Neuseeland: eine Liebeserklärung

Ein gefühlsduseliger Auftakt in einem der schönsten Länder dieser Erde

New York: Die besten Tipps von Locals

Schön, wenn man Freunde hat, die sich auskennen

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Die coolste Kleinstadt Amerikas

Berlin in Maryland

Zum Meer, zum Meer ....

Auf dem zur Küste von Virginia

4,3,2,1... mein Geburtstag im Camper

Party auf vier Rädern, durch drei US-Staaten, mit zwei Freunden und einer Erkenntnis

Sweet home Alabama?

Abseits von Bluebell - kein Hart of Dixie

Buntes Mississippi

Roadtrip Südstaaten - auf den Spuren der Natchez Indianer

Das schwere Erbe der Südstaaten

Erste Einblicke hinter die schönen Kulissen

Mein Amerikanischer Traum

Roadtrip durch die Südstaaten der USA

Das Essen auf den Philippinen

Eine kulinarische Rundreise mit Reisefreunde

Von Delfing-Babies und Zicklein

Meine Tour ins Paradies nach Pamilacan

Ein perfekter Tag auf Bohol

Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen

Warum ich auf Palawan im Knast gelandet bin

Und was PSY damit zu tun hat

Banaue: Der Schatz von Tan An

Reisen macht glücklich

"Don't be instant tourists"

Meine magische Begegnung mit Virginia, einer Reisbäuerin in den Philippinen

Betrübt nach Banaue

Unglück und Glück liegen manchmal nah beieinander

Sagada - wo die Särge hängen

Beste Aussicht für freie Seelen

Vigan, alte Stadt mit jundem Herz

Der Ort, an dem die Menschen mein Herz im Sturm eroberten

Die Philippinen - endlich!!!

Erster Stop: Tanz auf dem Vulkan Pinatubo

Reise durch Jordanien

Am Toten Meer und durch die Ruinen von Petra

Shanghai - eine erste Annäherung

Auf der Suche nach dem alten Shanghai

Inselhopping auf den Malediven

Und warum in meinem neuen Domizil ein Sofa im Sand steht

Kapstadt: Unterwegs mit der Condor Crew

Ihre besten Tipps für die Metropole Südafrikas

Mein Tag als Flugbegleiterin bei Condor

Nenn mich bloß nicht Saftschubse

Curacao: Ich mach dann mal blau

Auftakt zu einer bunten Reise

Mein Wochenende in Brügge

Eine überraschend schöne und ruhige Stadt

Unendliche Weiten

Mein Bilderbuch Amerika - aus der Windschutzscheibe

Hit the road, Gigi

Zum ersten Mal in meinem USA Road Trip Wohnmobil

Heartland USA: Start ins Abenteuer

Und am liebsten gleich alles nochmal...

Singapur - im Streetfood Himmel

Einen ganzen Tag lang nichts als bestes Essen...

Schatzsuche im Bretonischen Meer

Und man denkt, man ist in einem Film gelandet

Ein Sommer-Wochenende in Glasgow

Das coolste Hotel und die besten Locations in der schottischen Metropole

(Beendet) Reisefreunde Gewinnspiel: Ab nach Prag!

Genau jetzt ist die Zeit perfekt für ein kurzes Wochenende in Prag. Die Tage werden kürzer und der Herbst kommt! Abends zieht langsam der Nebel auf und die Prager Alstadt wirkt noch verwunschener als sonst. Reisefreunde verlosen daher für euch einen kuscheligen Aufenthalt im 5-Sterne Luxushotel Sheraton Prague Charles Square Hotel. Das Hotel liegt ideal zwischen Altstadt und Neustadt nur wenige Schritte vom Karlsplatz und dem zentralen Geschäftsviertel entfernt. Alle wichtigen Museen, Galerien und berühmten Theater befinden sich in unmittelbarer Nähe.


WAS KANNST DU GEWINNEN:
Reisefreunde verlosen einen Gutschein für zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstück im Sheraton Prague Charles Square Hotel. Der Gutschein ist noch bis zum 29. Dezember 2012 nach Verfügbarkeit gültig. Eine Verlängerung des Gültigkeitszeitraums ist nicht möglich. Eine Anreise ist NICHT Bestandteil des Gutscheins, sondern muss vom Gewinner selber getragen werden.

WIE KANNST DU GEWINNEN:
Du kannst den Hotel-Gutschein gewinnen, in dem du drei Fragen beantwortest: 
1) Wie heißt der Fluss, in dem Angie in Florida mit Seekühen geschwommen ist?
2) Wie heißen die Mietfahrräder, mit denen man so schön durch Paris fahren kann?
3) Wie heißt der hübsche Kater, in den sich Angie neulich in Bayern so verknallt hat?

Die richtigen Antworten (einfach mal ein bisschen hier im Blog recherchieren) bitte bis spätestens 3. Oktober 2012 (23:59h) samt eurem Namen und eurer Postanschrift an ichweisswo (at) gmail PUNKT com schicken. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Mitarbeiter von Sheraton/Starwood dürfen nicht teilnehmen. Der Gewinner wird am 4. Oktober 2012 hier auf dem Blog bekannt gegeben und per E-Mail über seinen Gewinn informiert!


Viel Glück, 
Eure Reisefreunde


****UPDATE 04.10.2012**** : Gewonnen hat die Reisefreunde-Leserin Eva H.  -wir informieren dich per e-Mail, herzlichen Glückwunsch!!!!!!


Einsendeschluss ist der 3. Oktober 2012. Bei mehreren richtigen Einsendungen/Antworten entscheidet das LosJeder Teilnehmer muss zum Zeitpunkt der Teilnahme volljährig sein. Minderjährige Teilnehmer müssen laut gesetzlicher Bestimmungen eine Teilnahmeerlaubnis ihres gesetzlichen Vertreters vorweisen. Der Gewinner wird schriftlich per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Für jeden Teilnehmer (natürliche Person) ist nur ein Gewinn möglich.  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Im Rahmen der Gewinnverteilung behalten wir uns vor, personenbezogene Daten, wie zum Beispiel Name, Vorname und Adresse der Gewinner anzufordern. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt der Teilnehmer seine Einwilligung zur Speicherung dieser Daten. Solche personenbezogenen Daten, die im Rahmen der Gewinnermittlung erhoben werden, werden unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben oder für Werbezwecke von Dritten verwendet.

Pintxos, Party & kein Pardon: Wilkommen in Barcelona!

Endlich mal wieder Barcelona! Wir waren mit Vueling von Berlin-Tegel angereist. Mein erstes mal mit der Iberia Tochter und ich bin positiv überrascht. Eine nagelneuer Airbus, eine überaus freundliche Crew und der Flieger ist bis auf den letzten Platz besetzt. Das freut das Airliner Herz, denke ich. Ich war ja jahrelang Pressesprecherin bei Airlines und ich achte auf so einen Quatsch. Es gibt zugewiesene Plätze, also kein lästiges Ellenbogen-Gedrängel wie bei den britischen und irischen Mitbewerbern. Nett. Natürlich muss man bei den niedrigen Ticket-Preisen auch hier den Bordservice extra zahlen –aber immerhin gibt es eine große Karte mit einer guten Auswahl, und teuer ist das Essen auch nicht. Gefällt mir. Die Beinfreiheit ist wie bei jedem Low Cost Carrier recht begrenzt, aber ich bin eh nicht mit Modelmaßen gesegnet, also reicht es mir für diese kurze Strecke nach Barcelona. Test bestanden!

Barcelona lässt mein Herz immer höher schlagen – ich mag die Stadt, auch wenn mir das höllische Aufpassen auf meine Tasche schon nach einer Stunde extrem auf die Nerven geht. Dadurch, dass immer wieder Freunde erzählen, wie sie in Barcelona beklaut wurden (übrigens auch erfahrene Reiseblogger!) bin ich übervorsichtig und klammere mich an mein Hab und Gut. Besonders aufpassen sollte man an den Ramblas und im Barri Gòtic weil dort das Gedrängel am größten ist. Aber das sind eh Bezirke, in denen wir (ich bin mit den Bloggern Nina & Sebastian unterwegs) uns kaum herumtreiben. Unser Hotel ist ein Mittelklassehotel nahe der Placa Espana. Die U-Bahn liegt praktisch vor der Tür und wir skippen die Tourimeilen und fahren  direkt nach El Born, bisher mein Lieblingsviertel. Hier futtern wir im Golfo de Bizkaia, einem Pintxos Schuppen meines Vertrauens und ziehen von dort aus weiter in den Klassiker El Xampanyet, um dort besagten Xampanyet zu trinken, der kein Champagner ist, aber trotzdem blubbert und saulecker ist. Zu lecker. Hicks! 



Der nächste Tag beginnt dann auch spät, weil wir nach dem El Xampanyet noch durch unzählige Clubs und Kneipen getourt sind, in denen wir zwar Spaß hatten (samt auf der Bühne tanzen, siehe Video) – die aber keine wirkliche Empfehlung wert sind. Immerhin helfen uns ein starker Café con leche und ein Omelett Bocadillo wieder halbwegs auf die Beine. Nachmittags bummeln wir noch über den Mercat de la Boqueria, der hübsches Markt an den Ramblas, aber so richtig hundertprozentig fit sind wir immer noch nicht. Im Zug nach Girona fallen Nina und ich daher wie die Geier über Chips und Cola her. Und wie es in Girona war? Einfach mal hier klicken!


Auch die Rückreise drei Tage später treten Nina und ich wieder von Barcelona an und sind noch eine Nacht vorher da. Dieses Mal ziehen wir tagsüber durch das schöne Raval, das einst heruntergekommen war und sich in den letzten Jahren gemausert hat. Hier essen wir zur Abwechslung mal was Gesundes im Organic und frusten ein wenig herum. Denn: wir hatten eigentlich gehofft, beim Mango-Outlet shoppen zu gehen – aber dummerweise ist Feiertag in Spanien, das hatten wir übersehen. Nix mit Geld ausgeben. Was für ein grober Anfängerfehler! Mit hängenden Schultern ziehen wir durch die Gassen, bis wir dann doch auf den ersten schönen und geöffneten Laden stoßen. Im Le Fortune können wir endlich ein bisschen Geld ausgeben! Juhu - das freut das Mädchen Herz  - und auch das Shoppingcenter Maremagnum unten am Hafen ist geöffnet! Warum allerdings der Starbucks-Mann aus mir Hanalogo gemacht hat? Keine Ahnung!

Abends schleppen wir uns - erschöpft vom Tag und von den Tagen in Girona - durch das schöne Gracia in dem meine charmante und lustige Reisebegleitung und Reisefreundin einst während eines Auslandssemesters gelebt hat. Eine tolle Ecke. Erinnert mich ein bisschen an Kreuzberg in Berlin. Multikulti, Streetart und schöne kleine Läden. Wir essen abends am Placa de Rius i Taulet im Amélie, ich glaube wir sind die einzigen Touris. Wie herrlich. Nach dem letzten Löffel des Bailey's Desserts allerdings auch die ersten, die aufstehen. Wir sind so erschöpft von sechs Tagen Konferenz und Party, dass wir es nur noch per Taxis ins coole Hotel schaffen. Barcelona, du hast uns ganz schön gerockt!

Mehr Fotos gibt es wie immer auf der Reisefreunde Facebook Seite! Bei Foursquare könnt ihr euch hier meine Barcelona Liste anschauen und speichern. Wenn ihr vor Ort seid einfach abgehen!

Disclaimer: Vueling war so freundlich uns nach Barcelona und zurück zu bringen! HRS hat uns die beiden Hotels spendiert. Mit Tripbutler stand uns mobiles iInternet zur Verfügung. Dank an alle Kooperationspartner. Dennoch bleibt meine Meinung wie immer mein Eigentum. Vielen Dank auch an Nina, die mir ihr Barcelona geziegt hat. Tat mal sehr gut, einfach nur blöde hinterherzudackeln! :)))

Warum das kleine Girona richtig cool ist


Mann, bin ich platt. Reiseblogger Konferenzen können sehr anstrengend sein. Das liegt aber nicht an den Workshops, die man in drei Tagen besucht, sondern an den Abenden. Die meisten Reiseblogger sind nämlich gute 10 bis 20 Jahre jünger als ich. Und bei solchen Gelegenheiten in totaler Partystimmung. Die so: "Uffta uffta..." Ich so: "Uff... " Während ich an einem kleinen Wein nippte und mir Strategien überlegte, möglichst cool einen Abgang Richtung Bett hinzulegen, waren die Kinners schon beim zehnten Getränk und weit davon entfernt die Augen zuzumachen. Im Gegenteil, sie sangen und tanzten bis morgens um acht. Da klingelte bei mir schon wieder der Handywecker. Ich werde alt.

Aber egal. Besagte Reiseblogger Konferenz fand an der schönen spanischen Costa Brava statt. In Girona, einer Stadt, die zu unrecht im Schatten von Barcelona weilt – natürlich ist hier weniger los als in der nahen Metropole - aber einen Ausflug ist sie auf jeden Fall wert. Foodies werden die Stadt eh kennen, denn kein geringerer als (ACHTUNG – das ist kein Scherz!) einer der Köche vom zweitbesten Restaurant der Welt, kümmert sich hier nun auch um einen Eisladen namens Rocambolesc. Jetzt staunt ihr, was! DAS ist mal 'ne bescheidene Beschreibung. Das zweitbeste Restaurant der Welt soll natürlich auch genannt werden, es heißt El Celler de Can Roca und befindet sich natürlich ebenfalls im bezaubernden Girona. Die Damen: einfach mal auf die Seite klicken – die Köche kann man sich sogar (gut) anschauen. Der jüngste von ihnen heißt Jordi Roca und hat sich nun also diesen besonderen Eisladen angelacht. 

Das Eis (wahlweise Joghurteis oder Fruchteis mit exotischen Toppings, unter anderem sogar mit Zuckerwatte) ist köstlich. Viel cooler aber ist die Einrichtung. Und noch viel cooler als alles Eis und jede Einrichtung zusammen ist, dass als wir mit ein paar Bloggern dort waren (unter anderem Smaracuja, Off-the-path) die werte Bloggerfreudin Yvonne von JustTravelous kurz der Ohnmacht nah war, als besagter Jordi Roca den Eisladen höchstpersönlich betrat. Ihr entwich noch ein „Fiep“  - und kaum stand der Mann hinter der Theke drängelte sich Yvonne vor und fragte ihn „Kennst du mich noch? Ich bin Yvonne, die Reisebloggerin aus Berlin“. Sie hatte nämlich beim ihrem letzten Blogtrip im El Celler de Can Roca gegessen und sich unsterblich in den Jungkoch verknallt.  Als Jordi bejahte, kam von Yvonne noch ein „Du bist mein Traummann, können wir heiraten?“ hinterher. Mir ist fast das Feigeneis aus der Hand gefallen vor Lachen. Immerhin fand er das so rührend, dass er uns alle auf ein Eis eingeladen hat. Ist aber auch eine Zuckerschnitte! Und für die Ewigkeit habe ich noch ein Foto von den beiden gemacht, bevor dann Jordi’s wunderhübsche Ehefrau aus dem Hinterzimmer kam, einmal süffisant lächelte und dann besitzergreifend ihre zarte Hand auf seinen Hintern platzierte. MEINER! Klare Ansage.

Yvonne hat die Begegnung den ganzen Tag nicht vergessen können und wirkte leicht apathisch während wir durch die kleinen verwunschenen Gassen schlenderten, die übrigens einst Kulisse für die Verfilmung „Das Parfüm“ waren. Auch oben auf dem pittoresken Vorplatz vor der mächtigen Kathedrale meine ich immer noch ab und zu ein leichtes Fiepen gehört zu haben.

Und als wir den Ter über die Eiffel-Brücke (ja, der Eiffel, der auch in Paris den Turm gebaut hat) schlenderten, hing Yvonne’s Blick noch lange in Richtung Eisdiele. Irgendwie süß! Ich hoffe, sie hat trotzdem die Schönheit der Stadt gesehen und nicht nur die Augenfarbe von Jordi. Abends dann im Txalaka, dem sicherlich besten Tapasladen weit und breit, als ich mir köstliche Muscheln, Pimientos de Patron und allerlei Schweinkram schmecken ließ und mich rechts und links mit Bloggern aus den USA unterhielt, konnte ich den sehnsüchtigen Blick in Yvonnes Augen sogar mit ein paar Cervezas intus sehen. Nun ja. Immerhin folgt Jordi Yvonne jetzt auf Twitter. Ist doch ein Anfang.

Mehr Fotos gibt es wie immer auf der Facebook Reisefreunde Seite. Und den hierzu gehörigen Artikel über Barcelona gibt es hier.

Disclaimer: Vueling hat mich freundicherweise nach Barcelona gebracht, Wimdu war so nett und hat uns deutschen Bloggern ein Apartment gestell. Und dank Tripbutler hatten wir mobiles Internet! Yay! Danke allen Kooperationspartnern! Mehr Infos über die schöne Region gibt es zudem hier.

Vollbremsung in Niederbayern

Das Knirschen ist das einzige, was ich neben dem Vogelgezwitscher höre. Sonst nichts. Das mahlende Geräusch von Schritten auf Kieselsteinen kommt näher und mit ihm der Engel Christina. Die bringt gerade das Frühstück ins Baumhaus nebenan. Meins ist schon da und steht vor mir, auf meiner Sonnenterrasse im Wiesenhaus. Es gibt verschiedene Brötchen, selbstgemachte Marmelade, ein Ei, Kaffee und warme Milch. Und eine Tageszeitung. Die ich sogar lese. So viel Ruhe und Entspanntheit habe ich mir seit Monaten nicht mehr gegönnt. Ich genieße es.

Nein - das ist kein Traum. Engel Christina gibt es wirklich. Sie ist Hotelangestellte hier im Hofgut Hafnerleiten. Aber deshalb ein Engel, wie alle die im Hotel arbeiten eher mit dem Herzen als nur mit dem Kopf dabei sind.

Gestern bin ich hier im Paradies angekommen. Zunächst per Zug nach München. Nächstes Mal fliege ich doch lieber, aber der Lufthansa-Streik hatte mich ängstlich werden lassen. Dann noch einmal zwei Stunden von der Münchener Innenstadt hieraus. Ostbayern, Niederbayern, kurz vor Passau. Willkommen in Bad Birnbach. Schon die ersten Eindrücke der Landschaft hatten mich milde gestimmt und meinen Stress vergessen lassen. Statt meiner coolen Berliner elektronischen Musik habe ich laut Tom Jones und Ronan Keating im Auto mitgesungen. Vorbei an Maisfeldern, dichten Wälder und satten Täler. Und durch das geöffnete Auto-Fenster Kuhstallgeruch. Idylle pur.

Zwei Tage im Hofgut Hafnerleiten und die Landschaft, das Essen und das Hotel genießen und darüber schreiben. Ich hatte es mir schön vorgestellt, denn die Bilder, die ich gesehen hatte,  waren umwerfend. Aber als ich nach insgesamt 9 Stunden endlich ins Hofgut einbiege bleibt mir schier die Spucke weg. Vor mir liegt das Paradies. Mitten in Bayern. Noch viel schöner als auf den Fotos und dann röhren im nahen Wald auch noch die Hirsche. Eins ist schnell klar: hier unterscheiden sich die Prospektfotos nur im umgekehrten Sinne von der Realität - denn in Natura ist es noch schöner! Videobeweis gefällig?? 






Die Häuser
Immer noch sprachlos beziehe ich mein Haus, denn hier gibt es keine Zimmer, sondern nur Häuser. Drei neue werden gerade gebaut, dann sind es zehn. Es gibt ein Baumhaus, ein heißbegehrtes Bootshaus, ein Gartenhaus, ein Wasserhaus und ein Terrassenhaus. Und ein Wiesenhaus. In dem darf ich wohnen. Es ist gemütlich, die Einrichtung beruhigt mich. Alle Häuser sind nach den Elementen konzipiert. Höchst individuell - und vor allem bis in Detail durchdacht. Wie alles hier. Das Ehepaar Anja Horn und Erwin Rückerl betrieb zunächst nur eine Kochschule im Haupthaus. Die war nicht nur beliebt, und die Gäste wollten mehr. Immer wieder stellten sie eine Frage: „Können wir nicht auch über Nacht bleiben?“. Kurzerhand wurde die Sauna zum Boots- und damit zum Gästehaus umgebaut – und war fortan dauerbelegt. Noch heute ist das Bootshaus die begehrteste Unterkunft im Hofgut und monatelang ausgebucht. 

Aber die anderen Häuser sind ebenso schön und individuell: Mal ist in einem Haus die Wanne in der Mitte des Zimmers – „Dann kann einer baden und der andere liegt auf dem Bett. Da kann man schön ratschen“ erklärt die Besitzerin Anja die Idee. Oder auch in der Badewanne frühstücken. Andere Häuser bieten mehr Privatsphäre. Alle haben einen Kamin und sogar eine Außenfeuerstelle für das Lagerfeuer am Abend. Bald kommen größere Häuser hinzu, in denen man auch längere Zeit verbringen kann. Hier kann man dann auch selber kochen, wenn man mag – der Kühlschrank im Haus ist dann bereits für die Gäste gefüllt. Ab Dezember sind die neuen Unterkünfte fertig. Dem Anspruch an eine besondere Architektur sei man, so die Anja Horn, von Anfang an verpflichtet. Seit das Hofgut mehrfach ausgezeichnet wurde, könne man nicht mehr einfach so bauen. Also werden auch die neuen Häuser alles andere als gewöhnlich werden. Abseits jeglicher Urlaubsklischees und wie auch die anderen Häuser ein Ort für süßes Nichtstun.

Die Atmosphäre
Ruhe, Abgeschiedenheit, Natur pur. Das Hofgut Hafnerleiten ist autark. Vor einem mit Blick nach Westen Felder und Wiesen, zur rechten Seite ein Wald. Zwei kleine Teiche zum Schwimmen gehören zum Grundstück. Einfach alles stimmt hier. Über viele kleine Aufmerksamkeiten freue ich mich, wie zum Beispiel selbstgemachte Apfelchips als Knabbersnack zur Nacht. Oder die hausgemachte Marmelade zum Frühstück, deren (üppige) Reste man am letzten Tag einfach mitnehmen kann. Es gibt keinen Fernseher und auch keinen Internetempfang – das bringt mich Reisebloggerin zur Verzweiflung. Für die Gäste ist es sicherlich ein Segen. 

Denn was gibt es schöneres, als beim Abendessen einfach auf den leuchten roten Sonnenuntergang zu starren anstatt auf das blinkende Handydisplay. Zudem sitzt man mit anderen Gästen am Tisch und plaudert. Ich habe ganz entzückende Menschen hier bei Essen kennengelernt. Es sind Gleichgesinnte. „Partners in crime“, Genießer und Menschen, die sich auf dem Ballermann unwohl fühlen. Und dann später -anstelle der Tagesthemen- kann jeder Gast vor seinem Haus noch ein Lagerfeuerchen anzünden – und beim Blick in die Flammen den Tag Revue passieren lassen.  Im Winter heizt man die Kamine in den Häusern  – und kann bei knisternden Flammen lesen. Genügend Bücher gibt es, Spiele auch. Und auch der Tag kann voll sein – wenn man mag. Gäste können hier Massagen buchen oder im Winter in der Erdsauna oder in der Finnischen Sauna verschwinden, schwitzen und nachdenken. Oder lernen: Die Gastgeber bieten unzählige interessante Koch- und sogar Baristakurse an. 

Apropos: Der Kaffee, der hiermit viel Wissen zubereitet wird, kommt von einem besonderen Händler aus München. Der ist eigentlich studierter Philosoph. Das schmeckt man, finde ich. Mir erklärt Eigentümer Rückerl im Schnelldurchlauf wie man einen guten Cappuccino macht. Wie seine Frau ist er ein Vollprofi, er ist gelernter Koch, sie Hotelfachfrau. Die ältere Tochter geht auf die Tourismusschule – beide Eltern hoffen, dass sie den Hof einmal übernehmen wird. Das hoffe ich, wie wohl alle Gäste des Hofguts mit. In dem Gästebuch von „meinem“ Wiesenhaus, werden Manager zu Poeten und schütten schriftlich ihr Herz aus. Sie schreiben, wie sie mal „ein paar Tage“ raus mussten und ihre Frauen den Kurzurlaub gebucht hatten und sie sich nicht vorstellen konnten, ohne Handy und ohne Fernseher zu leben. Und dann endlich runter kamen und traurig waren, nach drei Tagen wieder fahren zu müssen. Andere Gäste schreiben ganze drei Seiten über ihre Erlebnisse hier. Alle sind dankbar und das Lesen der Eindrücke macht mich sentimental. Ich werde auch ein paar schöne Sätze hineinschreiben und sentimental werden, dass weiß ich schon am ersten Tag. Nicht nur die Häuser sind hier nah am Wasser gebaut. Außerdem haben es mir die drei Hofkatzen angetan, besonders Janosch. Hier erfahrt ihr, warum.






Das Essen
Die Liebe geht hier auch durch den Magen. Es wird so gut es geht regional eingekauft und immer mit großer Sorgfalt zubereitet. Hier verstehen sich, zumindest bei den „normalen“ Häusern, die man mietet, die Preise ab zwei Übernachtungen mit Halbpension. Morgens kommt das Frühstück ans Haus, abends treffen sich alle Gäste zu einem 3-Gang-Menü mit Hauswein im Haupthaus.  Wer lieber im eigenen Haus essen möchte kann ein 4-Gänge Menü extra bestellen. Das Trinkwasser kommt aus 90 Metern Tiefe – aus dem eigenen Brunnen und schmeckt hervorragend. An meinem ersten Abend gab es auf dem Hof idyllisch unterm Trompetenbaum eine feine Piadina als Amuse-Gueule und danach ein köstliches Auberginen Carpaccio mit Rucola und Parmesan. Der Hauptgang war ein auf den Punkt perfektes zubereitetes Hähnchenfilet, die Haut schön knusprig, das Fleisch saftig. Dazu Kichererbsen in einer aromatischen Tomatensauce. Und als krönenden Abschluss dann noch einen hausgemachten Apfelstrudel in Vanillesauce. Köchin Franzi hat es nicht nur drauf, sie versteht auch Spaß. Dazu aber gleich...

Am zweiten Abend überzeugte mich Koch und Chef Erwin Rückerl mit einem leichten Antipasti-Trio als Appetithäppchen gefolgt von einem Tomaten-Mozzarella-Duo. Als Hauptspeise gab es ein  saftig gegrilltes Steak mit aromatischen Rosmarinkartöffelchen und Pilzen und zum Abschluss die Sünde pur in Form eines Schokoküchleins mit flüssigem Kern samt Vanilleeis. Kann ich bitte bleiben? Übrigens: Immer donnerstags gibt es für alle (und auch für Gäste aus der Umgebung und Einheimische) eine große Spaghettata. Man isst zusammen Pasta aus der Riesenpfanne - ein echtes Fest. Am Freitag Abend geht es feiner zu – ein 4-Gänge-Menü mit hochkarätigen Speisen wird dann aufgetischt. Ach ja, Köchin Franzi kann nicht nur super kochen, sie ist auch eine echte Bayerin und hat versucht, mir ihre Sprache ein wenig näher zu bringen... naja...






Die Umgebung
Das Hofgut liegt in der sogenannten niederbayerischen Toskana, wobei der Hausherr, der jahrelang in Italien gearbeitet hat, den Begriff „niederbayerische Hügellandschaft“ bevorzugt. Malerische Hügelformierungen, Wälder und Felder bestimmen die Landschaft und ziemlich oft tuckert man Treckern hinterher. Die Umgebung ist wie geschaffen für lange Spaziergänge oder Wanderungen. Das nah gelegene Bad Birnbach ist sicherlich eher etwas für ältere Semester, aber einen Besuch wert. In den örtlichen Thermen gibt es sogar ein Hammam! Bei 28 Grad Außentemperatur im Spätsommer allerdings war mir das zu warm um auch noch drinnen zu schwitzen.

Ich habe lieber die Gunst der Stunde genutzt und war bei Trachten Waldmann, einem echten Trachtenladen ohne viel Schischi, aber mit der wohl freundlichsten Bedienung weit und breit. Weil ich auf der Suche war nach jemandem, der mir das Jodeln beibringt, wurde mir kurzerhand ein bayerisches Liedgut vorgetragen – auch was feines. Und mein erstes Dirndl ist eine gute Wahl. Ich trage es gerade, als ich diese Zeilen hier schreibe. Schon allein deshalb muss ich noch mal hier herkommen – damit ich das Dirndl wieder tragen kann. Ach ja, dann muss ich auch den angeblich besten Gugelhupf der Welt ausprobieren, den es hier in Bad Birnbach gibt. Und zwar im Sammareier Gutshof.







Mein Fazit:
Eigentlich mag ich das alles gar nicht schreiben. Denn mit jedem Leser dieses Blogposts schwindet die Chance, im schönen Hofgut Hafnerleiten jemals wieder spontan ein Häuschen zu bekommen. Vor allem weil das Hofgut wie gesagt schon sehr gut gebucht ist. Mögen es mir bitte die netten (Stamm-)Gäste verzeihen, die an den beiden Tagen meines Aufenthalts kennen gelernt habe.  Also jetzt wirklich mein Fazit: Das Hofgut ist ein Traum, mehr Familie als Hotel. Ein Ort zum Wohlfühlen, Abschalten, die Seele baumeln lassen. Auch Alleinreisende werden hier glücklich, abends sitzt man nie einsam, sondern immer mit anderen Gästen amTisch - und tagsüber kann man die Ruhe finden, die man vielleicht braucht. Hier gibt es viel mehr Feingefühl für Menschen, die Natur, Architektur, Dekoration und Kulinarisches als in den vielen Hotels, in denen ich bisher übernachtet habe. Ich habe mich sauwohl gefühlt und wollte eigentlich nicht wieder abreisen. Also: ich komme wieder. Ich schnappe mir eine Freundin und buche das Wasser oder Bootshaus. Im Winter. Dann wird der Kamin angeschmissen – und gelesen. Vielleicht können wir rodeln gehen und ich abends wieder mein Dirndl tragen und Lieder über Rehragout singen. Und ich verspreche: dann gibt es keine Instagram Fotos, kein Blogeintrag und auch keine Videos. Dann mache ich das Handy aus und mache nämlich Urlaub – und eine Vollbremsung in Bayern.

Mehr und größere Fotos wie immer auf Facebook.com/reisefreunde.
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Disclaimer: Diese Blogreise wurde von vielen Engeln unterstützt. Zum einen von der Agentur PRCO in München, zum anderen vom Hofgut Hafnerleiten und von der Autovermietung Holiday Autos. Ohne sie wäre diese Recherchereise nicht möglich gewesen. Meine Meinung bleibt aber wie immer meine eigene.

Reiseunruhe. Reisefieber. Wanderlust.

Warum ist das eigentlich so? Heute hatte ich das schon wieder. Wenn mir heute jemand spontan eine Reise bis ans Ende des Universums angeboten hätte, dann wäre ich sofort eingestiegen. Ich habe schreckliche Reiseunruhe. Reisefieber.  Wanderlust, sagen die Engländer. Das hab ich so oft. Dann google ich nach Stichworten wie „Joboffer: searching for German speaking Bartender for remote island“ oder „Desperately seeking: Water temperature inspector for tiny Bora Bora island (native German speaker with Blogging skills)." Ich würde auch den Strand kämmen oder nachts die Sterne zählen. Ganz egal. Dennis, du weißt was ich meine  - oder?

An solchen Tagen schau ich mir dann erstens meinen Koffer an, den großen, und dann lasse ich meinen Blick durch meine Wohnung wandern. Genau überlegend, was ich wirklich bräuchte. Und meistens ist das nicht viel. Die Bilder meiner Familie. Und eine Handvoll Klamotten. Mehr eigentlich nicht. Zugegeben, ich könnte nicht ohne meinen Laptop reisen, aber ohne Telefon sicher. Es gibt ja Skype, wenn die kleine Insel ne Internetverbindung hat. Und wenn ich Geld bräuchte, würde ich eben ein bißchen arbeiten.

An Tagen wie diesen muss ich dann schnell in meinen Kalender schauen und anfangen, meine nächsten Reisen zu planen. Und eigentlich steht ja eine Menge an. Ganz bald schon bin ich in einem der wohl schönsten Kuschel-Hotels in Deutschland, glotze auf einen See und koche abends mit den Hotelbesitzern und anderen Gästen eine Spaghettata während draußen die Wölfe heulen. (Siehe das Titelbild auf der Startseite!) Danach düse ich zu der Bloggerkonferenz TBEX nach Girona und bilde mich weiter. Muss ja auch sein. Dann bin ich kurze Zeit später als Reisebloggerin auf der Buchmesse in Frankfurt eingeladen, zusammen mit meinen Reisebloggerfreunden von unserem frisch gegründeten Reiseblogger Kollektiv. Danach geht es auch schon gleich in die wunderschöne Toskana, in ein bezauberndes Hotel. Ich hoffe auf gutes Wetter und noch besseres Essen. Danach weile ich unter Schafen und bin für ein paar Tage an der Nordseeküste zum Nordseeinsel-Hopping unter anderem wohne ich auf einer einsamen Hallig. Ich hoffe es stürmt kräftig. Dann kann ich tagsüber in Friesennerz und Mütze rumlaufen, mir das Hirn freipusten lassen und abends vorm Kamin einen Schietwettertee trinken. Auf dem Rückweg schaue ich dann noch bei der Reisefreundin Elke vorbei.

Tja und dann wird es heiß: ich bin ein paar Tage in Dubai – das ist meine erste Begegnung mit einem arabischen Emirat, und ich bin sehr gespannt. Ob ich genauso elegant wie meine Reisefreundin Yvonne vom Kamel fallen kann? Und vielleicht geht es danach noch viel weiter weg. Ich arbeite gerade dran – drückt mir bitte die Daumen..... Und wo ich hier meine eigenen Worte selber lese, denke ich: na komm – du bist doch ständig unterwegs. Und ich sage so zu mir zurück „Ja ja – das stimmt.  Also hör' auf im Internet zu surfen. Mach dir 'ne Flasche Wein auf und guck mal aus dem Fenster. Zuhause ist doch am schönsten!“ Aber irgendwie glaube ich mir das selber nicht.....

Fotos: Startseite von Hotel Hofgut, diese Seite Foto 1 privat, Foto 2 von Primo PR.