Nordseehopping in drei Teilen

Es ist Dienstag, 14:00 Uhr. Gerade habe ich die Fähre nach Amrum bestiegen, dabei ist die Reise, die unter dem Namen „Nordseehopping“ buchbar ist, eigentlich seit eben für mich beendet. Aber ich fahre einfach wieder zurück. Auf die Insel Amrum in „Mein Inselhotel“. Es ist irgendwie mein Inselhotel geworden. Und wie immer liegt das an den lieben Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Wie das alles kam? Das war so: gemeinsam mit meiner Freundin und Radiojournalistin Betti hatte ich mich vor ein paar Tagen auf den Weg in den hohen Norden gemacht. An die Nordseeküste nach Schleswig-Holstein. 


Zuerst führte uns das Nordseehopping nach Bohmstedt, einem kleinen Nest hinter Husum. Hier im Paulsens Landhotel und Restaurant sollten wir die erste Nacht verbringen. Die Sonne stand hoch oben am Himmel und die ganze Gegend schien einem Miss Marple Film entsprungen. Dichte Hecken um rote Häuser aus Backsteinen, kleine weiße Zäunchen. Paulsens ist ein Traditionshaus, früher gehörte es der Senior, der schwierige Zeiten vor allem durch Tüchtigkeit und seine nicht aufhörende Kreativität überwand. Das Haupthaus ist natürlich ebenfalls ein klassischer Backsteinbau, das Nebengebäude allerdings ist ein Holzhaus und könnte so auch in Schweden stehen. Hier kann man sich wohl fühlen. 

Das junge Personal ist sehr freundlich und mit Herz dabei und die Atmosphäre stimmt. Bohmstedt eignet sich sicherlich für Ausflüge nach Husum oder sogar nach St. Peter-Ording. Wir aber hatten nur ein Abendessen auf dem Programm (mit Einblick in die Küche, Sous-Chefin Anette hat mit uns eine Krabbensuppe gekocht). Am nächsten Tag fuhr uns dann besagter Senior Chef (genannt „Audi“) nach Dagebüll zur Fähre. Marten, der eigentliche Hotelchef hatte zu tun. Die ganze Fahrt über plauderte sein Vater Platt mit uns – schätzungsweise 80 Prozent haben wir verstanden, unter anderem eben auch, dass als früher Geld her musste, "Audi" einfach kurzerhand beschloss, eine Disko am Dienstag aufzumachen und damit schnell aus den Miesen war. Sympathischer Kerl. 


In Dagebüll setzt er uns ab. Hier starten die Fähren nach Föhr und nach Amrum. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten und die Reisefreunde Facebook-Fans uns entsprechende Tipps gegeben hatten, wagten wir bereits um 11:30 Uhr die Bestellung von zwei leichten Pharisäern, die man hier angeblich trinkt, sobald man in Fähr-Nähe ist. Nun ja. Pharisäer - das ist ein Kaffee mit Rum und Sahnehaube. Ein Getränk, dass die Friesen erfunden haben –um ihren Alkoholgenuss vor den Kirchenvertretern zu vergeben, die Schlingel. Tja, selbst dieser extra leicht bestellte Pharisäer dröhnte schon ganz ordentlich, geschafft haben wir ihn nicht. Wir wollten auch nicht sturzbetrunken auf Amrum ankommen. 90 Minuten dauerte die Fahrt mit der Fähre – und schon waren wir gelandet.  Was wir auf Amrum erlebt habe, erfahrt ihr hier....

Mehr Fotos gibt es wie immer auf der Reisefreunde Facebook Seite.

Disclaimer: Auf die Nordseehopping Tour wurde ich von den Besitzern der Hotels eingeladen. Danke an Primo PR für die Organisation. Meine Meinung bleibt dennoch wie immer die meine! 

4 Kommentare:

  1. Eine gute Idee die Hotels so miteinander zu verbinden.
    Sehr schön verfasst. ich bin schon seit Anfang Fan von ihrem Blogg.
    Machen sie weiter so.
    Gruß aus Nürnberg.
    Kerstin

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  2. Hach, der Norden ist einfach wunderbar.

    Tolles Video - lässt Du mich wissen, mit welche Software Du Filme zusammenstellst?

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    1. Hallo Sa, danke für die Blumen. Ich drehe mir meiner Canon 600D und schneide in iMovie. Janz einfach also :)
      Liebe Grüße Angie

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  3. Sieht super aus das neue Design ... und der Blogpost macht Freude auf den Norden.

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