Mark ist ein schottischer Geschäftsmann. Seine Kellner
steckt er in Kilts, seine Vorspeisen Teigtäschchen füllt er mit Haggis. Und
seinen schweren schottischen Akzent konnte ich nur zur Hälfte verstehen. Das
wäre jetzt alles nicht wirklich ungewöhnlich im schottischen Glasgow - wenn
Mark nicht mit Nachnamen Singh heißen würde und Inder wäre.
| Johannes, Katrin, unsere inischer Kellner im Kilt, icke, Cordula, Nina und Mark Singh |
Wieso wird man auf so einer Blogreise, auf denen man ja
sonst eher nur traditionelles zu sehen und zu essen bekommt, für ein Abendessen
zum Inder eingeladen? Das mag sich manch Unwissender fragen. Hier die Antwort:
weil indisches Essen generell in Britannien durch die koloniale Geschichte gern
und seit langem gegessen wird und weil
dieses indische Restaurant einfach der Hammer ist.
Beim Betreten: Schmunzeln, denn hier wuseln tatsächlich
große und kleine, stämmige und dünne, alte und junge indische Herren ganz
selbstverständlich in grünen Schottenröcken herum. Alle haben sie einen so
breiten schottischen Akzent, das man sie kaum versteht und bei jedem Satz
dämlich dreimal nachfragen muss.
Dann die Karte: eine Reise durch die besten Gerichte Indiens
– aber wenn gewünscht auch mit schottischem Einschlag. Mark preist mir seine
Haggis-Pakoras an, und sie schmecken
hervorragend. Auf meine positive Reaktion hin schenkt er mir auch noch gleich
drei seiner Pakoras Rezepte, die sonst nur seine Kochschüler bekommen. Namaste!
Und auch der Rest des Essen, angefangen vom hausgemachtem Papadam Brot mit
Dips bis hin zu einer gemischten Tikka Platte und unseren Hauptgerichten ist
köstlich und überzeugt selbst unseren Indien-Experten Johannes. Als wäre dies nicht schon alles skurril genug
trommelt Mark Singh dann auch seinen größten Kellner für ein Foto mit uns
zusammen. Selten so viel Spaß gehabt, selten so herrlich indisch gegessen. Und
damit hat sich dann auch die Frage geklärt, warum man hier in Glasgow hin muss.
Ist einfach so. Punkt.
Disclaimer: Ich wurde von See Glasgow auf diese Reise eingeladen. Meine Meinung bleibt wie immer die meine.







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