4,3,2,1... mein Geburtstag im Camper

Party auf vier Rädern, durch drei US-Staaten, mit zwei Freunden und einer Erkenntnis

Sweet home Alabama?

Abseits von Bluebell - kein Hart of Dixie

Buntes Mississippi

Roadtrip Südstaaten - auf den Spuren der Natchez Indianer

Das schwere Erbe der Südstaaten

Erste Einblicke hinter die schönen Kulissen

Mein Amerikanischer Traum

Roadtrip durch die Südstaaten der USA

Das Essen auf den Philippinen

Eine kulinarische Rundreise mit Reisefreunde

Von Delfing-Babies und Zicklein

Meine Tour ins Paradies nach Pamilacan

Ein perfekter Tag auf Bohol

Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen

Warum ich auf Palawan im Knast gelandet bin

Und was PSY damit zu tun hat

Banaue: Der Schatz von Tan An

Reisen macht glücklich

"Don't be instant tourists"

Meine magische Begegnung mit Virginia, einer Reisbäuerin in den Philippinen

Betrübt nach Banaue

Unglück und Glück liegen manchmal nah beieinander

Sagada - wo die Särge hängen

Beste Aussicht für freie Seelen

Vigan, alte Stadt mit jundem Herz

Der Ort, an dem die Menschen mein Herz im Sturm eroberten

Die Philippinen - endlich!!!

Erster Stop: Tanz auf dem Vulkan Pinatubo

Reise durch Jordanien

Am Toten Meer und durch die Ruinen von Petra

Hangzhou - wo ist das denn?

Glücklich im Dauerregen

Shanghai - eine erste Annäherung

Auf der Suche nach dem alten Shanghai

Hallo Peking!

Auftakt zu meiner Reise durch China

Inselhopping auf den Malediven

Und warum in meinem neuen Domizil ein Sofa im Sand steht

Kapstadt: Unterwegs mit der Condor Crew

Ihre besten Tipps für die Metropole Südafrikas

Mein Tag als Flugbegleiterin bei Condor

Nenn mich bloß nicht Saftschubse

Curacao: Ich mach dann mal blau

Auftakt zu einer bunten Reise

Mein Wochenende in Brügge

Eine überraschend schöne und ruhige Stadt

Unendliche Weiten

Mein Bilderbuch Amerika - aus der Windschutzscheibe

Hit the road, Gigi

Zum ersten Mal in meinem USA Road Trip Wohnmobil

Heartland USA: Start ins Abenteuer

Und am liebsten gleich alles nochmal...

Singapur - im Streetfood Himmel

Einen ganzen Tag lang nichts als bestes Essen...

Schatzsuche im Bretonischen Meer

Und man denkt, man ist in einem Film gelandet

Ein Sommer-Wochenende in Glasgow

Das coolste Hotel und die besten Locations in der schottischen Metropole

Lyon im Sommer

Ein echter Vintage-Traum

Ein perfekter Tag in Toronto

Die besten Restaurants und ein luftiges Abenteuer in 24 Stunden

Von dichtenden Hummerfischern, coolen Köchen und Weinen, die Moose Juice heißen

Ein perfekter Tag in der Eisberghauptstadt Twillingate

Gourmet-Segeltrip an der Smaragdküste

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch....

Seychellen - Ankunft im Paradies

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Auf Safari in Südafrika

Die Big Five in drei Tagen - mit Video

Tipps für Alleinreisende Frauen

Wie man auch allein sicher unterwegs ist...

Rhône-Alpes... im Französischen Schlaraffenland

Auftakt zu einer Reise zu den Sternen

Best of: Meine Mini-Weltreise

Mit Video und kleiner Statistik à la Reisefreunde....

Auf Fototour durch Angkor Wat

Wer lernen will, muss früh aufstehen....

Letzte Etappe Kambodscha

Wiedersehen mit zwei Freundinnen und Schock in Siem Reap....

Saigon: Mein herzensguter Abschied aus Vietnam

Und was ein Polizist und eine alte Frau damit zu tun haben....

Bäuerin für einen Tag

Und warum ich in ein Korianderbeet gesprungen bin...

Die Elefanten-Flüsterin

Unterwegs mit den Dickhäutern im Goldenen Dreieck von Thailand

Larrostréa Austern Festival

Für Austernliebhaber gibt es wohl kaum eine besseren Tipp, als den hier: Köfferchen packen und ab nach Gujan-Mestras in Frankreich. Das Fischerdorf mit ganzen sieben Häfen liegt südwestlich von Bordeaux und feiert am 8. Juli 2011 sein großes Austern Fest, Larrostréa. 


Kleine Fischerhütten mit bunten Dächern, frische Seeluft und ein magisches Licht bilden die schöne Kulisse für das hier jährlich stattfindende Austernfest. Kein Wunder, denn Gujan-Mestras wird als die Austernhauptstadt bezeichnet. Eine natürliche Mole vor der Küste sorgt dafür, dass die großen Atlantikwellen gebremst werden und so die saftigen Austern besonders gut gedeihen.  Auch abseits des Festivals öffnen viele Austernzüchter für Verkostungen im eigenen Haus.  


Am 8. Juli gibt es natürlich auch etwas anderes als Austern, andere Muscheln und die dazugehörigen frites oder als Dessert ein paar warme Crêpes.... dazu ein bißchem Rumtata und Fiderallala, viel Spaß und natürlich guten Wein aus der Region. 


Eine feine Unterkunft wäre zum Besipiel das Hotel La Gueriniere, dass nicht nur das einizige Michellin-Sterne-Restaurant weit und breit beherbergt, sondern auch schick designte Zimmer, eine herrliche Terrasse und gar nicht so hohe Preise. 




Beginn der Stamford Shakespeare Season

Die Vöglein zwitschern, der Picknickkorb vor den Knien ist reich gefüllt, und der Park des elisabethanischen Herrenhauses ist auf's Feinste herausgeputz. Was sich anhört wie der Beginn eines Miss Marple Krimis ist die romantische, und doch englische Realität. Denn jeden Sommer (Mitte Juni bis Ende August) führt die Stamford Shakespeare Company ihre Dramen im zauberhaften Rutland Freilichttheater auf. Die maximal 600 Zuschauer sitzen bequem im viktorianischen Garten und finden sogar bei kleinen Sommerschauern einen trockenen Unterschlupft. Aufgeführt wird in diesem Jahr Shakespeares "Wintermärchen", "Stolz und Vorurteil" und wohl der Klassiker schlechthin, "Hamlet". 


Wer es richtig romantisch haben möchte bestellt online vorab ein kleines Picknick-Körbchen, zum Beispiel gefüllt mit feinem Käse, Oliven, saftigem Schinken, geräucherten Lachs, frischen Salaten, warmen Foccacia sowie süßen Törtchen und knabbert "very British" während der dramatischen Genüsse noch Feinstes aus dem Körbchen. (Okay, diese Idee finde ich persönlich den Oberknaller!) Das Städtchen Stamford selbst ist schon eine Reise wert. Der Ort liegt in England am Fluss Welland und gehört noch zu Lincolnshire. Früher einmal hatten sich hier die Dänen niedergelassen und stellten vor allem Tuch her. Die lange Geschichte der Stadt ist bis heute in der altertümlichen Architektur zu verfolgen,  Fachwerkhäuser und Häuser aus Limestone säumen die Straßen, und hübsche kleine Geschäfte verstecken sind in Seitengäßchen. Stamford diente schon oft als Filmkulisse, unter anderem wurden hier Szene des "Da Vinci Code" gedreht.

Mehr Infos zur Ticketbestellung, zum Preoder-Picknikkorb und natürlich zum Spielplan gibt es hier: http://www.stamfordshakespeare.co.uk/default.asp


Unsere fleissige Recherche hat zudem noch zwei Tipps für gemütliche Unterkünfte ergeben. Zum einen ist "The Bull and Swan" (warum können nicht deutsche Gasthäuser mal so heißen und nicht "Bei Muddi") eine gediegene Möglichkeit, die Nacht zu verbringen. Das Haus zählt schon etwa 500 Lenze, ist aber natürlich komplett durchrenoviert und hat durchgestylte, schöne Zimmer zu einem fairen Preis. 


In einer ähnlichen Preiskategorie kommt man im schönen "Rock Lodge" unter, einem großen Steinhaus mit großem Garten und typisch blumig eingerichteten Zimmer.

Fangfrisch ins Netz gegangen: Sardellenfest in Monterosso al Mare

Darf man eigentlich in einem Blogpost das "P.S." -das ja unten den Beitrag gehört- vorziehen? Ja, ich mache einfach ein pre scriptum draus. Also: P.S. Mein geliebter Jenke, DU darfst diesen Blogpost gar nicht lesen, denn dein Herz wird dir sehr schwer werden, wenn du siehst, dass du am 18. Juni auf einem Dreh weit weit weg von diesem Ort der Herrlichkeit. weilst... Also bitte nicht weiterlesen.

Für alle anderen: Wer sich mit Sardellen auch nur ein bißchen auskennt, der weiß, dass sie am besten im Juni schmecken, dann sind sie nicht zu klein und nicht zu groß und haben einen besonders köstlichen Geschmack. Und genau dann schwimmen sie in Schwärmen an der ligurischen Küste entlang und gehen tonnenweise bei Monterosso ins Netz.

Monterosso, eingebettet zwischen grünen Hügel und schönen Stränden, feiert seinen großen Fang jedes Jahr auf's neue immer rund um den 3. Samstag im Juni mit der "Sagra dell'acciughe fritte". Dieses Jahr also am 18. Juni 2011. Acciughe, dass sind Anchovis, also Sardellen - und die kommen hier paniert in die Pfanne. Die Einheimischen nennen die schnellen Silberpfeile einfach nur "pan du mar", also Brot des Meeres, weil sie erstens immer für einen reichen Fang stehen, sie zweitens in Mehl und Olivenöl ausgebacken richtig lecker und drittens wirklich günstig sind.

Beim Sardellen-Fest gibt es natürlich nicht nur Anchovis, der köstliche Fisch muss selbstverständlich auch mit einem der berühmten Weißweine aus der Region "Cinque Terre" heruntergespült werden. Ach, das Leben kann so einfach und so schön sein!

Unser Tipp für eine geruhsame Nacht: Ein bißchen abseits des Ortskerns, aber dafür eingebettet zwischen Zitronen- und Orangenhäusern liegt das hübsche Bed & Breakfast "Casa dei Limoni". Die kleine Pension wird von den herzlichen Gastbegern Maria und Macello liebevoll geführt und bietet moderne Zimmer, ein gutes Frühstück und von der Dachterrasse einen wunderbaren Blick auf das Meer.

Herrlicher Gusto-Spaziergang durch Rom

Ist ja klar, warum es einen nach Rom verschlägt. Man will durch die Gassen bummeln, Reiseführer in der Hand, sich verlaufen, alte Fiat 5oo schön finden, Schuhe kaufen, sich von Polizisten, die mit Zigarette und großer Sonnenbrille an ihrem Auto lehnen, hinterherpfeiffen lassen, die vielen Sehenswürdigkeiten besuchen und staunen, am Tiber spazieren, sich über das zauberhafte Licht wundern und vor allem: eine gute Pasta essen. Oder?

Schlafen:
Tolles Bed & Breakfast gleich neben der Engelsburg in einem alten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in der 5. Etage. Mit Katze (siehe links). Alles wurde erst kürzlich renoviert. Die Zimmer sind schön und zum Innenhof besonders ruhig. Für alle, die während ihres Aufenthalts nicht ohne können: es gibt auch ein Gratis-Wlan. Gastgeber Luca ist mehrsprachig, außerordentlich freundlich und schafft es, dass man sich sofort bei ihm wie zu Hause fühlt.

Das Daphne hat gleich zwei Locations, einmal das "Inn Veneto" und das "Inn Trevi" beide liegen zentral nah dem Piazza Barberini. Die Zimmer sind modern und schnörkellos eingerichtet. Viele Zimmer sind sehr ruhig (in Rom sicherlich nicht selbstverständlich). Auffällig ist der persönliche Service. Die Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit, die Zimmer tadellos sauber und die Lage ideal zum Sightseeing. Ein kleines Juwel.

Essen:
Die Brüder Claudio und Emilio stammen ursprünglich aus Umbrien und führen diesen schmucken Laden bereits seit 1973. Es ist schon eine Familientradition, dass die die Volpettis auf die Suche nach den besten Lebensmitteln quer durch das Land ziehen und die besten Produkte mit nach Rom bringen. Darum läuft wirklich jedem Gourmet beim Betreten dieses Geschäfts das Wasser im Munde zusammen. An den Decken und auch an den Wänden hängen die unterschiedlichen Schinkensorten und eine unfassbar große Auswahl an seltenen Käse und Wurstspezialitäten liegt in den Tresen und wartet auf Mitnahme. Inzwischen bieten die Brüder Volpetti neben ihrem Delikatessengeschäft auch eine „Tavola calda“, also einen Imbiss, an. Der Eingang zum Imbiss befindet sich gleich um die Ecke des Geschäfts. Ach ja: natürlich sind auch die keinen Gerichte mitnehmbar für ein romantisches Picknick im Park der Villa Borghese.

Gelati: Eis ist nicht gleich Eis in Italien. Die besten Eisdielen erkennt man an der Bezeichnung Gelaterie Artigianale - hier werden ausschließlich natürliche, frische Zutaten ohne Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Dickungsmittel zur Herstellung benutzt. Die Bestellung läuft in Italien anders ab als in Deutschland. Hier zahlt man zuerst an der Kasse und gibt dort an, für welchen Preis man Eis haben will. Und das geht so: "Vorrei una copetta di tre euro, per favore" (Ein Eis für drei Euro bitte). Mit dem kleinen Bon geht man dann and die Theke und wählt aus. Es gibt selbstredend unzählige Eisdielen, hier ein paar Favoriten: Fior di Luna in Trastevere
Giolitti nah am Pantheon
Il Gelato di San Crispino nah dem Trevi Brunnen
Eine familiäre Taverna, direkt hinter dem Forum Romanum in Monti (mehr zu diesem entzückenden Bezirk siehe unten!). Der Laden sieht auf den ersten Blick aus wie eine fiese Touristenfalle, ist es aber überhaupt nicht. Die Pasta ist selbstgemacht, und alle Zutaten für die Küche sind von Chef Alesso handverlesen. Die Familie kommt eigentlich aus Umbrien und alle helfen mit. Natürlich gibt es hier auch die Carbonara, für die die Region Latio nun mal bekannt ist. Die Karte ist nicht besonders groß, aber bitte unbedingt nach den Spezialitäten fragen, die nicht hierauf zu finden sind.  Das sind die wahren Köstlichkeiten der Taverna. Die Desserts verantwortet Tochter Claudia, natürlich ist auch das alles "fatto in casa" (hausgemacht). 

Wenn man Fisch mag, kommt man an diesem Restaurant nicht vorbei.... Schon beim
Eintreten denkt man, man sei auf einem kleinen Fischmarkt gelandet. Die Angestellten sind freundlich und das Interieur (dunkler Holzfußboden, gedämpftes Licht) atmosphärisch. Die Auswahl an Fischen und Meerestieren ist riesig, die Qualität stimmt, alles ist frisch. Die Brüder Johnny und Giuliano Micalusi lassen ihren Fisch jeden Morgen von der vor Rom gelegenen Hafenstadt Terracina liefern. Das kann natürlich auch mal etwas mehr kosten. Also für alle Paybackpunkte-Sammler und Schnäppchenjäger: dies ist nix für euch.

Das "Né Arte Né Parte" ist da schon eher was für Leute, die es eng, voll, laut, günstig und auch noch gut mögen. Zwei römische Schauspieler haben diesen Laden hier aufgemacht - und mittlerweile ist das Ristorante zu einem der Hotspots im Wohnbezirk Testaccio geworden. Der Service kann mal etwas schleppender sein, das aber ist nicht weiter tragisch, denn hier ist eben alles recht bodenständig. Es gibt z.B. Pasta Amatriciana, die obligatorische Carbonara, Involtiti und Spigola. Einfach, deftig, gut.
Né Arte Né Parte Via Luca della Robbia, 15/17, 00153. Trastevere. Tel. 06.575.0279. Montags geschlossen.

Unser besonderer Tipp: Genau hinter dem Forum Romanum liegt eine einzigartige Welt, der Bezirk Monti. Hier verlangsamt sich das Tempo von Rom ein bißchen. Vor ein paar Jahren dann wurde Monti zum In-Viertel. Es war der klassische Lauf: zuerst war hier das Rotlichtviertel untergebracht und kaum jemand wollte andere Geschäfte in der Nachbarschaft aufmachen. Nur den jungen Kreativen machte das nichts - und außerdem konnten sie sich hier die Mieten leisten und verkauften ihre Produkte sozusagen gleich von der Nähmaschine. Mittlerweile aber ist Monti natürlich etwas gesettelter. Viele stylische Lädchen sind schon nachgezogen - das Viertel wandelt sich schnell und die Mieten steigen auch hier. Also schnell hin, bevor alle da waren!

Ein echter Männer-Urlaub in Schottland

Ja, zugegeben – es fallen auch mir nicht besonders viele Speisen aus dem Land der rotkarierten Röcke ein, die das Prädikat BESONDERS LECKER verdienen. Haggis ist vielleicht so ein Klassiker aus dem Kreutzworträtsel, der als schottische Spezialität gehandelt wird. Aber wenn der mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett vom Schaf gefüllte Schafsmagen schon die Spezialität eines Landes ist, wie sehen dann erst die gewöhnlichen Speisen aus?! Grouse findet ich beim googlen, noch eine Spezialität, die aber schon im benachbarten England als „ungenießbar“ gilt. Grouse ist ein Moorhuhn, das drei Wochen abgehangen hat. (Zum Vergleich: Bei uns chilled so ein Huhn höchstens mal über Nacht). Schluss jetzt, widmen wir uns den Dingen, die die Schotten wirklich können: Fisch & Chips, ein kräftiges Frühstück und natürlich das feine, goldene Wasser der High- and Lowlands, der schottische Whisky.

Ich fange vorn an. Vor wenigen Tagen war ich mit meinem Bruder in der Nähe von Edinburgh zum Angeln und Whisky-Probieren, trotz des minütlich wechselnden Wetters ein voller Erfolg. Nicht nur, weil Brüderchen und ich schon im (englischen Billig-)Flieger den ersten Lachkrampf bekamen, weil sie das schwarze Wasser für drei Euro als Kaffee verkauften. Nein, wir hatten das ganze Wochenende über großen Spaß, was zugegebener Maßen auch an dem regelmäßigem Goldwasser-Konsum gelegen haben könnte. Muss nicht, kann aber.

Wir nächtigten im gerade erst wieder eröffneten Royal Mackintosh Hotel in Dunbar ( für nur 55 Pfund inkl. Frühstück), dem Ort, an dem Big George, der alte Seebär am nächsten Mittag auf uns warten sollte. Der Ort, an dem neben meinem Bruder und mir schon Eduard II, Eduard III und Maria Stuart weilten, liegt eine knappe Autostunde südlich von Edinburgh. Das Scottish breakfast im Hotel war so, wie die Angelsachsen es wohl lieben: Bohnen, Speck, Eier, gegrillte Tomaten, Champignons, Würstchen, Kassler und je eine dicke Scheibe black pudding (Blutwurst) und ja, juhuu, endlich....Haggis. Zum Frühstück?!? Und kein Whisky weit und breit. Der gestopfte Schafsmagen war überraschend lecker, selbst um die Uhrzeit. Nicht, dass ich ihn jeden Morgen brauche, aber so ein zweimal im Jahr.

Die Mägen mit gefüllten Mägen gefüllt, stiefelten wir in den kleinen Hafen von Dunbar und beobachteten die Hummerfischer, als sie ihren Fang weiterverkauften. Hummer! Eine unserer Leibspeisen, dachten wir laut und unisono. Neben all den anderen schnuckeligen Früchten und Schalentierchen, die das Meer sonst noch zu bieten hat. Der Hummer wollte uns nicht mehr aus dem Kopf, selbst als Big George uns zum Makrelenfischen raus aufs Meer schipperte. Der Wind war stark, die Wellen hoch, da konnten selbst die Makrelen nichts mehr sehen und bissen aus Versehen in unsere Haken. Und das gleich 15 Mal. Unser Hotelkoch bot an, die Makrelen in der Küche zu verzaubern, was ihm auch gelang. 

Aber die Hummer gingen uns nicht aus dem Kopf. Und so stiefelten wir nach dem Abendessen durch jedes Fischrestaurant in Dunbar (zum Glück gibt es nur zwei) und fanden schließlich im The Rocks neben anderen Köstlickeiten, unsere Hummer vom Mittag wieder. Zweimal dann bitte! Nein, die Beilagen können Sie behalten. Zweimal Lecker! und endlich Ruhe im Kopf.

Der nächste Tag stand ganz im Auftrag des Whiskys. Wir wollten nach Glengoyne, einer Destillerie genau zwischen den Lowlands und den Highlands und knapp eine Autostunde von Edinburgh entfernt. Der Whisky dieser schottischen Destillerie schmeckt nicht nur ausgezeichnet gut, sondern spielt auch eine kleine, aber nicht unbedeutende Rolle in der romantischen Kennenlern-Geschichte zwischen meiner Verlobten und mir. 

Wer sich für Whisky interessiert, sollte bei Glengoyne die VIP Tour buchen. Kostet nur 15 Pund und dafür gibt es gegen Ende der Führung noch eine private Verköstigung der feinen Tropfen. Sehr empfehlenswert. Da die Führungen sehr beliebt sind und immer nur zur vollen Stunde stattfinden, hatten wir noch Zeit für den besten aller Great Britain snacks: fish & chips, auch battered haddock gennannt. A dream! Nur wenige Meter von der Destillerie entfernt im Restaurant The Beechtree Inn in hervorragender Qualität für keine neun Pfund. Die Speisekarte hat aber noch mehr feine Sachen zu bieten, so auch die berühmten deep fried mars bars (frittierte MARS Riegel!) uaaahhh....lekkaaaa!

Unweit von Edinburgh in Pencaitland, gibt es im Übrigen auch noch eine Destillerie (es sind leider nicht viele geblieben in den Lowlands), die auch einen sehr feinen, milden, nicht getorften Whisiky produziert: Glenkinchie. Auch diese Destillerie kann man Sonntags besichtigen und Probe schlürfen.
Nix wie hin, Ihr feinen Zungen.

Ansonsten haben wir noch eine Seite entdeckt, die den Whiskyfreunden unter Euch gefallen könnte:
http://tinyurl.com/66aaqos und passend dazu einen sehr weisen Spruch einer sehr weisen Dame, Greta Garbo "'Give me a whisky baby, and don't be stingy" (was so viel heißt wie 'Gib mir einen Whisky, Baby, und sei nicht geizig'). Sehr sympatisch.