Italien Wochen!

Mailand, die Lombardei und Emilia Romagna

Sommer in London

Sonniger, günstiger und schöner als gedacht

Mein Neuseeland

Meine Abenteuer am schönsten Ende der Welt

New York: Die besten Tipps von Locals

Schön, wenn man Freunde hat, die sich auskennen

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Soulfood, Baby!

Herzhaft, bodenständig und saulecker: das Essen in den Südstaaten der USA

Die coolste Kleinstadt Amerikas

Berlin in Maryland

Zum Meer, zum Meer ....

Auf dem zur Küste von Virginia

4,3,2,1... mein Geburtstag im Camper

Party auf vier Rädern, durch drei US-Staaten, mit zwei Freunden und einer Erkenntnis

Sweet home Alabama?

Abseits von Bluebell - kein Hart of Dixie

Buntes Mississippi

Roadtrip Südstaaten - auf den Spuren der Natchez Indianer

Das schwere Erbe der Südstaaten

Erste Einblicke hinter die schönen Kulissen

Mein Amerikanischer Traum

Roadtrip durch die Südstaaten der USA

Das Essen auf den Philippinen

Eine kulinarische Rundreise mit Reisefreunde

Von Delfing-Babies und Zicklein

Meine Tour ins Paradies nach Pamilacan

Ein perfekter Tag auf Bohol

Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen

Warum ich auf Palawan im Knast gelandet bin

Und was PSY damit zu tun hat

Banaue: Der Schatz von Tan An

Reisen macht glücklich

"Don't be instant tourists"

Meine magische Begegnung mit Virginia, einer Reisbäuerin in den Philippinen

Betrübt nach Banaue

Unglück und Glück liegen manchmal nah beieinander

Sagada - wo die Särge hängen

Beste Aussicht für freie Seelen

Vigan, alte Stadt mit jundem Herz

Der Ort, an dem die Menschen mein Herz im Sturm eroberten

Die Philippinen - endlich!!!

Erster Stop: Tanz auf dem Vulkan Pinatubo

Reise durch Jordanien

Am Toten Meer und durch die Ruinen von Petra

Shanghai - eine erste Annäherung

Auf der Suche nach dem alten Shanghai

Inselhopping auf den Malediven

Und warum in meinem neuen Domizil ein Sofa im Sand steht

Kapstadt: Unterwegs mit der Condor Crew

Ihre besten Tipps für die Metropole Südafrikas

Mein Tag als Flugbegleiterin bei Condor

Nenn mich bloß nicht Saftschubse

Curacao: Ich mach dann mal blau

Auftakt zu einer bunten Reise

Mein Wochenende in Brügge

Eine überraschend schöne und ruhige Stadt

Unendliche Weiten

Mein Bilderbuch Amerika - aus der Windschutzscheibe

Hit the road, Gigi

Zum ersten Mal in meinem USA Road Trip Wohnmobil

Heartland USA: Start ins Abenteuer

Und am liebsten gleich alles nochmal...

Singapur - im Streetfood Himmel

Einen ganzen Tag lang nichts als bestes Essen...

Schatzsuche im Bretonischen Meer

Und man denkt, man ist in einem Film gelandet

Ein Sommer-Wochenende in Glasgow

Das coolste Hotel und die besten Locations in der schottischen Metropole

Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

New York: Die besten Tipps von Locals

Früher hatte ich das beste Trüffelschweinchen für New York: Meine Zwillingsschwester Tine. 17 Jahre lang hat sie im Big Apple gelebt – und wurde sogar Amerikanerin - und auf ihre Tipps, vor allem die kulinarischen war immer Verlass. 2007 kehrte sie dann doch zurück nach Deutschland. Als ich jetzt nach etwa drei Jahren wieder in „The City“ war (damals auch schon ohne Tine), fühlt sich das irgendwie komisch an. Aber mittlerweile leben dort einige Freunde von mir – sie haben mir IHR New York gezeigt und ich gebe ihre Tipps gern an euch weiter. New Yorker Locals und ihre Lieblingsplätze:
Amandine war einst eine Praktikantin bei mir. Seit Jahren lebt sie nun schon in New York und hat Karriere gemacht. Sie ist ein echter Foodie: sie hat einen ausgezeichneten Geschmack und ist ständig in der Stadt unterwegs, um Neues zu entdecken. Hier sind ihre vier besten New York-Tipps:

La Esquina – “Speakeasy”
114 Kenmare
La Esquina heißt „Die Ecke“ und das passt – im schicken Nolita in Manhattan an der Ecke zur Kenmare Street findet man das Restaurant, das von außen wie ein Imbiss aussieht. Aber: wenn man am Türsteher vorbeikommt, darf man die Treppe runter durch die Küche gehen und ist im eigentlichen Restaurant. Was einen dort erwartet: Gute Musik, leckere Tacos und Cocktails. Frühzeitige Reservierung absolut notwendig!
Cafeteria
119 7th Avenue
Die größte Bekanntheit hat Cafeteria als einer der Drehorte für die Serie „Sex and the city“ erlangt. Das Restaurant in Chelsea wird auch Jahre nach der Sendung noch oft von  Freundinnen und Fans der Serie gestürmt - und das rund um die Uhr! Denn Cafeteria hat tatsächlich 24/7 geöffnet. Serviert werden leckere Cocktails und gutes Essen, der Bestseller sind die „Truffle Fries“. 


Mulino A Vino
337W 14th street
Ein nagelneues Weinrestaurant für echte Weinliebhaber und für diejenigen, die es werden wollen. Hier gibt es 40 verschiedene Weine – und das auch im Glas! Michelin-Starkoch Davide Scabin zaubert verschiedene italienische Gerichte, die man in small, medium und large bestellen kann (so kann man viel probieren und/oder teilen).

Eataly
200 Fifth Avenue
Der italienische Gourmettempel schlechthin. Eataly ist nicht nur der „One stop shop“ für leckere italienische Lebensmittel, hier finden sich auch neun verschiedene Restaurants (Fish, Pasta, Pizza, etc.) und eine Nutellabar! Mein Geheimtipp: im Sommer auf dem Rooftop einen Platz ergattern und dort ein paar Drinks schlürfen!

Chris kenne ich nun schon seit zehn Jahren. Damals startete er gerade in die Selbständigkeit - er bot als Erster kostenlose Sightseeing-Touren durch Berlin an. Mittlerweile ist aus Sandemans New Europe eine wirklich große Firma geworden mit Touren in etlichen Städten. Erst vor knapp einem Jahr ist Chris nun nach New York gezogen, gelebt hat er dort schon einmal. Auch im Big Apple kann nun jeder kostenlose Sightseeing Touren mit ihm und seinen lustigen Guides buchen. DAS ist ja schon mal ein wirklich spannender Tipp - hinzu kommen seine Lieblinsgplätze:

Roberta's

261 Moore St., Brooklyn
Jeder in New York hat seinen Lieblingspizzaladen - und das ist meiner! Irgendwie kommt man sich abenteuerlich vor, wenn man aus Manhatten den "L"-Train nach Bushwick nimmt, aber es lohnt sich. Denn während schon die normale Pizza von Roberta's gegen jede andere Pizza der Stadt haushoch gewinnt, ist die Calzone einfach die allerbeste. Die smoked ribs, das lokale Bier vom Fass, die etwas hinterwäldlerische Seite des allgegenwärtigen Hipster-Feelings lassen mich mindestens einmal im Monat hierherpilgern. Sogar zum Brunch.

Tacombi

267 Elizabeth Street
Meine Kalifornischen Freunde haben mir immer geraten, eine große Portion Skepsis an den Tag zu legen, wenn es um Mexikanisches Essen geht, das nicht von einem Foodtruck kommt. Diese Jungs hier aber haben alles richtig gemacht: sie haben einen Foodtruck einfach in ein Restaurant gestellt und daraus einen wirklich coolen Ort gemacht. Hier gibt es sehr gute Guacamole, ausgezeichnete Mais Esquites und für mich den besten Fisch Taco aller Zeiten UND der ganzen Welt. Das geniale Essen und das Interieur machen Tacombi zu einer beeindruckenden Location. 

The Frying Pan

Pier 66 in Hudson River Park
Im New Yorker Sommer geht es im Prinzipg nur draum, möglichst gut und cool draußen zu essen und zu trinken - und das am besten in einer der gehypten Rooftop Bars. Das ist alles völlig okay für mich, aber erstens ist es dort immer unglaublich voll, und zweitens haben die meisten dieser Bars einen Dresscode. Bei Pier 66 geht es entspannter zu: hier ankert eine alte Barkasse mit lecker Essen und Trinken. Direkt nach dem Feierabend kann es etwas voller werden, aber sonst gibt es keinen besseren Ort, um etwas zu essen und mit einem Drink in der Hand die Sonne und die Aussicht auf den Hudson River zu geniessen.



Carolyn war früher die Nachbarin meiner Schwester. Schon vor einigen Jahren ist sie aus der alten Gegend weggezogen und lebt nun in einem Viertel von Brooklyn, das gerade dabei ist hip und schick zu werden... wie so oft in Großstädten. Sie ist Tänzerin und Personal Trainerin – und sehr an Kultur interessiert. Hier sind ihre Tipps für Brooklyn:
WTF Coffee Lab
47 Willoughby Avenue, in Ft. Greene, Brooklyn
Die Leute hier haben buchstäblich aus Kaffee eine Kunstform gemacht und den Laden mit antiker Apotheker-Deko und medizinische Gläsern bestückt um hier ihren ausgezeichneten Kaffee aufzubrühen. Es gibt handaufgebrühten Kaffee  - oder Kaffee der langsam durch Glassiphons Tropfen für Tropfen gebrüht wird. Auch speziellen Tee bekommt man hier fast zeremonienartig serviert. WTF Coffee Lab liegt nur einen Block vom Ft. Greene Park entfernt, so dass man - nachdem man seine lohnenswerten fünf Minuten auf sein Getränk gewartet hat - an die Spitze des Parks spazieren kann und dort in der Sonne faulenzen, beim Rauschen der Bäume dösen - oder den Jungs beim Fußballspiel zusehen kann.
Blew Smoke Cigar Lounge
593 Washington Ave, Brooklyn
Eine echte Seltenheit in New York. Hier in Brooklyn findet man eine Zigarrenlounge und Bar, eingerichtet wie in einem altenglischen Club – samt stattlicher Salonmöbel und besten Drinks und Cocktails. Touristen gibt es hier keine, nur Locals, die sich derbe Witze bei einem Glas Scotch erzählen und zwischen den besten Zigarren der Welt wählen können.


Brooklyn Museum: "First Saturdays"
200 Eastern Parkway, Brooklyn
Den ganzen Sommer und frühen Herbst durch öffnet sich das Brooklyn Museum seine Türen kostenlos  - immer am ersten Samstagabend eines jeden Monats. Jede Veranstaltung des „First Saturdays“ hat ein anderes Thema. Es gibt Live-Musik, kurze Dokumentarfilme, Tanzkurse, Essen und Trinken und Zugang zu den Sonderausstellungen. "First Saturdays" ist immer eine lustige Mischung aus Brooklyns Kultur und Kunst, die meisten der musikalischen und tänzerischen Darbietungen und auch die Dokumentarfilme kommen von Künstlern aus Brooklyn. Der billigste und beste Ort für ein Date!
 
Jan und Freya hat es vor einiger Zeit nach New York verschlagen. Die beiden führen ihre Marketing und PR-Agentur Sagency auch noch in Berlin, aber auch in New York kennen sie sich bereits bestens aus! Hier ihre Tipps für New York:

The Box

189 Chrystie Street

Cabaret in feinster Umgebung. Die Box in der Lower Eastside bietet nicht nur ein interessantes und gut durchmischtes Publikum. Die nächtlichen Live-Shows übertreffen sich zu fortschreitender Stunde in Skurrilität und variieren wöchentlich. Viel nackte Haut und gute Stimmung versprechen einen unvergesslichen Abend.

Totto Ramen
366 West 52nd Street
Momentan der angesagteste Ramen-Laden der Stadt. Es werden keine Reservierungen angenommen und auch nicht geliefert. Teilweise findet man eine Schlange vor der Tür vor, die sich über einen gesamten Block erstreckt. Aber die Wartezeit von bis zu einer Stunde lohnt sich - die Ramen-Suppen sind einfach hammergut!

The John Dory Oyster Bar
1196 Broadway

Lust auf frische Austern oder hervorragenden Fisch? JDOB ist genau die richtige Wahl. Angeschlossen an das stylische Ace Hotel bietet die Bar ein tolle Atmosphäre mit hervorragendem Essen. Unbedingt die hauseigenen Parker House Rolls (Brioche-Brötchen mit Meersalz und Kräuterglasur probieren!). Ein Traum!


Mehr Tipps für New York findet ihr auch auf meinem Pinterest Board "Get Local" und hoffentlich auch bald hier, ein paar Freunde fehlen noch in der Sammlung :)

Soulfood, Baby!

Muschelparadies
Es ist 11h. Ich bin seit 5 Uhr wach. Der Mexikanische Golf hat die Luft mit Salz geschwängert, die Möwen ziehen kreischend über Apalachicola an der „Forgotten Coast“, an der außer Sümpfen nicht mal Rentner zu finden sind - und ich habe Hunger. Dass es in der süßen Kleinstadt eine so große Auswahl an Seafood Restaurants gibt, ist eigentlich kein Wunder. Apalachicola ist die Austern-Hauptstadt. Mein Weg führt mich über einen unfassbar großen bunt gemischten Krimskrams-Laden direkt gegenüber zu Boss Oyster, der dankenswerterweise schon auf hat  - und bei dem auch viel zu früh aufgestandene Europäer schon vor 12 Uhr etwas zu essen bekommen.


Das hatte ich:
Oyster Rockerfella & mit Zimt und Chili gewürzte Süßkartoffel-Pommes
So war es:
Gut, teilweise richtig gut. Vor allem die Aussicht von der Terrasse ist unbezahlbar
Note:
  3 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
ja, Apalachicola ist winzig, aber wirklich entzückend.



Lunch mit Krokodil
Eingepfercht zwischen den letzten Metern von Florida und den ersten von Mississippi liegt die Mobile Bay als südlichster Zipfel des Staates Alabama. Hier treffe ich die deutsche Auswanderin Manja, die mit ihren drei Kindern und amerikanischen Mann Jaime in einem süßen Häuschen wohnt und sich als Bäckerin selbständig gemacht hat. Wir verbringen ein paar Stunden zusammen – und zu meiner Freude muss ich sagen: oftmals essend. Nicht nur serviert sie mir ihr frisch gebackenes Brot, sondern auch ganz warme und herrliche Laugenbretzeln. Und wir fahren gemeinsam raus Richtung Bay. Auf der Fahrt sehen wir ein paar Krokodile, die uns neugierig aus dem Wasser betrachten. Im Bluegill Restaurant setzen wir uns nach draußen auf die Terrasse und bestellen alles, was man hier essen muss: Gumbo, Green Fried Tomatoes, Crabs. 

Das hatte ich:
Crabmeat Omelette Po Boy und ein paar Vorspeisen
So war es:
Mein Gericht was okay, so richtig klasse aber waren die Green fried Tomatoes mit Crawfish royal.
Note:
2-3 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
ja, es gibt schöne historische Ecken in Mobile

Ran an den Shack
Aus einem winzig kleinen und von innen sehr dunklen Fressbüdchen Petty's BBQ am Straßenrand (in den USA auch Shack genannt) schaut mich ein Mann an. Also das glaube ich zumindest. Denn sehen kann seine Augen nicht. Eigentlich kann ich überhaupt nichts sehen. Er ist Afroamerikaner, trägt eine schwarze Sonnenbrille und nimmt meine Bestellung auf. Pulled Pork Sandwich und Green Fried Tomatoes - beides Spezialitäten der Südstaaten - will ich essen. Und anscheinend wiederholt er jetzt noch mal vorsichtshalber meine Bestellung laut, beziehungsweise kann ich das nur erahnen. Denn was aus seinem Mund kommt, hört sich für mich ungefähr so an: „Iiihhhn feit omaosn pullpor“. Ich nicke mal vorsichtshalber freundlich. Die Südstaatler mit ihrem schweren und alles in die Breite und Länge ziehenden, die Hälfte der Silben verschluckenden Akzent zu verstehen, habe ich in den Wochen meines Roadtrips nicht geschafft. Aber als dann mein Essen endlich fertig ist und mir derselbe Mann das Tablett durch das kleine Fenster reicht, kann ich genau verstehen, dass er „Enjoy Darling“ sagt. Hach!


Das hatte ich:
Pulled Pork Sandwich und Green Fried Tomatoes
So war es:
saulecker, vor allem das Pulled Pork Sandwich.
Note:
4 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
ja, Starkville ist eine typische Kleinstadt, sogar mit Universität – aber eben wirklich winzig


Wie bei „House of Cards“
Der Duft haut mich um. Als ich die Tür meines Wohnmobils öffne, werde ich von lockenden Gerüchen umzingelt. Pulled Pork, Hefebrötchen, süßliche Barbecue Sauce, Ribs. Ich bin im Grill Himmel - besser gesagt im BBQ Himmel. Die Zubereitungsmethode hat ja rein gar nichts mit unserem Haus- und Hofgrillen zu tun, dies aber nur mal am Rande. Viel wichtiger: der Geruch wird stärker je näher ich der alten Holztür zum Shack komme. Farbe blättert von den Holzwänden neben ihr. Die Tür wird von innen geöffnet, mir kommt ein älteres Pärchen entgegen, ich finde sie sehen glücklich und satt aus.Ein gutes Zeichen!
Dieser BBQ-Shack des Vertrauens liegt in Maryland und heißt Em-Ings. Noch eine Nacht habe ich in meinem Camper vor mir, da will ich noch mal ordentlich Soulfood haben, bevor es ins schicke New York geht. Die Anzeigentafel, auf den die unterschiedlichen Fleischgerichte und Beilagen stehen ist leider verwirrend. Kann ich einfach alles haben? Ich nehme dann doch die Ribs mit Bohnen, Cole Slaw und Hefebrötchen, wenn schon denn schon! Als die Rippchen in meinem Mund zergehen, komme ich mir vor wie Frank bei House of Cards. Nebenan sitzen zwei dicke Truckfahrer, die anerkennend rüber schauen, als sie meine große Portion sehen. Ich frage sie nach einem guten Crab Shack – und höre abrupt auf zu essen, als sie mir sagen, der sei nur 4 Kilometer weiter. Huch. Also: Rippchenreste einpacken - abends schmecken die auch noch wunderbar im Sandwich- und los...

Das hatte ich:
Rippchen mit diversen Saucen, Cole Slaw, Hefebrötchen und Bohnen
So war es:
Sehr gut!
Note:
4 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
nein, es sei denn man steht auf halbverfallene Dörfer, einzige Ausnahme: in der Nähe liegt Amerikas coolste Kleinstadt!





Flohmarkt mit Crabcake 
Und so erreiche ich besagte 4 Meilen weiter Baileys Seafood. Ich öffne die Tür und werde als erstes erschlagen von dem Interieur. Ein Sammelsurium von Bildern, Fischernetzen, Köfferchen und weiß der Henker was schreit um die Aufmerksamkeit meiner Augen. Viel zu viel. Also suchen meine Augen in Bruchteilen einer Sekunde nach Halt. Als erstes treffen sie auch einen stark übergewichtigen Mann, der in der einen Ecke sitzt.  Ein „Hi there“ von der anderen Seite lässt meinen Kopf drehen und zwei junge Frauen erblicken. Die eine Afroamerikanerin und dick, die andere weiß und dünn – und voll tätowiert und gesprächig. Wo ich denn herkäme will die Letztere wissen, während einen Raum weiter mein Crabcake Sandwich gebraten wird. Als ich ihr sage, dass ich mit dem Wohnmobil durch die USA toure und eigentlich aber aus Berlin, Deutschland komme reagiert sie mit folgenden Fragen: “Oh, how long does it take to drive all the way from Germany to the US?“ und „If you live in Berlin, do you know Steffi? She’s a singer there?!“ Nun ja. Ich bin wie immer höflich geblieben und habe alle Fragen beantwortet – mit unterdrücktem Schmunzeln. Der dicke Mann war übrigens der Besitzer und Sammeln ist, Wunder oh Wunder, seine Leidenschaft. 

Das hatte ich: Crabcake
So war es:
gut
Note:
3 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
ich hab die nächst gelegene Stadt nicht wirklich gesehen.






Burgermeister-Love 
Ich hasse MacDoof und auch Burger Schling. In den USA aber gibt es wirklich akzeptable Burgerketten: wer sich in Kalifornien befindet, darf sich besonders glücklich schätzen, da es dort die geile Kette „In-n-Out“ gibt. In den Südstaaten stand ich gleich zweimal vor den frisch geputzten Tresen der „Five Guys“ Kette. Mit augenscheinlich extrem guten Fritten und frisch gemachten Burger nach Wahl haben sie mein Herz und meinen Magen erobert. Wie man die Dinger übrigens isst: Burger aus der Alufolie auswickeln, den Burger auf die eine Seite der Folie, die Pommes aus der braunen Papiertüre daneben auf die andere Seite der Alufolie kippen. Voila.

Das hatte ich:
Cheeseburger mit Bacon und süßen Zwiebeln und Champignons mit schön krossen Fritten (normal oder mit Chili)
So war es:
sehr gut
Note:
4 von 5 Reisefreunde-Sternen
Lohnt sich ein Stopp auch sonst:
die meisten Five Guys liegen nicht (außer interessanterweise in LONDON, da habe ich neulich auch einen entdeckt) in der Stadt, sondern bei großen Malls außerhalb der Städte. Auf jeden Fall lohnt sich ein Umweg für einen Five Guys Laden!


Mehr zu dem bestem Burger der Welt gibt es hier und dem besten Soulfood in Virginia habe ich hier ein paar Zeilen gewidmet!

Mein Fahrbarer Untersatz wurde von CU Camper gesponsert!

Die coolste Kleinstadt in den USA

Klopf Klopf... die Tür knarrt ein wenig, als ich mich dagegen lehne und sie aufdrücke. Eine kaugummikauende Frau mittleren Alters schaut mich fragend durch die Glasscheibe zwischen mir und ihr an. Ihre dunklen Haaren wehen im Wind des alten Ventilators der neben ihr steht. In der winzigen Polizeistation riecht es nach geputztem Linoleum und viel zu schwachem Kaffee. „Hi“ sage ich, „I am from Berlin, Germany. Is there maybe an officer who would like to be on a picture with me?“ Ihre Augenbrauen ziehen sich zusammen – zuerst denke ich sie versteht mich nicht. Es dauert aber nur eine weitere Sekunde, dann lächelt sie und antwortet: „Sure honey, I'll check“ - steht auf, geht nach hinten und kommt mit einem Beamten in Uniform wieder. Ende dreißig ist er wohl, hat etwas zu viel auf den Rippen, trägt ein einfaches Brillengestell und fixiert mich mit seinen kleinen runden Augen. Nachdem ich mich noch einmal erkäre, taut er auf und macht den kleinen Spaß freundlicherweise mit. Jeffrey Lawson heißt er - tatsächlich... "der Sohn des Gesetztes" - und lächelt nicht nur verschmitzt in die Kamera, er schenkt mir auch noch etwas: ein nagelneues Polizei-Abzeichen seiner Stadt. Was für ein schöner Empfang. 

Ach ja, vielleicht sollte ich das mal kurz erwähnen. Die winzige Stadt, in der ich mich befinde, heißt wie die Stadt in der ich lebe: Berlin. Allerdings liegt sie in Maryland, USA. Dieses Berlin hat knapp 4.500 Einwohner, im Sommer sind es auch mal mehr. Wie eine Lebensader durchzieht, typisch Amerika, eine schmale Hauptstraße die Kleinstadt - an ihr sind fast alle Geschäfte zu finden. Und das sieht besonders hübsch aus. Die meisten Häuser der Mainstreet sind aus rotem Backstein im viktorianischen Stil gebaut, die Fußwege vor den Ladenfenstern sind ansehlich überdacht. Es gibt kostenloses Wifi für Besucher in der Stadt, ein kleines Hotel mit (wie man mir mehrfach versichert) guter Küche, zwei ganz hübsche Cafés und anscheinend ein intaktes Gemeinde-Leben.

In Berlin werden alljährlich ein smoothes Jazz und Blues Festival und andere skurrile Festivitäten wie das Badewannenrennen, das köstliche Pfirsich-Fest oder das High-Heel-Race veranstaltet. Der pittoreske Ort wird von hübschen Villen umzingelt, alle mit gepflegtem Vorgärten und frisch getünchten Fassaden. Vielleicht sind all dies Gründe, warum Berlin in diesem Jahr von den Lesern des Magazins "Budget Travel" zur coolsten Kleinstadt Amerikas gewählt wurde. Ich finde: zu Recht!

Die schöne Atmosphäre der Stadt ist umso eigenartiger, weil rundherum in angrenzenden Gemeinden und Örtchen einfach mal gar nichts los ist. Ganz im Gegenteil: hier sind teilweise die Häuser verfallen und man kommt sich vor, als würde man durch Geisterstädte fahren. Aber in Berlin, Maryland blüht das Leben. Sprichwörtlich. Pralle Blumen überall, die Häuser sind renoviert, die Feuerwehrautos blitzeblank geputzt. Auf der Straße grüßt man sich natürlich und schnackt miteinander. Und anscheinend legen die Marylander Berliner Wert auf gute Ernährung: es gibt einen kleinen Bioladen und eine Weinhandlung - und ich bekomme mit, wie die Besitzerin eines schönen Cafés mit dem Pastor der Gemeinde plaudert und ihm wohlwollend rät, er solle doch lieber mal einen guten Tee statt so viel Kaffee trinken. Bilderbuch Amerika.

Im zweiten Café, dem Berlin Coffee House, komme ich mit dem Mitarbeiter ins Gespräch und durchlöchere ihn mit Fragen. Dabei lerne ich, dass Berlin natürlich ÜBERHAUPT nichts mit meinem Berlin in Deutschland zu tun hat, sondern von einem Familiennamen stammt. Die Familie Burleigh betriebt hier einst eine Herbege, ein „Inn“ – und irgendwann wurde der Einfachheit halber einfach Berlin draus. Aber mein Berliner Bürgermeister Wowereit sei trotzdem schon mal da gewesen. Und nicht nur der. Vielleicht kennen romantisch veranlagte Leser diesen Ort aus der Hollywood-Schmonzette "Die Braut, die sich nicht traut" mit Julia Roberts und ihrem ewigen geliebten Richard Gere? Ich hab den Film glaube ich nicht gesehen, hole das aber mit Sicherheit nach!

Einen Block weiter entdecke ich einen bunten Shop mit hübschen T-Shirts aus Berlin. Der Lokalpatriotismus scheint mich schnell angesteckt zu haben, nicht mal von meinem Berlin habe ich ein T-Shirt, hier in Maryland finde ich eins, das mir gefällt. An der Kasse komme ich mit dem Besitzer des Ladens ins Gespräch. Er heißt Steve Frene und erzählt mir mit strahlenden Augen und geschwellter Brust, dass er ein Lied über seine Stadt geschrieben hat - und dass es sogar ein Video dazu gibt. Schon auf dem Weg zu meinem Wohnmobil lade ich das Video auf meinem Handy und höre und schaue es mir an. Ich finde den Ohrwurm tatsächlich sehr eindringlich und kann nicht anders: ich reiche ihn einfach an euch weiter. 



So schön kann Berlin sein - nicht nur mein großes Berlin, das ich so liebe. Irgendwann in diesem Leben will ich noch einmal wieder kommen und etwas länger zu bleiben. Und vielleicht werde ich dann mit den Bewohnern einen Eistee schlürfen nachdem ich beim Badewannenrennen mitgemacht habe. Oder ich könnte mit den Jungs der Feuerwehr ein paar fette Steaks braten und mit Steve ein neues Lied singen? Oder sogar mit Jeffrey einen Tag Streife zu laufen? Ich als Praktikant in Berlin, Maryland sozusagen. Ich könnte mich ja mal bewerben, oder? 


Hoffentlich lautet die Antwort dann auch „Sure honey!“.

Danke an CU Camper für die Unterstützung meines Wohnmobil-Roadtrips durch die USA.


Zum Meer, zum Meer ...

Mein Roadtrip durch die USA mit Wohnmobil nähert sich dem Ende. Also muss ich Strecke machen. Ganz fix will ich es nach Nordosten schaffen. In nur drei Tagen muss ich den Camper in Newark kurz vor New York abgeben. Leider.


Virginia ist mein nächster Staat. Ich muss selbstredend ständig an Virginia von Zucker Zimt und Liebe denken - meiner Freundin der Backbloggerin, deren Kuchen ich zwar nicht nachbacken kann (bin zu blöd zum Backen), aber deren Blog ich sehr gern lese. Und natürlich bekomme ich Hunger, als ich an sie denke. Ich halte in Williamsburg, Virginia. Die ganze Stadt soll im Prinzip ein Museum sein. Und tatsächlich: überall laufen Kostümierte herum, die historische Altstadt ist gut erhalten und liebevoll restauriert. Vielleicht ein Mü zu viel, aber untertrieben haben die Amerikaner ja noch nie. Nur einen Parkplatz finde ich nicht so leicht.

Tatsächlich habe ich in einem klassischen Reiseführer von einem Restaurant gelesen, dass sich spannend anhört. Im Chickahominy House wird seit fast 60 Jahren das Gleiche serviert – regionale Hausmannskost zu einem Spottpreis. Im kleinen Häuschen, das innen aussieht wie ein Wohnzimmer mit vielen kleinen Räumen, sitzen vor allem ältere Herrschaften und lassen es sich schmecken. 



Meine Kellnerin (die schnell zu meiner Lieblinsgkellnerin wird, Foto leider unscharf... ) bringt mir die Karte mit einem Lächeln, wie ich es sonst noch nicht gesehen habe. Oft wird man in den USA angelächelt, aber so herzlich wie hier wurde ich selten empfangen. Auf dem Menü lese ich viele Gerichte, die sich einfach aber lecker anhören, die Preise liegen alle unter 10 US-Dollar. Nur für den "Kombiteller" - die Empfehlung des Hauses - muss man etwas mehr bezahlen.



Ich nehme Chicken & Dumplings, von diesem Gericht hatte ich schon vorab online einiges gelesen –  einen Salat und dann noch ein Stück Kuchen. Das Essen kommt wieder mit einem Lächeln von meiner Kellnerin – und es schmeckt, auch wenn es hier auf dem Foto nicht sehr appetitlich aussieht, einfach köstlich. Eine Art Hühnerfrikassee, mit saftigem Fleisch, einer delikaten Sauce und darunter selbstgemachten Kartoffelknödeln! Bestes Soulsfood aller Zeiten! Wie bei Omma...


Satt und glücklich – in meiner allerliebsten Gemütsverfassung – starte ich wieder mein Wohnmobil, denn ich will ans Meer. 150 Meilen liegen noch vor mir – mein Ziel: Chincoteague Island in Virginia auf der Delmarva Halbinsel. Ich fahre durch zwei ewig lange Tunnel und über ewig lange Brücken. Beim Bezahlen der Maut werde ich übrigens vorher gefragt, ob ich mein Propan-Gas abgestellt habe. Ich lüge „Ja sicher“ – und man glaubt es mir. Uff. Keine Ahnung, wie man das Gas am Camper abstellt...


Nach fast drei Stunden erreiche ich mein Ziel. Chincoteaque ist ein Badeort, wie er im Bilderbuch steht - zumindest wie ich ihn mir vorgestellt habe. Kleine bunte Häuser zieren die Hauptstraße, es gibt süße Cafés, eine Menge nett aussehender Restaurants und Shops mit Strandequipment aller Art. Denn genau hinter dem Ort liegt das Meer. Der Strand liegt schon auf dem Gebiet eines Nationalparks. Aber erst mal fahre ich auf den Maddox Campground, der als einziger halbwegs bezahlbare Übernachtungspreise bietet. Ein bisschen Einbuße ist dann auch dabei – der Platz ist groß und nicht besonders schön, aber für eine Übernachtung soll es reichen. Immerhin habe ich nach einer endlich angenehm abgekühlten Nacht großes Glück: Mein Camper-Nachbar kommt kurz rüber und schenkt mir sein Ticket für den Eintritt und die Zufahrt in den Nationalpark! Er hatte ein Wochenticket – und so spare ich glatte 15 Dollar, die ich für ein Tagesticket hätten blechen müssen. Klasse!


Ich packe meinen Sachen zusammen, fahre vom Platz und rolle langsam Richtung Nationalpark, zeige meinen Pass vor, werde durchgelassen (innerer Jubel!) und bin froh, dass ich meine Klimaanlage anhabe und meine Fenster geschlossen sind, als ich durch ein sumpfiges Gebiet zum Strand fahre. Denn: Hier wimmelt es von fiesen fetten Bremsen. Sie sammlen sich vor meiner Scheibe  - und ich sehe am Straßenrand Wagemutige, die angehalten haben, um die hier lebenden Wildpferde in der Landschaft zu fotografieren. Die Fotos, denke ich, haben einen hohen Preis: wer sein Bild nicht verwackelt haben will, muss die Stiche der Bremsen über sich ergehen lassen...

Dann endlich sehe ich den Strand. Recht ungestüm treffen hier die Wellen des Atlantiks auf die weiße Küste. Der anfängliche Dunst legt sich und die Sonne kommt langsam hervor. Einige Familien tummeln sich am weitläufigen Ufer, die Möwen kreisen und es riecht nach Salz. Etwas wehmütig schaue ich nach Nordosten, nach Europa, genieße die Sonne und die Meeresluft und bin glücklich und traurig zugleich, schon so weit gekommen zu sein. Roadtripping öffnet mir immer das Herz, aber es zwickt gewaltig, wenn sich die Fahrt dem Ende nähert.

Fast schon ein letztes Mal: Danke an CU Camper für die Unterstützung!

 

4,3,2,1 ....mein Geburtstag im Camper

Es ist der 5. Juni - ein Tag vor mein Geburtstag. Ich werde ihn auf vier Rädern in meinem Wohnmobil feiern, durch drei US-Staaten fahren und dabei zwei der Menschen bei mir haben, die mir sehr am Herzen liegen. Denn meine liebsten Freunde Fatma und Axel - die mittlerweile in den USA leben - sind für ein paar Tage auf Roadtrip-Besuch gekommen. Was für ein Geschenk! 



Gemeinsam machen wir uns auf die Fahrt Richtung Smoky Mountains. Drei Staaten werden wir an nur einem Tag durchqueren - Georgia und Tenessee sind dabei, aber wir starten und enden in North Carolina - wir wollen zum Campinplatz am Persimmon Creek.

Ein Unwetter zwingt uns zum Zwischenstop. Es ist also schon stockdunkel, als wir auf den abseits gelegenen Platz rollen. Das einzige Licht das wir sehen sind Glühwürmchen, die uns hier einen Emfang bereiten, als stünden wir im Blitzlichtgewitter auf einem roten Teppich. Ich parke den Camper und wir wollen raus und uns die Glühwürmchen anschauen, als wir in der Nähe ein Knurren hören. Fatma und ich bleiben wie angewurzelt stehen. Gibt es hier Bären? Axel lacht.  Dann wieder: ein Knurren. Aber sehen können wir nichts,  die Nacht ist pechschwarz. Fatma und ich verschwinden im Wohnmobil, unser Held Axel muss in den Wagen gezogen werden. Kurz vor zwölf werde ich in die Fahrerkabine, hinter den Vorhang verbannt. Und dann darf ich endlich raus: meine süßen Freunde singen mir ein Ständchen und haben bei unserem letzten Stops klammheimlich einen Cupcake gekauft, der jetzt ganz herzig mit Kerzchen drauf vor mir steht. Ich bin zu Tränen gerührt. Wie lieb! Wir öffnen ein Gläschen Brut und sitzen noch etwas und reden. Es ist schön, beide wieder um mich zu haben. Lange sind sie noch nicht in den USA, aber jeder Tag ohne sie in der Nähe zu wissen fällt schwer. 

Mein Geburtstagsmorgen bergüßt uns noch schöner als erhofft aus. Die Sonne scheint, obwohl starker Regen angesagt war, und endlich sehen wir auch die Umgebung um uns herum. 



Der Campinplatz ist besonders hübsch, ein kleiner Teich liegt vor uns, ein Bächlein rauscht, wir sind von Wald und Vogelgezwitscher umgeben. Wir hatten gelesen, dass fast der komplette Cmapingbetrie nachhaltig ist - eine Seltenheit in den USA.

Frische Eier gibt es hier für die Camper zu kaufen und Axel spingt als erstes los um welche zu ergattern, weil ich mir "Eier im Glas" zum Geburtstag gewünscht hatte. Als er wieder kommt, hat er gleich die Besitzer des Platzes, Karen und Tony mitgebacht und wir plaudern noch etwas nach dem Frühstück. Beide sind freundlich und haben eine Menge zu erzählen.



Das Knurren, werden wir übrigens aufgeklärt, sei ein besonders lauter und fetter Frosch gewesen. Wir können nicht mehr vor Lachen. All die Aufregung umsonst! Was für Angsthasen wir sind!
Noch Stunden hätten wir bleiben können, aber wir müssen los - nach Asheville, weiter Richtung Smoky Mountains. Wir wissen nicht so richtig, was uns erwartet, wir hatten nur gelesen, dass Asheville recht hip sein sollte. Aber was heißt das schon. 

Vorbei an den dramatisch schönen Ausläufern der Smokys kommen wir irgendwann endlich an und können nicht fassen, was wir sehen: in Asheville jagt eine coole Ecke die nächste.




Es gibt deutlich viele Bioläden, etliche Cafés, eine Menge junge Studenten, die mindestens genauso cool und urban wie in jeder hippen Metropole ist. Asheville ist verhältnismäßig klein und doch eine richtig schöne und lebensfrohe Stadt. 

Wir gehen erst noch mal einen zweiten Geburtstagskuchen essen (hehe), und nachdem wir uns einen der letzten Plätze auf dem nahgelegenen Campingplatz gesichert haben, hauen wir uns abends auch noch eine Pizza rein. Natürlich bio und natürlich wahnsinnig gesund - in einem der coolsten Spots der Stadt.

Ein letztes Mal wechseln wir die Location und schlendern rüber ins Künstlerviertel von Asheville - in die Wedge Brewing Company und dem gemütlichen Biergarten. Die Sonne geht langsam unter, ich sitze mit Fatma und Axel zusammen, wie so oft früher bei ihnen im Berliner Garten, und wir reden und lachen bis es dunkel wird. 

Gute Freunde zu haben und bei ihnen sein zu dürfen ist das beste Geschenk, denke ich und bin sehr dankbar dafür  - und für diesen schönen Geburtstag.


Mein Roadtrip durch die USA wurden von CU Camper unterstützt.