Wohl jede Stadt in Deutschland hat einen eigenen Weihnachtsmarkt. Aber auf vielen gibt es plärrende Disco-Musik, stinkende "China-Pfanne für 4 Euro"- Stände und langweilige Buden mit immer dem gleichen Quatsch. Das ist doch nicht romantisch! Wir haben uns deshalb auf die Suche nach den wirklich schönsten Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland gemacht. Und sind sogar fündig geworden. Ihr Kinderlein kommet zur weihnachtlichen Reise quer durch die Republik!
Im Hof der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg in Berlin kommt zu Weihnachten eine besonders romantische Stimmung auf. Der Lucia Weihnachtsmarkt ist fernab vom üblichen Rummel in Berlin. Lucia ist die nordische Heilige des Lichts und folglich gibt es hier viel aus skandinavischen Ländern: finnischen Honig, Elchgulasch oder schwedisches Weihnachtsgebäck. Natürlich aber auch Punsch und Glühwein. Am Nachmittag kommen vor allem die Kleinen - die können hier auch Trampolin springen oder am Wochenende in der Kulturbrauerei basteln. Täglich gibt es ab 20 Uhr zudem eine Show auf dem Hof, unter anderem mit Phantasiefiguren auf Hochstelzen von Dulce Compania.
Die Kulisse stimmt und ist kaum zu übertreffen, aber auch alles andere passt einfach. Bei der Außendekoration von Holzhütten und Pagodenzelten wird auf billigen Plastikschmuck verzichtet - stattdessen kommen Naturmaterialien zum Einsatz. Auch thematisch wird Ordnung gehalten - es gibt inszenierte Marktbereiche für ausgesuchtes Kunsthandwerk, alte Handwerkskünste und gehobene Gastronomie bis zu kulinarischen Spitzenangeboten. Das besondere ist aber der Königliche Kinderweihnachtsmarkt im Winterwald - direkt vor der Orangerie. Hier können sich die Kleinen auf der Luftschaukel, dem Riesenrad, oder Pferde-Karussell Spaß haben oder den Streichelzoo besuchen. Der Königliche Weihnachtsmarkt für Kinder ist extra gänzlich frei von jeglichen Verkaufsangeboten: Es gibt hier keine Stände für Speisen und natürlich auch keinen Alkoholausschank!
An nur drei Tagen findet dieser zauberhafte Weihnachtsmarkt vom 9. bis 11. Dezember 2011 statt. Schloss Bensberg, das ein Grandhotel und ein Sternerestaurant beherbergt, macht dann die Tore zu seinem Innenhof auf. Die barocke Kulisse ist mit vielen Lämpchen erleuchtet, im Hof steht ein historisches Dampfkarussell und alles scheint wie im Märchen. Die kleinen Besucher können sich bei einer integrativen Kinderbetreuung im Schloss wärmen unhd dort nach Herzenslust basteln. Draußen gibt es Drehorgelspieler, Mandelbrenner, handgeschöpfte Schokolade, Maronenröster und edles Kunsthandwerk. Übrigens: Aufbau des Marktes und die Verteilung der Aussteller folgt den Grundregeln der chinesischen Feng Shui Philosophie: so werden Aussteller nach ihren jeweiligen Angeboten entsprechend den fünf Elemente: Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer zugeordnet.
Vor historischer Kulisse und schönen Fachwerkhäusern verwandelt sich die zauberhafte UNSECO Weltkulturerbe Stadt zu einem einzigen weihnachtlichen Fest. Einmalig in ganz Deutschland ist wohl der "Advent in den Höfen". Nur am zweiten und dritten Adventswochenende öffnen sich über zwanzig der schönsten Innenhöfe Quedlinburgs, Orte die sonst verschlossen sind. Auf historischem Pflaster bieten die Quedlinburger Raritäten und kleine Kostbarkeiten, die sie extra für diese wenigen Tage suchen, sammeln und herstellen. Das Ganze in einer Atmosphäre, die den Namen »WEIHNACHTLICH« wirklich verdient. Tolles Highlight für Kinder: Der größte Adventkalender Deutschlands ist in Quedlinburg zu erleben. Vom 1. – 24. Dezember öffnet sich jeweils eine Tür von 24 weihnachtlich geschmückten Häusern auf dem Quedlinburger Schloßberg. Welche märchenhafte und süße Überraschung sich dahinter verbirgt, erfahren die Kinder immer erst dann wenn die Türen geöffnet werden. Dazu treffen sich Quedlinburger Kinder mit ihren Eltern und Gäste jeden Tag um 16.30 Uhr auf dem unteren Schloßberg vor dem Klopstockhaus. Von dort aus suchen alle gemeinsam das Haus mit dem leuchtenden Stern. An welchem Haus der Stern jeden Tag leuchtet, wird vorher natürlich nicht verraten.
Zur Regensburger Altstadt, die als "Mittelalterliches Wunder" von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, zählt auch der fürstliche Stammsitz der Familie Thurn und Taxis. Im Advent wird sich das Anwesen zu einem der schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Der Innenhof wird festlich beleuchtet und verwandelt sich in ein Dorf mit traditionellen Handwerkern - wie Dreschler, Kerzenzieher, Krippenbauer und Bürstenmacher. Alle stellen hier Unikate her. Es gibt traditionelle Speisen, wie Wildschwein am Spieß oder Altoberpfälzer Weihnachtszwiebel. Das musikalische Rahmenprogramm ist hochwertig und international. Für die Kinder stattet das Christkind dem Weihnachtsmarkt Besuche ab und trägt Gedichte vor. Beliebt sind auch das nostalgisches Kinderkarussell und die lustigen Kasperltheater-Aufführungen. Und: auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis und ihrer Familie mischen sich gern zwanglos unter die Gäste. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr an ihren bunten Haaren zu erkennen....
Location is alles, heißt es. Und es stimmt. Auch diese Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der mittelalterliche Kern wird während des Marktes in warmes Licht getaucht und verwandelt die Stadt in ein Wintermärchen. Seit über 500 Jahren gibt es hier zur Weihnachtszeit einen Markt und die Stadt hat es geschafft, während dieser Zeit nur wenig an dem historischen Ursprung zu ändern. Begleitet wird der Markt durch vielfältige kulturelle Veranstaltungen. Höhepunkt sind jedoch die Auftritte des "Rothenburger Reiterle", welcher dem Weihnachtsmarkt seinen Namen gab. Das Reiterle ist in der germanischen Sagenwelt eine Glück bringende Gestalt, welche die Menschen durch einen Besuch erfreut. Die Buden stehen auf dem Rathausplatz, verschiedenen anderen Plätzen und in den kleinen Altstadtgassen. Hier findet man neben Glühwein und Gebäck auch viele kunsthandwerkliche Geschenke.
Das ist wirklich ein Weihnachtsmarkt wie aus einer anderen Zeit. Nur am ersten Adventswochenende vom 25. bis 27. November 2011 findet dieser schöne Markt statt. Schon Tage vorher reisen die 27 Familienmitglieder aus allen Ecken an und fangen an, die Anlage aus dem 17. Jahrhundert stimmungsvoll zu verwandeln. Alles wird festlich geschmückt, Lichter aufgehängt und die Buden aufgebaut. 80 Händler werden dieses Jahr kommen und Außergewöhnliches aus Mode, Kunst und Culinaria bieten. Dazu gibt es ein weißes Höhenfeuerwerk, Laternenumzüge mit Kindern, Musik in der Schlosskapelle oder auch einen Auftritt schottischer Dudelsackpfeifer. Es gibt auch ein Weihnachtspostamt im früheren Kuhstall eingerichtet. Drei Tage lang gibt es dort den Böckel-Stempel, eine philatelistische Rarität. Auch die Künstler auf dem Gut öffnen zu diesem Anlass ihre Ateliers. Für Kinder werden in der Kapelle Weihnachtsmärchen vorgelesen und am Sonntag gibt es eine Kinderbetreuung, in der gebastelt und gespielt wird. Wer den markt verpasst hat. einfach für's nächste Jahr vormerken!
Leider ist dieser schöne Markt in tolle, mittelalterliche Kulisse längst kein Geheimtipp mehr. Dennoch aber ist er eine Reise wert. Der Markt ist aus dem ehemaligen Katharinenmarkt entstanden, heute ziehen sich kleine Buden und Büdchen den Altstadtgassen und Gässchen entlang und tauchen Bad Wimpfen in eine besonders romantische Atmosphäre. Dann duftet es in der liebevoll geschmückten Altstadt nach Zimt und Glühwein und die Turmbläsern spielen traditionelle Choräle vom weihnachtlich beleuchteten Blauen Turm. Wenn es dann noch schneit ist der Weihnachtstraum perfekt....