Warum das kleine Girona richtig cool ist


Mann, bin ich platt. Reiseblogger Konferenzen können sehr anstrengend sein. Das liegt aber nicht an den Workshops, die man in drei Tagen besucht, sondern an den Abenden. Die meisten Reiseblogger sind nämlich gute 10 bis 20 Jahre jünger als ich. Und bei solchen Gelegenheiten in totaler Partystimmung. Die so: "Uffta uffta..." Ich so: "Uff... " Während ich an einem kleinen Wein nippte und mir Strategien überlegte, möglichst cool einen Abgang Richtung Bett hinzulegen, waren die Kinners schon beim zehnten Getränk und weit davon entfernt die Augen zuzumachen. Im Gegenteil, sie sangen und tanzten bis morgens um acht. Da klingelte bei mir schon wieder der Handywecker. Ich werde alt.

Aber egal. Besagte Reiseblogger Konferenz fand an der schönen spanischen Costa Brava statt. In Girona, einer Stadt, die zu unrecht im Schatten von Barcelona weilt – natürlich ist hier weniger los als in der nahen Metropole - aber einen Ausflug ist sie auf jeden Fall wert. Foodies werden die Stadt eh kennen, denn kein geringerer als (ACHTUNG – das ist kein Scherz!) einer der Köche vom zweitbesten Restaurant der Welt, kümmert sich hier nun auch um einen Eisladen namens Rocambolesc. Jetzt staunt ihr, was! DAS ist mal 'ne bescheidene Beschreibung. Das zweitbeste Restaurant der Welt soll natürlich auch genannt werden, es heißt El Celler de Can Roca und befindet sich natürlich ebenfalls im bezaubernden Girona. Die Damen: einfach mal auf die Seite klicken – die Köche kann man sich sogar (gut) anschauen. Der jüngste von ihnen heißt Jordi Roca und hat sich nun also diesen besonderen Eisladen angelacht. 

Das Eis (wahlweise Joghurteis oder Fruchteis mit exotischen Toppings, unter anderem sogar mit Zuckerwatte) ist köstlich. Viel cooler aber ist die Einrichtung. Und noch viel cooler als alles Eis und jede Einrichtung zusammen ist, dass als wir mit ein paar Bloggern dort waren (unter anderem Smaracuja, Off-the-path) die werte Bloggerfreudin Yvonne von JustTravelous kurz der Ohnmacht nah war, als besagter Jordi Roca den Eisladen höchstpersönlich betrat. Ihr entwich noch ein „Fiep“  - und kaum stand der Mann hinter der Theke drängelte sich Yvonne vor und fragte ihn „Kennst du mich noch? Ich bin Yvonne, die Reisebloggerin aus Berlin“. Sie hatte nämlich beim ihrem letzten Blogtrip im El Celler de Can Roca gegessen und sich unsterblich in den Jungkoch verknallt.  Als Jordi bejahte, kam von Yvonne noch ein „Du bist mein Traummann, können wir heiraten?“ hinterher. Mir ist fast das Feigeneis aus der Hand gefallen vor Lachen. Immerhin fand er das so rührend, dass er uns alle auf ein Eis eingeladen hat. Ist aber auch eine Zuckerschnitte! Und für die Ewigkeit habe ich noch ein Foto von den beiden gemacht, bevor dann Jordi’s wunderhübsche Ehefrau aus dem Hinterzimmer kam, einmal süffisant lächelte und dann besitzergreifend ihre zarte Hand auf seinen Hintern platzierte. MEINER! Klare Ansage.

Yvonne hat die Begegnung den ganzen Tag nicht vergessen können und wirkte leicht apathisch während wir durch die kleinen verwunschenen Gassen schlenderten, die übrigens einst Kulisse für die Verfilmung „Das Parfüm“ waren. Auch oben auf dem pittoresken Vorplatz vor der mächtigen Kathedrale meine ich immer noch ab und zu ein leichtes Fiepen gehört zu haben.

Und als wir den Ter über die Eiffel-Brücke (ja, der Eiffel, der auch in Paris den Turm gebaut hat) schlenderten, hing Yvonne’s Blick noch lange in Richtung Eisdiele. Irgendwie süß! Ich hoffe, sie hat trotzdem die Schönheit der Stadt gesehen und nicht nur die Augenfarbe von Jordi. Abends dann im Txalaka, dem sicherlich besten Tapasladen weit und breit, als ich mir köstliche Muscheln, Pimientos de Patron und allerlei Schweinkram schmecken ließ und mich rechts und links mit Bloggern aus den USA unterhielt, konnte ich den sehnsüchtigen Blick in Yvonnes Augen sogar mit ein paar Cervezas intus sehen. Nun ja. Immerhin folgt Jordi Yvonne jetzt auf Twitter. Ist doch ein Anfang.

Mehr Fotos gibt es wie immer auf der Facebook Reisefreunde Seite. Und den hierzu gehörigen Artikel über Barcelona gibt es hier.

Disclaimer: Vueling hat mich freundicherweise nach Barcelona gebracht, Wimdu war so nett und hat uns deutschen Bloggern ein Apartment gestell. Und dank Tripbutler hatten wir mobiles Internet! Yay! Danke allen Kooperationspartnern! Mehr Infos über die schöne Region gibt es zudem hier.

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