Mein Herz für Rotterdam

Kleines Bilderbuch über die quirlige Stadt an der Nieuwe Maas

Mit dem Greyhound durch die USA

Volker in den USA: Leg dich nicht mit dem Busfahrer an!

Spontaner Surfkurs in der Bretagne

Und dann auch noch mit einem Vize Europameister, Alter!!!

Gourmet-Segeltrip an der Smaragdküste

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch....

In einer Stunde zum Crêpe Diplom

Und ein Video, wie ich kläglich versage ist auch noch mit dabei....

Schön und eigen - die Bretagne

Wie dumm ich war, diese französische Region erst jetzt zu bereisen

Per Instagram durch die Bretagne

Bildreicher Auftakt zu einer mir vorher unbekannten Schönheit

Seychellen - meine Ein-Tag-Trauminsel

Und warum ich mit meinem schönen Kleid und der schönen Kristin an der Hand ins Meer gesprungen bin

Seychellen - Ankunft im Paradies

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Dubai im Schnelldurchlauf

Fünf Tage, vier Nächte: Über Dubai auf die Seychellen... Teil 1

Volker in den USA: The Sound of the suburbs

Punkrock in West Philadelphia

In St. Moritz sah ich nur die Berge glitzern

Kurztrip ins schöne Nira Alpina in der Schweiz

Abschiedsbrief an den Urlaub

Wie mich das Reisen als Bloggerin verändert hat

Machst du eigentlich auch mal Urlaub?

Und die Antwort lautet: ja, ganz bald. Aber offline!

Im Land der Elefantenbäume

Und warum die Dickhäuter sich nicht an Früchten betrinken können

Kim hat keine Angst

Portrait einer bewunderswerten Frau

Auf Safari in Südafrika

Die Big Five in drei Tagen - mit Video

Lecker in Berlin: Burger de Ville

Eine einmalige Diät-Ausnahme nach meiner französischen Gourmetreise...

Tipps für Alleinreisende Frauen

Wie man auch allein sicher unterwegs ist...

Lyon mal ganz ohne Sterne

Aber dennoch ausgezeichnet....

Sieben Michelin Sterne in fünf Tagen

Und warum ich etliche Köche geküsst habe....

Rhône-Alpes... im Französischen Schlaraffenland

Auftakt zu einer Reise zu den Sternen

Wo die Welt in Ordnung ist

So schön kann nur ein nachhaltiger Stern sein

Best of: Meine Mini-Weltreise

Mit Video und kleiner Statistik à la Reisefreunde....

Abschied aus Asien

Seufzend beim schönsten Sonnenuntergang überhaupt....

Auf Fototour durch Angkor Wat

Wer lernen will, muss früh aufstehen....

Letzte Etappe Kambodscha

Wiedersehen mit zwei Freundinnen und Schock in Siem Reap....

Saigon: Mein herzensguter Abschied aus Vietnam

Und was ein Polizist und eine alte Frau damit zu tun haben....

Bäuerin für einen Tag

Und warum ich in ein Korianderbeet gesprungen bin...

Angekommen in Hoi An

Wo es in der UNESCO-Weltkulturerbe Stadt das weltbeste Banh Mi der Welt gibt

Trottel-Ich

Wenn romamtische Träume nicht wahr werden. Oder: die schrecklichste Zugfahrt meines Lebens.

My little Schlaraffenland

Zwei Tage bestes Street Food in Hanoi

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Erste berührende Begegnung mit Hanoi in Vietnam

Reifenpanne beim Besuch einer Legende in Chiang Mai

Und was Wissenschaftler von wenigen Jahren zwei Meter unter einer Obstplantage entdeckt haben

Als ungeahnter Ehrengast einer buddhistischen Zeremonie

Yee Peng oder warum ich zum ersten Mal ernsthaft versucht habe zu meditieren.....

Die Elefanten-Flüsterin

Unterwegs mit den Dickhäutern im Goldenen Dreieck von Thailand

Chiang Mai: Ein Traum wird wahr

Oder wieso ich morgens als verschwitzter Dreckspatz im schönen Spa stand

Der Himmel auf Erden

Im Goldenen Dreieck in Thailand im märchenhaften Luxus-Camp

Warum ich auf Phuket vor Freude gehüpft bin

Jott sei Dank hat das niemand gesehen.....

Meine Asienreise: Ich bin da!

Angekommen auf Phuket ... Teil Eins

Schnappatmung... Meine Mini-Weltreise

Ab morgen durch Thailand, Vietnam und Kambodscha und mir geht die Flatter

Offener Brief an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und den lieben Reisegott

Meine Bucketlist: 50 Momente, die ich unbedingt erleben möchte

Lecker: Koch-Samstag mit Gian Luca

Neue Rubrik bei Reisefreunde: Lecker! Ein Toskanischer Koch nimmt mich mit zum Einkaufen und verrät seine Rezepte

Locanda al Colle... ti amo!

EIn Kleinod in der schönen Toskana. Ein wahrer Charming Place...

Lobhudelei: Das "Terranima" in Bari

Mal wieder war ich beruflich unterwegs. Normalerweise heißt das: reisen, ohne wirklich viel zu erleben. Raus aus dem Flieger, rein ins Hotel, schlafen, morgens der berufliche Termin und dann weiter - entweder zu einem anderen Termin oder wieder nach Hause. Normalerweise.


Dieses Mal ging es nach Italien -nach Treviso in Venetien & nach Bari in Apulien. Und dieses Mal konnte ich auf meiner Reise ein echtes kulinarisches Highlight erleben. Ich hatte meinem Kooperationspartner in Bari erzählt, dass ich diesen Blog hier habe - und das ich gern über meine Reiseerfahrungen schreibe - vor allem gern über gutes Essen. Und schon setzte er alle Hebel in Bewegung, rief eine befreundete Gastrojournalistin an und erzählte ihr, dass ich und meine Kollegin Vania noch auf der Suche nach einem guten, regional typischen Restaurant in Bari seien. Ihr Tipp kam wie aus der Pistole geschossen. Wir müssten ins "Terranima". Kein Zweifel. Wir machten uns also auf den Weg. 


Schon von außen war klar, dass sich hier jemand viel Mühe gegeben hatte. Die Schilder sahen antik aus, die Deko in den kleinen Schaufenstern war liebevoll zusammen gestellt. Innen viel "shabby chic" - schöne Bilder, teils antik, hübsche kleine Vasen mit frischen Blumen auf den adrett gedeckten Tischen, an der hinteren Wand des ersten Raumens (des Cafés) eine wunderschöne alte Anrichte, prall gefüllt mit bunten Flaschen, reichlich dekoriert mit Obst und Delikatessen. 


Während wir noch staunten und uns gleich wohl fühlten, kam der Chef um die Ecke. Pietro Conte, ein freundlicher weißhaariger Herr, begrüsste uns herzlich. Er schlug uns vor, uns einfach ein paar Gerichte vorzusetzen - was gibt es besseres? Wir ahnten nicht, dass er es sich zur Aufgabe gemacht hatte, hier für die Küche Apuliens eine Lanze zu brechen - und uns zudem noch von Slow Food zu überzeugen. Denn so ziemlich alles, was hier über die Ladentheke geht, ist regional und saisonal und damit der italienischen Slow Food Bewegung unterworfen. 


Als ersten Gang kamen neben Oliven aus Apulien ein Brotkorb - unter anderem mit selbst gemachten Taralli, sowie ein Platte mit drei verschiedenen Käsesorten und ein weitere Platte mit Wurst und Schinken aus der Region auf den Tisch. 


Als wir uns noch über die Größe der Portion wunderten, brachte der sympathische Kellner noch mehr auf unseren Tisch: saftige Panzarotti, herrlich nach Hefe duftende gefüllte Teigtaschen und leckere weiche Focaccia. Alles direkt aus dem Ofen. Nur wenige Minuten später kam eine neue Ladung: dieses Mal zwei kleine Küchlein, einmal eine Art Soufflé mit Käsefüllung, dann ein Küchlein mit Rapefüllung, einem leicht bitteren Blattgemüse, dass ich vor zwei Jahren im nahegelegen Trani kaum essen mochte, bei dieser Zubereitung hier im Terranima aber köstlich schmeckte. Auch hier dachten wir, wir hätten nun bereits alles gegessen, aber weit gefehlt. Schon brachte der Chef noch ein paar Fischkrapfen. Lecker!


Natürlich waren wir schon längst satt. Aber Herr Conte hatte eine Mission! Und so dauerte es nicht lange, da kamen auch schon weitere Speisen. Zunächst eine ganz hervorragende und auf der Zunge zergehende Zucchinipasta mit Tunfisch und Tomaten, dann eine unfassbar gute dunkle, kernige Orecchiette mit Speck und grünen Bohnen, ein ganz klassisches Rezept aus der Arme Leute Küche Apuliens.


Leider schmeckte alles zu neu, zu gut, zu perfekt, zu einzigartig um aufzuhören. Herr Conte war sichtlich vergnügt, uns so von seiner Heimatküche zu überzeugen, sein Kellner hatte schon fast Mitleid mit uns. Wohl auch deshalb wurde uns ein einfacher Teller mit einer aufgeschnittenen, frischen Fenchel gebracht. Ein kleines Schälchen Akazienhonig stand noch dabei - beides zusammen solle unseren Magen beruhigen, hieß es. Ich muss jetzt hier mal völlig schriftlich ausflippen: das war wirklich die beste Fenchel, die ich in meinem Leben gegessen habe!!!! So weich, so saftig, so geschmackvoll. Unglaublich. Ich war (und bin es noch) absolut begeistert, von dieser Qualität. Herr Conte erzählte, dass er natürlich den Bauern kenne und dass das Feld nah am Meer liegen würde und die Fenchel mit Meerwasser gegossen wird. Wie dem auch sei: allein wegen dieser Fenchel werde ich demnächst Jenke nach Bari schleppen, so viel ist klar! 


Als die Fenchel also unsere Mägen wieder etwas aufgeräumt hatte, stand fest: nach diesen Unmengen an hervorragendem Essen MUSSTEN wir auf die klassischen Secondi verzichten. Dennoch war ebenso eindeutig, dass nun der Showdown kommen würde - in Form von Dessert. Na, wie viele Teller hatten wir auf dem Tisch? Richtig. Wieder vier! Cremig, süße Erdbeertörtchen mit viel Sahnecreme (siehe Vanias Gesicht!), ein warmes Puddingküchlein, sämige  süß-herzhafte Maronencreme und ein warmer Schokokuchen mit flüssiger Schokosauce innen..... und wir waren platt. Als Absacker noch einen Bittermandellikör, natürlich hausgemacht und dazu einen Kaffee. 


Und wir waren fertig. Fix und fertig, aber glücklich. Selten haben wir so gut gegessen, wurden so herzlich und liebevoll umsorgt. Zu guter letzt kam der Koch aus der Küche, er hatte Feierabend. Und wir sahen einen 20jährigen jungen Mann mit roten Bäckchen, als ihn sein Chef vor unseren Augen so lobte. Er sei nur am Mittwoch allein verantwortlich für den Laden, denn da hätte der Seniorkoch frei - und er könne sich richtig austoben. Undenklich was der junge Koch erst in ein paar Jahren zaubern mag, wenn er entsprechend mehr Erfahrung vorweisen kann. Bis dahin: Hochachtung vor so fantastischem Essen und herzlicher Gastfreundschaft. Besser geht nicht! Terranima, tu mi piaci!!!!!


Terranima
via Putignani, 213/215
70122 Bari / Apulien
Tel. 0039 080.521 .97.25
e-mail: info@terranima.com