Zubereitung, nur die beste Qualität. Das Ambiente ist maritim, aber einfach, die Atmosphäre familiär. Ein Knaller ist auch das frisch gebackene Pecorino Brot. Ohne Reservierung KEINE Chance.

Prag

Let's face it, der Sommer geht, der Herbst kommt. Das ist die perfekte Jahreszeit, um mal wieder nach Prag zu reisen. Die tschechische Hauptstadt passt einfach mit ihrem morbiden Charme genau in diese Reisezeit. Die "Goldene Moldau-Stadt", um gleichmal zwei Klischee-Namen ins Spiel zu bringen, hat sich in den letzten Jahren mal wieder stark gewandelt, ist moderner und schneller geworden, natürlich auch konformer. Aber: ein bißchen Mystik und alten sozialistischen Pathos konnten sich halten. Genau diese Mischung macht den Reiz aus, also nichts wie hin.

Schlafen:
Mosaic House
Das ganz neue Designerhotel (Eröffnung war im Juni 2010) liegt mitten in der Stadt, nah dem Nationaltheater und in Laufweite zur Karlsbrücke in der Nové Město, also in der neuen Stadt. Das Haus hat einen ganz normalen Hotelbetrieb mit Doppel- oder Einzelzimmern, ist aber auch ein Hostel mit Mehrbettzimmern. Unten ist derzeit Party in der Bar angesagt, also lieber in die oberen Etagen ziehen, wenn man nicht so darauf steht.


Design Hotel Sax
Vintage heißt hier das Zauberwort - das Hotel Sax ist nicht ganz so neu, dafür aber wirklich cool. Die Einrichtung ist komplett retro, orangefarbene Plastiksessel stehen vor wild gemusterter Tapete. Auf Service wird hier besonders viel Wert gelegt. Zum Beispiel gibt es in jedem Zimmer einen Laptop mit kostenlosem Internetanschluss. Das Hotel liegt direkt unterhalb der Prager Burg, das Personal ist freundlich und das Frühstück ist sehr gut.

Essen:
"'Dobrou Chut" heißt es in Tschechien, bevor man mit dem Essen beginnt. Die Küche diese Landes ist ja eigentlich nichts für Vegetarier oder für Menschen auf Diät. Das Essen ist reichhaltig und herzhaft, Kartoffeln und Fleisch spielen hier die große Hauptrolle: zu den Spezialitäten gehören deftige Suppen, Schweinebraten mit Knödel und Sauerkraut, gefüllte Knödel, fette Würste und Apfelstrudel etc. Auf fast jeder Karte findet man Vepro, Knedlo und Zelo - Schwein, Knödel und Kohl. Natürlich ist auch in Tschechien mittlerweile bekannt, dass so viel Fett nicht wirklich gut ist, und leichtere Gerichte haben Einzug gehalten. Nichts destro trotz. Einmal wenigstens sollte man sich den tschechischen Verlockungen hingeben (ihr wisst schon, einmal ist keinmal...).

 Terasa U Zlate Studne’s
Man kann sich gar nicht entscheiden, was hier besser ist. Die wunderbare Aussicht über die Altsdtadt von Prag oder das Essen. Dieses Restaurant ist auf dem Dach eines Hotels untergebracht, den tollen Blick gibt es wirklich von jedem Platz. Bei gutem Wetter ist die Dachterrasse geöffnet, einen Tisch auf selbiger sollte man allerdings reservieren. Das internationale Essen ist genauso exquisit wie die Lage, Küchenchef Pavel Sapík hat schon manche Medaille und Auszeichnung an den Wänden hängen. Zu Recht.


Café Savoy
Hier lebt die alte Kaffeehaustradition! Im Café Savoy, am Újezd auf der anderen Seite der Moldau gegenüber dem Nationaltheater gelegen, kann man den ganzen Tag verbringen. Manche tun dies sicher auch, denn hier ist es immer voll und so lecker. Es gibt tolles Frühstück und vor allem wirklich gutes tschechisches Essen. Goulasch, tolle Suppen, Prager Schinken, Knödel in allen Varianten und natürlich auch Schnitzel stehen auf der karte. Das Personal ist schier unfassbar freundlich und versteht seinen Job. Und dann erst die Decke!

Jan Paukert
Schnell, gut uns günstig kann man hier im ältesten Delikatessengeschäft von Prag essen. Jan Paukert, der Gründer, gilt als Erfinder der „chlebíčky“, der kleinen, phantasievollen Brote, mit unterschiedlichen Leckerein belegt werden. Vorne werden Feinkost und Weine aus aller Welt verkauft, hinten an Stehtischen wird lecker gegessen. Adresse: Národní 17, Prag

Danke, Mahu... :-)

Umbrien

Das Netz ist voller Wissen. Wir sind auf Federica und Gabriele aus Umbrien aufmerksam geworden, die mit viel Hinhage über ihre Heimat in Italien in ihrem Blog UmbriaLovers schreiben. Umbrien hat als einzige Region Italiens keinen Zugang zum Meer, dafür aber wirklich wunderschöne Landschaften mit üppigen Kastanien- und Ulmenwäldern und atemberaubenden Bergpanoramen. Perugia, die Hauptstadt ist nicht nur Heimat der berühmten Baci, sondern gilt als eine Hochburg der italienischen Kunst und Architektur. Wir wollten ein bißchen mehr über die Region erfahren und haben den beiden Umbria Lovers, Federica und Gabriele ein paar Fragen gestellt (und übersetzt, weiter unten das Originalinterview auf Englisch). Hier ihre Tipps für Umbrien:

Was macht Umbrien so speziell und anders als andere Regionen in Italien?

UmbriaLovers: Umbrien ist laut Werbeslogan “das grüne Herz Italiens” – und das stimmt. Vor allem ist Umbrien authentisch. Es gibt hier Leute, die haben schon immer hier gelebt, im selben Dorf, im selben Haus, von Anfang an. Sie hüten unsere Tradition. Ihr Wissen und ihre Geschichten machen Umbrien einzigartig in Italien. So kann auch jeder Tourist, der hierher kommt, etwas über die alten Traditionen dieser Region lernen.


Ihr schreibt natürlich auch über das Essen aus Umbrien. Habt ihr ein Lieblingsrestaurant?
Das ist schwierig. Es gibt so viele gute Restaurants hier. Aber es gibt ein Lokal, das uns besonders gefällt, das “Faliero”. Das ist um genau zu sein eigentlich kein Restaurant, sondern eher eine ganz einfache umbrische Trattoria, in dem gleich eine ganze Familie hinterm Herd steht. Das Lokal liegt am Ufer vom Trasimenischen See und hat draußen eine große Terrasse mit wunderschönem Blick auf den See. Hier kommen viele Einheimische her und bestellen die “Torta al testo”, das ist ein Umbrisches flaches Brot, so ähnlich wie Pizza, allerdings mit Schinken, Käse, Würstchen oder anderen Dingen gefüllt. Und im “Faliero” gibt es einfach die besten. Das Lokal wird auch “La Maria” genannt, weil eben Maria hier die Torta al testo macht. Wir mögen den Laden, der hat schon fast Event-Charakter, denn es geht hier nicht nur um’s Essen- das Lokal selbst ist ein echtes Erlebnis.

Könnt ihr unseren Lesern auch ein Hotel empfehlen?
Viel lieber als ein Hotel möchten wir den Agriturismo empfehlen. Wir denken, dass man hier Umbrien am besten kennenlernt. Man wohnt auf einem Bauernhof und ist sozusagen Teil der Familie, bei der man wohnt. Es gibt so viele dieser Höfe, so dass wirklich jeder nach seinem Geschmack etwas finden kann. Manche haben Weinberge, so dass hier Weinliebhaber durch die Reben wandern können, bei der Herstellung zuschauen können und sicherlich auch eine Probe machen können. Und genauso gibt es hier Höfe, die auf die Herstellung von Olivenöl spezialisiert sind, oder die Pferde halten – auf jeden Fall ist man nicht nur nah dran, sondern auch dabei.

Welches umbrische Rezept eurer Großmutter sollte man kennen?
Ja, wie gesagt – die Torte al testo, das flache gefüllte Brot. Zutaten. Wasser, Mehl, Salz, Hefe- es wir in einem testo (testo=Backform), einer Pfanne aus Eisen gebacken, man kann aber auch eine normale Pfanne verwenden. Das Rezept ist sehr einfach, wir haben ein Video gemacht, das sagt mehr als tausend Worte.  HIER VIDEO ANSCHAUEN!



Welche Sagre (lokale Dorffeste) in Umbrien sollte man nicht verpassen?
Im Sommer gibt es unzählige Sagre. Fast jedes Dorf organisiert so ein Fest. 400 davon gibt es allein in der Zeit von Mai bis Oktober. Die Sagre sind toll, weil man günstig regionales traditionelles Essen probieren kann. Pro Person nicht mehr als 12/15 Euro für ein komplettes Essen und Wein. Wir empfehlen die Sagra in Solomeo (dort ist der Sitz der Cashmere Firma Brunello Cucinelli), weil es hier das beste Essen gibt. Die Sagra findet normalerweise im August statt. Eine andere empfehlenswerte Sagra ist die in Fontignano (15 Minuten von Perugia entfernt), die ist auch großartig. Wenn ihr nach Umbrien kommt, sucht euch einfach ein Sagre aus – ihr habt bestimmt Spaß. Unser Tipp: am besten spätestens bis 19:30h kommen, einen Platz reservieren und bestellen, die Sagre sind beliebt und es kommen viele Leute!


Seit wann bloggt ihr eigentlich und warum?
Wir haben unserer Blog UmbriaLovers im August 2009 gestartet, aber richtig ernsthaft sind wir seit November dabei. Die Mitarbeit für eine Schokoladen-Messe in Perugia hatte uns im September und Oktober so vereinnahmt, dass wir außer Schokolade essen keine Zeit mehr zum bloggen hatten. Wir bloggen vor allem, weil wir unsere Region lieben und diese Leidenschaft mit der Welt teilen wollen, außerdem wollen wir Leuten, die nach Umbrien kommen, helfen, hier was tolles zu entdecken.

Federica and Gabriele vielen Dank für eure Zeit, Bilder und Tipps!
Follow UmbriaLovers at http://twitter.com/UmbriaLovers
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The internet is full of knwoledge. We stumpled upon the italian couple Federica and Gabriele from Umbria, who are writing passionately about their home region in Italy in their blog UmbriaLovers. Umbria is the only region in Italy without a coast to the sea, but it has breathtaking mountainous views, lush chestnut groves and elm forests.
Perugia, the capital of Umbria is home to the famous Baci chocolates, and often called the Chocolate City, but is also stronghold of italian art and architecture. 

We wanted to learn a little more and asked UmbriaLovers Federica and Gabriele some questions. Here are their recommendations for their country:

What makes Umbria so special and different from other regions in Italy?
UmbriaLovers: Umbria's region slogan is: "The green heart of Italy". And it is. So, we think Umbria is special because is authentic. Here you can still find people who have always lived in the same place, in the same village, sometimes in the same house from the beginning of their lives. The people and their stories make Umbria authetic and a unique place in Italy. And every tourist that comes here has the chance to meet them and try to understand things that belong to the old-traditional (often more intelligent) way of doing things.

You also write about the food of Umbria? What is your favorite restaurant of all times and why?
This is difficult. There are so many places to eat great food. We think one the places to see is "Faliero". It is not precisely a restaurant but it is a sort of big umbrian fast food where you eat very traditional products cooked by a whole family. They are on the shore of the Trasimeno Lake and have a wide space to eat outside with a view on the Lake that is beautiful. It's great because local people go there to eat the "Torta al Testo", Umbrian Flatbread, some sort of pizza where inside you can put ham, cheese, sausages and other combinations. And they are one of the best in doing it. The place is also called "La Maria" because Maria is the woman who prepares the flatbread. We like it because it's a sort of event to go there it's not just about eating. A real experience.

Which hotels can you highly recommend to our readers?
More than hotels we would suggest to stay in an Agriturismo, we think it is the best way to experience Umbria and to catch its mood. Agriturismo is a farm house where you can sleep and, most of the times, be part of the family that host you. They are so different one from each other that you can also find the one closest to your passion. There are some of them who have vineyards, so if you are a wine lover, you can have a walk through them, or speak with the owner about wine and also do wine tastings. And as for wine lovers, there are others for olive oil lovers, food lovers, horses, activities like walking or just great places in the middle of nowhere to relax completely.


Any secret recipes from your grandmothers that you want to make public?
Definitely. The recipe for the Torta al Testo, the Umbria flatbread we spoke before.
Ingredients: water, flour, salt, yeast, and is cooked with an instrument called "testo", a sort of pan made of concrete or iron, but you can use a normal pan. It's a simple recipe and we made a video of how to do it that says more that 1.000 words how to do it. Link:
http://www.youtube.com/watch?v=IVFMEZtWLtI&feature=player_embedded#!

Which food festival in Umbria one should not miss?
Well. During summer Umbria is full of Sagra. A Sagra is a local feast that every village in Umbria organizes. We have more than 400 starting from May to finish in October more or less. So, a lot to party! These sagras are great because you can try a lot of traditional food spending not that much, around 12/15 Euro per person to have a complete meal with wine. We suggest the sagra in Solomeo (which is the Village where the cashmere company Brunello Cucinelli is) it is one the best to eat and usually it happen in August and another great Sagra is in Fontignano (15min distance from Perugia But, anyway, if you come in Umbria just look for one and try it. We think you'll have fun! Suggestion: arrive max at 19.30 to reserve your place and order, there are a lot of people!


Since when do you blog and why do you do it?
We started Umbria Lovers blog in August 2009, but we seriously blog since November 2009. A chocolate event in Perugia (Eurochocolate) asked for our collaboration in September and October therefore we could not post much because we were organizing the event and eating delicious chocolate. :-) We do it because we really love our region and want to share our passion with the world also to help people find great experiences when they come to Umbria

Federica and Gabriele tante grazie for your pictures, time and inside information!
Follow UmbriaLovers at http://twitter.com/UmbriaLovers

Durch die Provence

Alles, was über die Provence gesagt wird, stimmt. Das Licht ist malerisch, im Sommer duftet es hier nach Kräutern und Blumen, die Marktplätze sehen aus wie gemalt, die Menschen auch. Ich würde es mal so formulieren: Die Provence ist echt zum kotzen schön. Pardon my french, aber das muss einfach mal gesagt werden.

Wir hatten uns, Romantiksäue wie wir sind, gedacht, wir buchen uns mal kein Hotel vorher, sondern fahren einfach nach Landung in Marseille mit dem Mietwagen drauflos und schauen, wo wir bleiben. Lassen uns treiben, halten da an, wo es schön ist. FEHLER: Erstens ist es überall schön und zweites: ohne etwas zu reservieren, fährt man in der Provence echt weit. Damit euch das nicht passiert, hier eine mögliche Reiseroute und ein paar an selbiger gelegene Hotel- und Restaurant-Empfehlungen:


Aix en Provence:
Sollte Startpunkt sein, liegt 20 Minuten entfernt vom Flughafen Marseille und wird zu Recht seit Jahren in französischen Umfragen als lebenswerteste Stadt gewählt . Die historische Altstadt sieht irgendwie zu schön aus, um wahr zu sein. Eine Stadt in Pastell. 


Hotel:
Hotel Cardinal
Günstig und gut. Mitten in der historischen Altstadt gelegen, in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert. Das Hotel ist einfach, aber schön. Bloss nicht von der etwas schäbigen Lobby abschrecken lassen und auf jeden Fall nach einem Zimmer im Hauptgebäude fragen, diese sind einfach um Längen schöner eingerichtet als die Suiten im Anbau.
Essen:
Brasserie Leopold im Hotel Saint Christophe war für uns ein tolles Erlebnis. Hier werden typische Bistrogerichte serviert allerdings mit einem modernen, leichten Verständnis in einem hübschen Art-Deko Ambiente.


Am nächsten Morgen sollte man das Frühstück im Hotel getrost stehen lassen und sich auf dem Weg zum Marktplatz in der Altstadt machen. Immer der Nase nach. Hier gibt es nicht nur die üblichen Früchte, Wurst, Käse, etc. sondern auch allerei Hausgemachtes und nette Cafés, die rund um den schmucken Platz Tische aufgestellt haben, damit man hier le petit dejeuner einnimmt. Und staunt. Wir haben uns geschworen, beim nächsten Besuch eine Ferienwohnung mit Küche zu mieten. Oder im Lotto zu gewinnen, um hier gleich eine Wohnung zu kaufen.


Weiter geht's nach Roussillon in etwa 1,5 Stunden Fahrzeit. Roussillon zählt nur 1300 Einwohner und gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Schon von weitem erstrahlt die Stadt in vielen verschiedenen Ockerschattierungen und sieht aus wie gemalt. Hier wurde über Jahrhunderte Ocker von sehr hoher Qualität abgebaut und verarbeitet und die Bergwerke haben ihre Spuren hinterlassen. Das tut es übrigens noch heute, mit weißer Kleidung sollte man hier nicht auftauchen.


Genug von Roussillon, wohnen und essen aber sollte man lieber nebenan im ebenso schönen mittelalterlichen Dörfchen GORDES.
Schlafen:
La Ferme de la Huppe
Hübsches Bed and Breakfast auf einem alten renovierten Bauernhof. Die Gastgeber wissen, was Reisende wünschen. Hübsch dekorierte und eingerichtete Zimmer, Ruhe, ein Pool direkt vor der Tür und lecker Essen. Der Herr des Hauses ist Gourmetkoch und backt sogar das Brot für das Frühstück selber. Es gibt also doch einen Gott.

Essen: Le Clos de Gustave
Bei schönem Wetter sitzt man draußen im Garten unter Olivenbäumen, es gibt vor allem Provenzalische Küche. Gegessen wird an langen Tischen und da alles hier frisch zubereitet wird, kann es man etwas länger dauern. Aber es lohnt sich. Filmreife Atmosphäre.




Von hier aus schafft man es in einer knappen Stunde nach Avignon. Berühmt geworden durch ihre Päpste kann man die Stadt heute, dank intakter mittelalterlichen Strukturen, wohl als die Schönheit der Provence bezeichnen. Die Pont d’ Avignon aus dem 12. Jahrhundert ist wohl jedem aus einem französischen Volkslied bekannt. Aprops Musik - für alle, die auf Pagenköpfe stehen: der Spatz von Avignon, Madame Mireille Mathieu wurde hier geboren. Zwitscher....


Schlafen:
Domaine de Rhodes
Dieses traumhafte Bed&Breakfast ist in einem altem Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert untergebracht und umgeben von einem malerischen, verwunschenen Garten. Die Einrichtung entspricht dem gesamten Ambiente: stilvoll und herrschaftlich. Im Park stehen kleine Gites, also winzige Ferienhäuser für längere Aufenthalte. Alles sehr geschmackvoll. Mit großem Pool im Garten. Man frühstückt mit den freundlichen Eigentümern Francoise und Paco.

Essen:
Au Tout Petit
Mitten in der Stadt, aber doch abseits der ausgelatschten Touristentrampelpfade. Das winzige Resto ist ein echter Geheimtipp. Auf der Karte stehen besonders ausgefallene Kreationen, die liebevoll und aufwändig auf den Tisch kommen. Der Koch versteht sein Handwerk und die Preise sind wirklich unfassbar niedrig. Unbedingt vorher reservieren!


Weiter geht es nach Arles, dem Tor zu Camargue (kennen alle Salzfans). Arles war einst bevorzugter Chilloutplace für Van Gogh, Gaugin und Picasso. Seit 1981 stehen viele der antiken und romanischen Denkmäler der Stadt auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe.

Schlafen:Le Mas Saint Florent

In diesem charmanten Guest-House, einem alter Landsitz kann man den lieben Gott mal einen guten Mann sein lassen. Das Haus liegt in einem wunderschönen Park und ist bis ins Details liebevoll renoviert. Gilbert, der Hausherr sorgt sich rührend um seine Gäste. Im Sommer wird natürlich draußen gefrühstückt und man kommt sich vor wie einem Traum.
Essen:
La Gueule de loup
Die Besitzer, ein Paar, machen alles selbst: vorbereiten, kochen, servieren, Gäste empfangen. Um an seinen Tisch zu kommen, geht man erst mal durch die Küche, wenn das nicht einladen ist. Auf der oberen Etage weitere Plätze. Auf den Tisch kommen vor allem Klassiker der Provence, auf den Punkt zubereitet, schmackhaft, schön angerichtet. Im Winter wird der Kamin angeschmissen. Großartig. Hier stehen die Foodies Schlange, deshalb: Reservierung ist Pflicht!
Keine Website: 39, Rue des Arènes, 13200 Arles; Reservierungen unter 0033 - 4 90 96 96 69.

Paris: Weinfest am Montmartre


Paris gehört zu den wenigen europäischen Großstädten mit einem eigenen Weinberg. Der ist zwar klein und produziert nur eine winzige Lese, die aber muss natürlich gebührend gefeiert werden. Denn hier war schon früher ordentlich was los. 

Bevor 1860 der Butte de Montmartre offiziell zu einem Teil von Paris erklärt wurde, wurde hier schon kräftig gebechert und Party gemacht. Denn die Einfuhr von Wein nach Paris war nur unter strengen Auflagen möglich, also gingen die Pariser einfach dort hin wo der Wein war: ins Dorf Montmartre. Dann kamen die Künstler, die Boheme und die Literaten. Renoir, van Goch, Toulouse-Lautrec, alle lebten hier und waren von der Atmosphäre des 18. Arrondissements magisch angezogen.


 

1800 Reben mit 27 Rebsorten wachsen auf dem kleinen Weinberg, vor allem Gamay und Pinot Noir. Etwa 350 Liter Wein werden wohl in diesem Jahr daraus gewonnen werden können, falls nicht wie 2004 ein Hagelschauer die Ernte völlig zerstört. Der abgefüllte Wein wird während des Weinfests vom 6. bis 10. Oktober 2010 versteigert, der Erlös dient wohltätigen Zwecken. 

Wer eine der Flaschen Clos de Montmartre ersteigern kann, sollte diese allerdings eher als Sammlerobjekt verstehen und den Wein nicht entkorken, denn erstens zieren die Weinflaschen Motive von Pariser Künstlern und sind dadurch wirklich begehrenswert und zweitens: der edle Tropfen ist eher säuerlich. Verköstigt werden daher auch andere Weine. Zum Fest gehören auch Ausstellungen, Workshops rund um das Thema Essen und Weinproben. 

Noch etwas: Für alle, die ihren Partner garantiert NICHT heiraten wollen, bietet das Weinfest die Gelegenheit, sich vor den versammelten Besuchern und dem Bürgermeister von Montmartre in einer Zeremonie per Urkunde seinen "Nicht-Heiratswillen" bescheinigen zu lassen. Also "Non, je ne veux pas". Klingt so gar nicht nach Stadt der Liebe, oder?

Best of Street Food New York

New York City = 5 Boroughs = 3,000 Street Food Vendors.  So many choices, so little time. Perry, a New Yorker form Greenwhich Village is an expert. He is searching for the best chow in town and blogs about it. He just released a New York Street Food app for Android. There will also be an iPhone app coming within the next few weeks. That all is reason enough to ask Perry about his favorite spots:  


1# What is your favorite street food ever?
Perry: That's like asking me to choose between my children. I love them all and can't choose a favorite. I can give you 2 food vendors and 2 dessert vendors, plus the best vendor to recommend below in #2, which make up my top 5.


For great Indian food, there's Biryani Cart. They have won the People's Choice Award at the past 2 Vendy Awards (NY street vendor awards). Their biryani is good, but I really love their kati rolls.


The best Mexican food is Calexico Carne Asada, who won the top Vendy Award in 2008, and have since opened a restaurant in addition to their 2 carts. There are a bunch of good Mexican taco trucks, but these 3 brothers stand out from the rest.


I also love the Schnitzel & Things truck, but Germans probably wouldn't call it authentic since they deep-fry the schnitzel. You can't saute schnitzel on a truck for hundreds of people a day. It takes too long. They won Rookie of the Year at last year's Vendy Awards, and are nominated in the main category this year.


My favorite dessert is the Big Gay Ice Cream Truck. They serve soft ice cream and have very creative toppings, like cayenne pepper, olive oil & sea salt, and curried coconut. Not only are their desserts great, but the guys are the funniest, nicest guys you will meet.


I also love the Wafels & Dinges truck, which is run by a Belgian living in NY. Dinges means "stuff", like the toppings. They have authentic Belgian waffles with great toppings like spekuloos. Nothing better on a cool evening.


2 #Which is the best vendor that you can recommend to your readers?
In my opinion, the best vendor is Bistro Truck, the current NYSF Featured Vendor. They are 1 of 5 vendors nominated for a Vendy Award this year, which takes place on Sept 25th here in NYC. Yassir is from Morocco and cooks some French/Moroccan food, but other things as well. He is actually self-taught with no formal chef training. Poached tilapia with olive oil and herbs, grilled meats, cous cous, fish tacos, chicken Dijon, lamb Marakesh and more.


3# Which street food place would you never go again?
There are 3,000 street food vendors in NYC, so I have to do my research before trying a new one. Even so, I can still have a bad experience. My least favorite was probably the Korean seafood noodle soup, which used packaged noodles, the seafood was mostly tough calamari, and it was too fishy even for me, who loves fish.


4# Is there any food vendor that is still missing in NYC?
There's no Japanese that I'm aware of, either sushi or hot food. Sushi is tricky because you need refrigeration, but there is a sushi truck in L.A. I don't think there's a Thai vendor either. What we need more of is wurst, and I'm not just saying that because you're German. I really love wurst. The Hallo Berlin cart won the 1st Vendy Award back in 2005, but the owner, Rolf Babiel, died in 2009. They still have 2 small restaurants in NYC, but the cart is gone.


5# With such a good lunch - do you eat dinner at all and if so: where? Any sit-down-place you can really recommend for the evening?
I certainly eat less for dinner, but can't skip it entirely. After eating street meat for lunch every day, I am more open to eating vegetables. I can recommend a few sit-down places in my neighborhood, Greenwich Village. Rockmeisha serves (hot) Japanese pub food and has pitchers of beer, as well as great sake. We are often the only non-Japanese in the restaurant. Mexicana Mama has great Mexican food. There are 2, but the one near me only has 6 tables and takes only cash, so go early or late and bring cash. If you're feeling homesick, Lederhosen is an authentic German restaurant that is very friendly and has a fantastic German beer selection as well as wurst, schnitzel and similar dishes served at picnic tables.


Thank you so much Perry, not only for answering all our questions, but also for allowing us to use your yummy pictures.


Please all check out Perry's great website: http://newyorkstreetfood.com/

Rom

Ist ja klar, warum es einen nach Rom verschlägt. Man will durch die Gassen bummeln, Reiseführer in der Hand, sich verlaufen, alte Fiat 5oo schön finden, Schuhe kaufen, sich von Polizisten, die mit Zigarette und großer Sonnenbrille an ihrem Auto lehnen, hinterherpfeiffen lassen, die vielen Sehenswürdigkeiten besuchen und staunen, am Tiber spazieren, sich über das zauberhafte Licht wundern und vor allem: eine gute Pasta essen. Oder?

Schlafen:
At your Place B&B
Tolles Bed & Breakfast gleich neben der Engelsburg in einem alten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in der 5. Etage. Mit Katze (siehe links). Alles wurde erst kürzlich renoviert. Die Zimmer sind schön und zum Innenhof besonders ruhig. Für alle, die während ihres Aufenthalts nicht ohne können: es gibt auch ein Gratis-Wlan. Gastgeber Luca ist mehrsprachig, außerordentlich freundlich und schafft es, dass man sich sofort bei ihm wie zu Hause fühlt.

Daphne Inn
Das Daphne hat gleich zwei Locations, einmal das "Inn Veneto" und das "Inn Trevi" beide liegen zentral nah dem Piazza Barberini. Die Zimmer sind modern und schnörkellos eingerichtet. Viele Zimmer sind sehr ruhig (in Rom sicherlich nicht selbstverständlich). Auffällig ist der persönliche Service. Die Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit, die Zimmer tadellos sauber und die Lage ideal zum Sightseeing. Ein kleines Juwel.

Essen:
Volpetti
Die Brüder Claudio und Emilio stammen ursprünglich aus Umbrien und führen diesen schmucken Laden bereits seit 1973. Es ist schon eine Familientradition, dass die die Volpettis auf die Suche nach den besten Lebensmitteln quer durch das Land ziehen und die besten Produkte mit nach Rom bringen. Darum läuft wirklich jedem Gourmet beim Betreten dieses Geschäfts das Wasser im Munde zusammen. An den Decken und auch an den Wänden hängen die unterschiedlichen Schinkensorten und eine unfassbar große Auswahl an seltenen Käse und Wurstspezialitäten liegt in den Tresen und wartet auf Mitnahme. Inzwischen bieten die Brüder Volpetti neben ihrem Delikatessengeschäft auch eine „Tavola calda“, also einen Imbiss, an. Der Eingang zum Imbiss befindet sich gleich um die Ecke des Geschäfts. Ach ja: natürlich sind auch die keinen Gerichte mitnehmbar für ein romantisches Picknick im Park der Villa Borghese.

Gelati: Eis ist nicht gleich Eis in Italien. Die besten Eisdielen erkennt man an der Bezeichnung Gelaterie Artigianale - hier werden ausschließlich natürliche, frische Zutaten ohne Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Dickungsmittel zur Herstellung benutzt. Die Bestellung läuft in Italien anders ab als in Deutschland. Hier zahlt man zuerst an der Kasse und gibt dort an, für welchen Preis man Eis haben will. Und das geht so: "Vorrei una copetta di tre euro, per favore" (Ein Eis für drei Euro bitte). Mit dem kleinen Bon geht man dann and die Theke und wählt aus. Es gibt selbstredend unzählige Eisdielen, hier ein paar Favoriten: Fior di Luna in Trastevere
Giolitti nah am Pantheon
Il Gelato di San Crispino nah dem Trevi Brunnen
Eine familiäre Taverna, direkt hinter dem Forum Romanum in Monti (mehr zu diesem entzückenden Bezirk siehe unten!). Der Laden sieht auf den ersten Blick aus wie eine fiese Touristenfalle, ist es aber überhaupt nicht. Die Pasta ist selbstgemacht, und alle Zutaten für die Küche sind von Chef Alesso handverlesen. Die Familie kommt eigentlich aus Umbrien und alle helfen mit. Natürlich gibt es hier auch die Carbonara, für die die Region Latio nun mal bekannt ist. Die Karte ist nicht besonders groß, aber bitte unbedingt nach den Spezialitäten fragen, die nicht hierauf zu finden sind.  Das sind die wahren Köstlichkeiten der Taverna. Die Desserts verantwortet Tochter Claudia, natürlich ist auch das alles "fatto in casa" (hausgemacht). 

Hosteria del Pesce
Wenn man Fisch mag, kommt man an diesem Restaurant nicht vorbei.... Schon beim
Eintreten denkt man, man sei auf einem kleinen Fischmarkt gelandet. Die Angestellten sind freundlich und das Interieur (dunkler Holzfußboden, gedämpftes Licht) atmosphärisch. Die Auswahl an Fischen und Meerestieren ist riesig, die Qualität stimmt, alles ist frisch. Die Brüder Johnny und Giuliano Micalusi lassen ihren Fisch jeden Morgen von der vor Rom gelegenen Hafenstadt Terracina liefern. Das kann natürlich auch mal etwas mehr kosten. Also für alle Paybackpunkte-Sammler und Schnäppchenjäger: dies ist nix für euch.

Das "Né Arte Né Parte" ist da schon eher was für Leute, die es eng, voll, laut, günstig und auch noch gut mögen. Zwei römische Schauspieler haben diesen Laden hier aufgemacht - und mittlerweile ist das Ristorante zu einem der Hotspots im Wohnbezirk Testaccio geworden. Der Service kann mal etwas schleppender sein, das aber ist nicht weiter tragisch, denn hier ist eben alles recht bodenständig. Es gibt z.B. Pasta Amatriciana, die obligatorische Carbonara, Involtiti und Spigola. Einfach, deftig, gut.
Né Arte Né Parte Via Luca della Robbia, 15/17, 00153. Trastevere. Tel. 06.575.0279. Montags geschlossen.

Unser besonderer Tipp: Genau hinter dem Forum Romanum liegt eine einzigartige Welt, der Bezirk Monti. Hier verlangsamt sich das Tempo von Rom ein bißchen. Vor ein paar Jahren dann wurde Monti zum In-Viertel. Es war der klassische Lauf: zuerst war hier das Rotlichtviertel untergebracht und kaum jemand wollte andere Geschäfte in der Nachbarschaft aufmachen. Nur den jungen Kreativen machte das nichts - und außerdem konnten sie sich hier die Mieten leisten und verkauften ihre Produkte sozusagen gleich von der Nähmaschine. Mittlerweile aber ist Monti natürlich etwas gesettelter. Viele stylische Lädchen sind schon nachgezogen - das Viertel wandelt sich schnell und die Mieten steigen auch hier. Also schnell hin, bevor alle da waren!